Welches Auto passt zu mir?

Kaufberatung: Welches Auto passt zu mir?

E-Auto oder Diesel? Van oder Kombi?

Die Anschaffung eines neuen Wagens steht an, und oft kommt die Frage auf: "Welches Auto passt zu mir?" AUTO BILD gibt Hilfestellung bei der Suche nach dem richtigen Fahrzeug.
Ein Auto zu finden, was wirklich zu einem passt, ist gar nicht so einfach. Es gibt so viele Aspekte, die die Entscheidungsfindung beeinflussen können. Die Kaufberatung von AUTO BILD hilft bei der Suche nach dem passenden Fahrzeug!

Der einfachste Weg zum richtigen Auto! AUTO BILD-Kaufberatung

Bedürfnisse klären

Wird viel Laderaum benötigt, ist vielleicht ein Kombi, das am besten passende Auto.

Noch bevor über Preise, Marken oder Farben nachgedacht wird, sollten sich Autokäufer über ihre Bedürfnisse klar werden: Was muss das Auto können? Wofür wird es gebraucht? Muss der Wagen geländegängig sein, Anhänger ziehen können, vielleicht sogar einen Wohnwagen? Worauf kann man nicht verzichten? Wichtige Punkte sind auch Fahrweise und Verbrauch: Ist Sportlichkeit wichtig? Oder doch lieber der Komfort? Soll der Wagen möglichst sparsam fahren, oder sind die Spritkosten erst mal zweitrangig? Will man hoch sitzen? Tipp: Unbedingt vor dem Kauf die Gelegenheit einer Probefahrt nutzen und mehrere Modelle mit verschiedenen Vorzügen ausprobieren.

Budget festlegen

Anschaffungskosten: Bei der Frage "Welches Auto passt zu mir?", spielt in der Regel auch der Preis eine große Rolle. Hier gilt zu bedenken: Muss es ein Neuwagen sein? Oder reicht ein Gebrauchter? Denn innerhalb der ersten drei Jahre verlieren Autos oft über die Hälfte ihres Werts. Tipp: Vorab über Angebote und Prämien informieren, aktuell geben viele Hersteller zum Beispiel eine Umweltprämie, für elektrifizierte Modelle gibt es Unterstützung vom Staat.
Laufende Kosten: Die Art der Bezahlung ist wichtig. Kann die komplette Summe nicht aufgebracht werden, kann das Auto auch über einen festen Zeitraum geleast oder finanziert werden (zum Überblick über die verschiedenen Finanzierungsformen). Vorsicht: Neben Steuern (Kfz-Steuerrechner) und der Kfz-Versicherung (Kfz-Versicherungsrechner) sorgt das für zusätzliche laufende Kosten, die es zu beachten gilt.
Nebenkosten: Weitere Nebenkosten fallen für die Instandhaltung des Autos an. Dazu gehören Kosten für die Wartung (Inspektion, Klimaservice, TÜV etc.) un die regelmäßige Reinigung. Außerdem muss gegebenenfalls noch ein Stellplatz oder eine Garage gemietet werden. All diese Kosten sollten bei der Budgetplanung für den Autokauf berücksichtigt werden.

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Die richtige Größe und Form finden

Sind Bedürfnisse und Budget festgelegt, geht es auf die Suche nach geeigneten Modellen. Um das passende Auto für sich zu finden, sollte zunächst überlegt werden, welches Auto die Bedürfnisse erfüllen könnte. Vom KBA werden Autos in verschiedene Größenklassen eingeordnet:
• Kleinstwagen (z. B. Renault Twingo), Preise ab 8000 Euro, Kaufberatung
• Kleinwagen (z. B Ford Fiesta), Preise ab 10.000 Euro, Kaufberatung
• Kompaktklasse (z. B. VW Golf), Preise ab 15.000 Euro, Kaufberatung
• Mittelklasse (z. B. Mercedes C-Klasse), Preise ab 25.000 Euro, Kaufberatung
• Obere Mittelklasse (z. B. BMW 5er), Preise ab 40.000 Euro
• Oberklasse (z. B. Audi A8), Preise ab 80.000 Euro
• Sportwagen (z. B. Porsche 911), ab 45.000 Euro
• Hochdachkombi (z. B. VW Caddy), ab 15.000 Euro
• Van (z. B. Ford Galaxy; noch mal unterteilt in Minivan, Kompaktvan, Großraumvan), ab
• Geländewagen bzw. SUV (z. B. Dacia Duster), Preise ab 12.000 Euro (ohne Geländeeigenschaften), ab 20.000 Euro (mit Geländeeigenschaften), Kaufberatung
• Pick-ups (z. B. Nissan Navara), ab 25.000 Euro
Die wichtigsten Karosserieformen:
Cabrio/Roadster: Das Cabrio ist vor allem ein Spaßauto. Wenn es um praktische Aspekte geht, kann es mit anderen Karosserieformen nicht mithalten. Der Kofferraum ist klein (hier muss das Verdeck verstaut werden), beim Roadster entfällt die Rückbank. Es gibt nur zwei Türen. • Zu wem es passt: Fahrer, die nicht darauf angewiesen sind, viel oder Sperriges zu transportieren oder regelmäßig mehrere Fahrgäste mitnehmen wollen und natürlich gerne offen fahren. • Fahrzeugklassen: Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse, Sportwagen. • Preise: Cabriomodelle sind teurer als ihr Basismodell. Roadster sind oft auf Luxus und Sportlichkeit ausgelegt und hochpreisig. Tipps: Cabrios im Mängel-Check.

