Weibliche Crashtest-Dummies

— 23.10.2012

Simulierte Gleichberechtigung

Der normale Crashtest-Dummy ist männlich. Oder besser: einem Mann nachempfunden. Eine schwedische Ingenieurin hat nun ein weibliches Pendant entwickelt. Sie hatte gute Gründe dafür.



Manchmal gibt es ganz praktische Gründe für Gleichberechtigung. Zum Beispiel bei Verkehrsunfällen. Frauen erleiden bei Auffahrunfällen doppelt so oft ein Schleudertrauma wie Männer. Warum ist also ein Crashtest-Dummy dem Körper eines durchschnittlichen Mannes nachempfunden? Das fragte sich auch die Ingenieurin Anna Carlsson von der Technischen Universität Göteborg vor zehn Jahren. Inzwischen hat die Schwedin einen weiblichen Dummy für die Unfallsimulation entwickelt. Bei diesem wurden unter anderem zur Gewichtsreduzierung Arme und Beine gekürzt und ausgehöhlt, der Oberkörper schmaler gemacht sowie die künstliche Vorderseite des Kopfes abgezogen.

Übersicht: Alles zum Thema Crashtests

ADAC simuliert Disco-Unfall

ADAC simuliert Disco-Unfall ADAC simuliert Disco-Unfall ADAC simuliert Disco-Unfall
Zuvor hatte die Forscherin lebende Testpersonen in speziell konstruierten Sitzen sehr langsam anfahren lassen. Ergebnis: Frauen bewegen sich spontaner und abrupter. Im Auto verrenken sich ihre Nacken bei einem Aufprall häufiger als die von Männern, der Rückstoß des Körpers erfolgt früher und kräftiger. Carlsson hofft nun, dass Autobauer ihre Forschungserkenntnisse nutzen und Crashtests für Sitze und Sicherheit auf beide Geschlechter abstimmen.

Lesen Sie auch: ADAC simuliert Disco-Unfall



Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Weitere interessante Artikel

Weitere interessante Videos

Anzeige

Neuwagen

NEUWAGEN zu Top-
Konditionen, mit voller
Herstellergarantie
und zu attraktiven
Zinsen finanziert.

Hier klicken zu den Top-Angeboten

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige