Wechselkennzeichen

— 01.07.2012

Zwei Autos, ein Nummernschild

AUTO BILD hat lange für das Wechselkennzeichen gekämpft – jetzt ist es auch in Deutschland zu haben. Aber: Die Steuer fürs zweite Auto wird auch weiterhin fällig.



(dpa/tmn/de) Seit Juli 2012 können Autobesitzer in Deutschland das neue Wechselkennzeichen beantragen. Damit dürfen zwei Fahrzeuge der gleichen EU-Fahrzeugklasse wechselweise mit nur einem Nummernschild gefahren werden. Mit dem Wechselkennzeichen können zum Beispiel zwei Pkw, zwei Oldtimer oder zwei Motorräder betrieben werden – auch die Kombination Pkw/Wohnmobil ist möglich. Das Wechselkennzeichen wird dann für beide Fahrzeuge zugeteilt, darf aber immer nur an einem der beiden geführt werden. Bisher gab es für solche Fälle nur die Möglichkeit, beide Autos separat für das ganze Jahr anzumelden oder eines der Fahrzeuge für einen begrenzten Zeitraum mit einem Saisonkennzeichen anzumelden.

So kämpfte AUTO BILD für das Wechselkennzeichen

Das Wechselkennzeichen: Über dem Siegel wird künftig ein kleines "W" ins Blech gepresst.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) präsentierte AUTO BILD-Redakteur Claudius Maintz das Wechselkennzeichen nun in seiner endgültigen Form (Bild oben). Wichtigster Unterschied zum bisherigen Entwurf: Über dem Siegel des Hauptkennzeichens wird künftig ein kleines "W" ins Blech gepresst. AUTO BILD hat lange für ein Wechselkennzeichen gekämpft, das mit einem Steuervorteil kombiniert ist – so wie in Österreich und in der Schweiz. Beim deutschen Wechselkennzeichen verlangt der Staat aber für beide Fahrzeuge den vollen Steuersatz. Ob das Wechselkennzeichen wirklich Geld spart, ist deshalb umstritten. Zwar haben mehrere Versicherungen günstigere Konditionen angekündigt, doch Experten raten dazu, die Preise kritisch zu vergleichen – vor allem, wenn das Wechselkennzeichen eine Alternative für das Saisonkennzeichen sein soll.

Im Überblick: Alles zum Thema Kfz-Kennzeichen

Die kleinen Schilder sind fix, das eigentliche Hauptkennzeichen wird nach Bedarf gewechselt.

Das Wechselkennzeichen besteht insgesamt aus sechs Teilen: Für jedes Auto gibt es zwei kleine Zusatzschilder, die vorn und hinten fest montiert werden. Das eigentliche Hauptkennzeichen wird nach Bedarf gewechselt. Wichtig: Das Wechselkennzeichen kann jeweils nur für zwei Fahrzeuge einer Fahrzeugklasse zugeteilt werden (siehe Tabelle unten), die darüber hinaus Kennzeichen gleicher Abmessung verwenden müssen. Die gängigsten Wechselkombinationen dürften laut ADAC sein: Pkw-Pkw, Pkw-Oldtimer, Pkw-Wohnmobil sowie Motorrad-Motorrad. Nicht zugeteilt werden Wechselkennzeichen in Verbindung mit Saisonkennzeichen, Roten Kennzeichen, Kurzzeitkennzeichen, Behördenkennzeichen und Ausfuhrkennzeichen.

Wechselkennzeichen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

1. Wer kann das Wechselkennzeichen einsetzen?
Das Wechselkennzeichen kommt für Autofahrer in Frage, die zwei Fahrzeuge besitzen, von denen aber immer nur eines in Betrieb ist. Für Partner oder Familien, die zur gleichen Zeit einen Erst- und einen Zweitwagen nutzen, ist das Wechselkennzeichen keine Alternative!

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Beantragt werden kann das Wechselkennzeichen bei den örtlichen Zulassungsstellen. Laut ADAC fallen dabei Kosten von etwa 100 Euro an – rund 65 Euro als Zulassungsgebühr und etwa 40 für die Kennzeichen selbst. Teuer werden kann es übrigens, wenn Halter vergessen, das Kennzeichen zu wechseln. Wer ohne vollständiges Wechselkennzeichen unterwegs ist, dem droht nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. Ein Bußgeld von 40 Euro kann außerdem fällig werden, wenn das Fahrzeug, das gerade nicht in Benutzung ist, auf öffentlichen Straßen parkt. Ohne Hauptkennzeichen darf das Fahrzeug nur auf privatem Gelände abgestellt werden – andernfalls kann zusätzlich auch der Versicherungsschutz gefährdet sein.
Wechselkennzeichen: Mögliche Kombinationen nach Fahrzeugklassen
Fahrzeug 1 Fahrzeug 2
Klasse M1 (Pkw mit bis zu acht Sitzplätzen plus Fahrersitz und Wohnmobile)
Pkw Pkw
Pkw Wohnmobil
Pkw Oldtimer
Oldtimer Oldtimer
Wohnmobil Wohnmobil
Oldtimer Wohnmobil
Klasse L (Motorräder)
Motorrad Motorrad
Motorrad Quad und Trike
Motorrad Leichtkraftrad
Klasse 01 (Anhänger)
Anhänger<br>
(bis 750 kg zulässiges Gesamtgewicht)
Anhänger<br>
(bis 750 kg zulässiges Gesamtgewicht)
Quelle: ADAC
Wechselkennzeichen beantragen: Erforderliche Unterlagen
Fahrzeugbrief/Zulassungsbescheinigung Teil II
Fahrzeugschein/Zulassungsbescheinigung Teil I
bisherige(s) Kennzeichenschild(er)
elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)*
Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung
Bescheinigung über die Abgasuntersuchung
Personalausweis oder Pass mit Meldebescheinigung
ggf. Vollmacht, einschließlich Personaldokument des Vollmachtgebers
*Für beide Fahrzeuge; die eVB muss von der Versicherung als für Wechselkennzeichen zulässig deklariert sein.
Fotos: Foto: ADAC

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