Das viertürige Coupé soll praktische Aspekte mit Sportlichkeit und Eleganz verbinden.

Coupé:
Coupés sind elegant, sportlich  – sie haben zwei Türen und bestechen durch ihre dynamische Form mit Fließheck. Dadurch werden sie aber auch unpraktisch. Mit Kofferraumvolumen und Platz auf der Rückbank können Coupés nicht punkten. Es gibt aber auch Autos, wie den Mercedes CLS oder Audi A5 Sportback, die das auffallende Design mit praktischen Aspekten eines Viertürers verbinden. • Zu wem es passt: Fahrer, die mehr auf Optik und weniger auf praktische Vorzüge (im Vergleich zur Limousine) und auf der Rückbank nur selten Fahrgäste mitnehmen (abfallendes Dach sorgt für weniger Kopffreiheit). • Fahrzeugklassen: Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse. • Preise: Das Angebot am Markt ist gering, Coupés sind oft auf Luxus ausgelegt, die Preise dementsprechend hoch. Tipps: Sportcoupés im Test, Viertürige Coupés im Test.
Hatchback: Das bekannteste Auto, das in die umgangssprachliche Kategorie der "Hatchbacks" fällt, ist wohl der VW Golf. Diese Karosserieform ist vor allem bei den kleinen Fahrzeuggrößen bis zur Kompaktklasse beliebt. Das Steilheck vergrößert trotz der platzsparenden Ausmaße des Wagens den Kofferraum und erleichtert den Zugang zum Gepäck. Außerdem erleichtert es das Parken, da das Heck fast auf gleicher Höhe mit der Heckscheibe endet und kein "Anhang" berücksichtigt werden muss. • Zu wem es passt: Zu fast jedem, besonders aber Fahranfänger und Fahrer, die viel im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken unterwegs sind und keinen größeren Kofferraum benötigen. • Fahrzeugklassen: Kleinstwagen, Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse • Preise: Es herrscht ein harter Preiskampf, die Preise sind oft günstig, dafür gibt es bei Premiumautos wie BMW 1er, Mercedes A-Klasse oder Audi A3 meist nicht viel Ausstattung. Wer Ansprüche hat, muss dementsprechend in die Tasche greifen. Tipps: Kompaktwagen im Mängel-Check, Kleinwagen im Mängel-Check.
Kombi: Der Kombi ist hierzulande beliebter als die klassische Limousine. Gerade in der Mittelklasse werden Modelle wie Audi A4 oder Mercedes C-Klasse häufiger mit Steilheck verkauft (teilweise 80 Prozent der Zulassungen). Durch den großen Kofferraum ist der Kombi ein gelungener Kompromiss zwischen komfortabler Limousine und geräumigem Van. • Zu wem es passt: Familien, Vielfahrer, Reisende und alle, die sonst noch einen großen Laderaum benötigen. • Fahrzeugklassen: Kompaktklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse • Preise: Das Angebot an Kombis ist groß, sie sind in verschiedenen Preisklassen zu finden und oft nur geringfügig teurer (z. B. 1000 Euro Unterschied bei VW Golf, Opel Astra, Audi A4) als die entsprechenden Basismodelle. Tipps: Kombis im Mängel-Check, Kompakte Kombis.
Limousine: Die klassische Stufenheck-Limousine ist hierzulande wenig gefragt. Am häufigsten ist die Limousine als Geschäftswagen und komfortabler Langstreckenwagen anzutreffen. Dabei bieten sie in der Regel viel Platz im Innenraum, einen ordentlichen Kofferraum und viel Komfort. Mit dem Laderaum der Kombimodelle können sie nicht mithalten, hohe Ladekanten machen das Beladen zudem oft schwer. Dafür sind sie leiser als ihre Pendants mit Rucksack. • Fahrzeugklassen: Kompaktklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse • Zu wem es passt: Vielfahrer, komfortorientierte Fahrer. • Preise: Mittel- bis höherpreisig. Tipps: Sportliche Limousinen im Test, Mittelklasse-Limousinen im Test.
Sportwagen: Sie liegen tief und brüllen laut, sportliche Fahrweise und Leistung stehen im Vordergrund. Beim "richtigen" Sportwagen kommt es nicht auf Komfort an, sondern auf ein mögllichst puristisches, kraftvolles Fahrerlebnis. • Zu wem es passt: Sportliche Fahrer, die einen starken Zweitwagen suchen. • Preise: Da es sich um reine Spaßautos handelt, sind sie vergleichsweise teuer. Die meisten Hersteller bieten von ihren Standardmodellen aber auch Sportversionen an, die hohe Leistung und die Vorzüge des jeweiligen Modells kombinieren. Im Vergleich zu den Basismotorisierungen sind die sportlichen Modelle aber deutlich teurer. Tipps: Gebrauchte Sportwagen im Test.

