Welcher Smart ist der richtige?

Smart: das smarte Programm Smart: das smarte Programm

Welcher Smart ist der richtige?

— 06.03.2002

Das smarte Programm

Viele, viele bunte Smarties - nur welchen nehmen? Coupé, Cabrio, Diesel, Benziner? Die richtige Einkaufsliste für den Stadtbummel.

3P: Pure, Pulse oder Passion

Die Familie wächst stetig. Beim kleinsten Auto aus dem Hause DaimlerChrysler stehen mittlerweile drei Motoren und zwei Karosserievarianten zur Auswahl. Dazu die drei P - die drei Ausstattungslinien. P steht für Pure, Pulse sowie Passion. Die Beinamen des City-Flitzers.

Den Pure erkennt man sofort an seinem schwarzen Blechdach (die anderen Versionen haben ein transparentes Glasdach). Im Heck arbeiten statt 54 nur 45 PS, was in der City kaum auffällt. So flott wie der Rest an der Ampel kommt der Pure allemal in seine (sechs) Gänge. Bei ihm muss lediglich per Hand geschaltet, besser getippt werden. Den Automatikmodus bieten erst die stärkeren Modelle Pulse und Passion.

In der Käufergunst steht der Pure hinten an, obwohl er über die gleiche Sicherheitsausstattung (ABS, Airbags, Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer) verfügt wie seine teureren Kollegen. Die Kunden stehen halt auf das Glasdach und geben dafür gerne ein paar Extra-Mark aus.

Damit sind Pulse und Passion serienmäßig ausgerüstet, was es theoretisch unmöglich macht, sie äußerlich zu unterscheiden: Alle Extras, die der Passion ab Werk hat, sind gegen Aufpreis auch für den Pulse zu haben. Die Fragen, die sich der Pulse-Fahrer nur beantworten muss, sind: Will ich Alu, oder reichen Stahlfelgen? Komme ich ohne Klimaanlage aus? Und welche Panel-Farben passen am besten zum schwarzen Tridion-Rahmen? Der Verzicht bringt rund 2000 Mark, die der Pulse weniger als der Passion kostet.

Kleinster Common-Rail der Welt

Motorisch sind beide identisch: 54 PS beschleunigen, wenn nötig, den Smart in 17,2 Sekunden auf Tempo 100 (Pure: 18,9 s). Auf der Autobahn bremst die Elektronik den Kleinen generell bei 135 km/h ein. Smart und spar heißt es beim CDI, dem Auto mit dem kleinsten Serien-Common-Rail-Diesel der Welt. Verbräuche von unter vier Litern sind aber im täglichen Stadteinsatz nicht zu schaffen, realistischer sind 4,5 Liter.

Trotz seiner "nur" 41 PS fährt sich der Mini-Diesel im unteren Drehzahlbereich angenehmer als seine vermeintlich stärkeren Benzinbrüder. Denn der 800-Kubik-Diesel entwickelt stolze 100 Newtonmeter Drehmoment (die Benziner bringen es nur auf 70 und 80 Nm). Auch die Schaltung profitiert davon, die Übergänge sind sanfter.

Sonniger wird es im Smart-Cabrio. Allerdings auch teurer. Kein Wunder, denn die elek-trische Dachöffnung (drei Stufen möglich) ist solide und durchdacht. Wie beim City-Coupé gibt es die Ausstattungslinien Pulse und Passion, jedoch mit einem großen Unterschied: Die Pulse-Version des Cabrios hat keine Softouch-Automatik serienmäßig.

Beim Passion fehlt die Klimaanlage, die das gleichnamige Coupé ab Werk bietet. Der Grund liegt auf der Hand: Mit 22.190 bzw. 23.980 Mark schlagen die Basispreise des Cabrios eh schon stark zu Buche. Außerdem möchte man es dem Kunden selbst überlassen, zu entscheiden, ob er im Sommer lieber offen fährt und die Sonne genießt anstatt geschlossen mit Klimaanlage.

Spürbar komfortabler

Leistungshungrige Smart-Fahrer kommen bei Brabus (www.brabus.com) auf ihre Kosten. Der Mercedes-Tuner verwandelt den kleinen Zweisitzer in einen heißen Edelmini mit 70 PS, 195er-Reifen, Lederausstattung, Formel-1-Schaltwippe und Doppelendrohr. Preislich sollte man gut 30.000 Mark einkalkulieren. Und selbst wenn die zusätzliche Leistung in der City keinen Zeitgewinn bringt, Spaß macht der Brabus-Smart und sieht - nebenbei - auch noch chic aus.

Mit der anfänglich übertriebenen Härte versucht MCC so langsam ins Reine zu kommen. Seit September 2000 steht der Smart spürbar komfortabler abgestimmt bei den Händlern. Diese Version ist zwar noch immer keine Sänfte, malträtiert seine Insassen aber auch nicht mehr so mit gemeinen Stößen.

Auch die oft beklagten zu langen Schaltpausen hat MCC mit neuer Programmierung der Getriebe-Elektronik weiter verringert. Störend sind die Schaltrucke vor allem dann, wenn im Automatikmodus hart beschleunigt und hoch ausgedreht wird. Wer ruhig fährt und um die 3000 Touren schaltet, hat wenig Probleme. Alles auch eine Sache der Gewöhnung.

Ebenfalls neu: das Öffnen und Schließen des Smart. Das Coupé hat jetzt einen Dreitas-tenschlüssel, mit dem Türen und Heckklappe getrennt bedient werden können. Zusätzlich ist die Tankklappe mit in die Zentralverriegelung integriert. Das Cabrio hat aufgrund der fehlenden klappbaren Heckscheibe nur einen Zweitastenschlüssel. Alles Dinge, die den Smart so nach und nach immer smarter machen.

Kauftipp und Preise

Fazit Die Wahl fällt auf den Smart & Pulse - also den AUTO BILD-Dauertestwagen. Zum Passion trennen ihn 2230 Mark, die Motorleistung ist identisch. die Sicherheitsausstattung ebenfalls. Beide haben das pfiffige transparente Glasdach. Unterschiede: Der Pulse fährt auf Stahlrädern. Klima, Nebellapmen und der silberne Tridion-Rahmen kosten Aufpreis. Wir empfehlen die Klimaanlage als Extra, da es im Sommer unter dem Glasdach doch unangenehm heiß werden kann. Zu überlegen wäre noch der Diesel, der 1430 Mark mehr kostet. Lohnt sich aber nur für Vielfahrer.

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