Der VW T-Roc ist eigentlich nur ein Golf, der zum SUV aufgebockt wurde.

SUV/Geländewagen:
SUVs, kurz für "Sports Utilities Vehicle", boomen. In nahezu jedem Segment bringen die Hersteller aktuell hochgelegte Modelle auf den Markt. Oft werden die bereits bekannten Autos dafür einfach nur "aufgepumpt" und mit einem robusten Outfit versehen. Dafür sitzt man hoch. SUVs sind nicht automatisch fürs Gelände geeignet. Die "echten" SUVs unterscheiden sich von optisch auf SUV getrimmten Autos durch ihre Geländeeigenschaften wie Allradantrieb und Differanzial. Geländewagen haben außerdem in der Regel eine besonders robuste Bauweise (Leiterrahmen) und sind für holprige Pisten prädestiniert. • Zu wem es passt: SUVs sind je nach Größe vielseitig und eignen sich für Familien, Vielfahrer, Reisende und alle, die gerne hoch sitzen oder ins Gelände fahren wollen. • Preise: Etwas teurer als vergleichbare Autos, die nicht hochgelegt sind. Hochkarätige "echte" Geländegänger sind hochpreisig. Tipps: SUVs im Mängel-Check, Kompakt-SUVs im Test.
Van: Bis ihm das SUV den Rang abgelaufen hat, war der Van eines der beliebtesten Familienautos. Mittlerweile gibt es manche Modelle nur noch gebraucht, weil sie in der Modellpalette durch ein SUV ersetzt wurden. Der Van hat den Vorteil des hohen Sitzens und ist gleichzeitig geräumig, sein Image ist leider etwas bieder. • Zu wem es passt: Familien, Fahrer die Stauraum benötigen. • Preise: Die Auswahl ist vor allem auf dem Gebrauchtwagenmarkt groß und erstreckt sich über fast alle Preisklassen. Tipps: Vans im Dauertest.

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Welcher Kraftstoff passt zum Fahrverhalten?

Mögliche Fahrverbote sollten niemanden davon abhalten, einen Diesel in Erwägung zu ziehen.

Benziner oder Diesel:
Der Ottomotor ist die häufigste Motorisierung auf unseren Straßen. Vor allem sportliche Fahrer schätzen die Benziner: Sie drehen höher, schöpfen ihre Leistung in hohen Drehzahl-Bereichen voll aus und sprechen schnell an. Der Diesel hingegen ist weniger drehfreudig, hat dafür aber ein höheres Drehmoment, das schon bei kleinen Drehzahlen voll anliegt. Moderner Motorenbau mit Turboladern und Direkteinspritzung hat die Nachteile des Diesels gegenüber dem Benziner aber nahezu aufgehoben. Heute ist die Frage Benziner oder Diesel deswegen vor allem eine Frage der Fahrgewohnheit und des Geldes. Langstreckenfahrer sollten eher zum Diesel tendieren. Häufige Kurzstrecken bekommen dem Diesel nicht gut: Er kommt nicht auf Temperatur, der Motor verschleißt schneller. Trotz der anhaltenden Fahrverbots-Diskussionen aufgrund der Stickoxid-Belastung, sollte der Kauf eines Selbstzünders nicht kategorisch ausgeschlossen werden: Verbrauch und Kraftstoffkosten sind im Vergleich zum Ottomotor geringer. Dank Partikelfilter wird die Umwelt nicht so stark belastet wie von einem Benziner. Doch der Partikelfilter für Benziner ist auf dem Vormarsch. • Zu wem es passt: Vielfahrer sind mit dem Diesel besser bedient. Sportliche oder Kurzstrecken-Fahrer werden auf lange Sicher mehr Freude am Benziner haben. • Preis: Dieselautos sind in der Anschaffung tendenziell ein wenig teurer als Benziner. Auch die Kfz-Steuer für Selbstzünder ist höher. Eine Faustregel besagt, der Antrieb zahlt sich bei einer Fahrleistung ab 20.000 Kilometern pro Jahr aus.
Gas (CNG oder LPG): Erdgas (CNG) und Autogas (LPG) sind günstiger als Benzin oder Diesel – und dazu auch noch umweltfreundlicher. Autogas – ein flüssiges Gemisch aus Butan und Propan – spielt seinen Vorteil in Sachen CO2-Ausstoß aus. Die Emissionen liegen gut zehn Prozent unter denen eines Benzinmotors. Noch besser ist Erdgas: Der gasförmig getankte Kraftstoff verursacht geringe CO2-Emissionen und verbrennt darüber hinaus fast partikelfrei. Das einzige Manko: Nicht jede Tankstelle hat Erd- oder Autogas im Angebot. Die Gasautos fahren aber auch auf Benzin oder manchmal Diesel. Zur berücksichtigen ist, dass die Gastanks viel Platz benötigen, der schon mal zu Lasten des Kofferraums gehen kann. Ab Werk gibt es nur sehr wenige Autos mit LPG-Antrieb, dafür ist die Nachrüstung sehr einfach, da keine Modifikationen am Motor notwendig sind. Erdgas ist bei fabrikneuen Wagen verbreiteter und findet in den vergangenen Jahren zunehmend Zuspruch. Aber: Die Anschaffungskosten für einen CNG-Verbrenner liegen höher als bei vergleichbaren Autos mit Benzinmotor. Ob sich das Gasauto unterm Strich wirklich auszahlt, sollte vor dem Kauf nachgerechnet werden. Im Fahren ist ein Gasauto nicht ganz so durchzugsstark wie ein vergleichbarer Benziner, ansonsten gibt es aber kaum Unterschiede. Hier entscheiden ganz klar die Bedürfnisse und Fahrgewohnheiten. • Zu wem es passt: Sparfüchse, die die Umwelt schonen und gleichzeitig nicht auf hohe Reichweiten verzichten wollen. Das Gasauto rechnet sich meist nur bei Vielfahrern. • Preis: Etwas teurer als vergleichbare Modelle mit Benzin- oder Dieselmotor. Der Preisunterschied rechnet sich nicht immer, also vorab genau kalkulieren.

Das Elektroauto passt nicht zu jedem Autofahrer. Vor dem Kauf also gut abwägen!

Elektro oder Hybrid:
Keine Gänge, keine Geräusche, kaum lokale Schadstoff-Emissionen – Elektroautos sind die Zukunft. Doch aktuell gilt vor der Anschaffung noch: abwägen! Die Preise für die Stromer sind hoch, die Reichweiten niedrig und die nötige Ladeinfrastruktur muss vorhanden sein. Wer gerne längere Strecken fährt, kommt mit einem E-Auto nicht weit. Will man trotzdem den Umweltaspekt im Auge behalten, kann ein Hybrid lohnenswert sein – er kombiniert Elektro- und Verbrennungsmotor und gilt aktuell als die Brückentechnologie. Doch Elektroautos sind nicht nur umweltfreundlich, sondern machen auch Spaß: Das Drehmoment liegt beim Elektromotor sofort an und bleibt konstant. Mit der Durchzugsstärke einer E-Maschine können Verbrenner nicht mithalten. Dafür können mit Stromern meist nicht so hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. • Zu wem es passt: Umweltbewusste Autofahrer, die nur selten lange Strecken fahren. • Preis: In der Anschaffung wesentlich teurer als vergleichbare Verbrenner. Der Akku ist ein großer Kostenfaktor. Im Laufe des Autolebens holt das E-Auto den Aufpreis durch günstigen Strom und Prämien nur selten komplett wieder raus.

Ausstattung und wichtige Extras aussuchen

Getriebe: Handschalter, Automatik oder Doppelkupplung? Beim Getriebe ist die Auswahl groß. Viele Autofahrer entscheiden sich nach wie vor für die manuelle Handschaltung. Bei den meisten Neuwagen gibt es hier mittlerweile sechs Gänge. Demgegenüber steht das Automatik-Getriebe. Wer von "Automatik" spricht, meint meist die klassische Wandlerautomatik. Dieses Getriebe funktioniert mit einer Flüssigkupplung und einem Drehmomentwandler und bietet dadurch eine sehr komfortable Fahrweise (plus: hoher Rangierkomfort). Früher wurde der Wandlerautomatik ein geringer Wirkungsgrad vorgeworfen, moderne Getriebe sind mittlerweile jedoch meist spritsparender als die Handschaltung. Als Alternative zum Wandler erfreut sich das Doppelkupplungsgetriebe steigender Beliebtheit. Es wird ähnlich bedient wie das klassische Automatikgetriebe, funktioniert jedoch eher wie ein Handschalter. Das Getriebe hat zwei Kupplungen, die automatisch die Gänge einlegen. Das DKG ist dadurch jedoch nicht in der Lage Gänge zu überspringen. Kritiker werfen ihm im kalten Zustand vor allem beim Rangieren eine holprige Fahrweise vor. Die dritte Alternative bei den Automaten ist das CVT-Getriebe, ein stufenloses Automatikgetriebe. Dabei gibt es keine Gänge, sondern die Übersetzung wird kontinuierlich, also stufenlos angepasst. Die CVT-Automatik ist sehr sparsam, aber auch hier geht ein Teil der Leistung im Getriebe verloren. Hierzulande ist das CVT-Getriebe nicht weit verbreitet, nur wenige Hersteller haben es im Angebot.
Kraftübertragung: Vorderrad-, Hinterrad- oder Allradantrieb? Jeder hat hier andere Vorlieben. Der Standardantrieb erfolgt über die Vorderräder. Der Antrieb über die Vorderachse setzte sich in den späten 60er Jahren gegenüber dem Hinterradantrieb immer mehr durch. Die Gründe: Er ist platz- und gewichtsparend und günstiger. Auf rutschiger und glatter Fahrbahn hat der Fronttriebler weitere Vorteile: Das Gewicht des Motors liegt vorne, die Antriebsräder sind belastet und bieten bessere Traktion. Hinterradgetriebenen Fahrzeugen fehlt das Gewicht auf der Hinterachse, sodass es bei Glätte schon mal vorkommen kann, dass sich das Auto nicht von der Stelle bewegt. Gerade für Personen, die in Gebieten leben, in denen es lange, kalte Winter gibt, ist der Hinterradantrieb deswegen nicht unbedingt empfehlenswert. Hinzu kommt, dass die Kraft beim Hinterradantrieb vom Frontmotor über die sogenannte Kardanwelle ans Heck übertragen werden muss. Das bringt zusätzliches Gewicht und kostet Platz im Innen- und Kofferraum. Deswegen findet der Hinterradantrieb gerade in kleineren Fahrzeugklassen nur selten Verwendung. Doch in einem Punkt ist der Antrieb über die Hinterachse überlegen: Fahrspaß. Da sich die Vorderachse nur um die Lenkung und nicht um den Antrieb "kümmern" muss, ist das Kurvenverhalten des Hecktrieblers dem des Fronttrieblers überlegen. Auch der Allradantrieb punktet mit guten Kurvenfahrten und allgemein höherer Sicherheit. Dabei wird der Antrieb auf alle vier Räder verteilt. Dadurch kann der Motor mehr Kraft an die Räder schicken, gleichzeitig verbessert sich die Traktion. Wer in den Bergen unterwegs ist oder schwere Lasten ziehen muss profitiert daher besonders. Nachteile: Der Allradantrieb bringt zusätzliches Gewicht mit und ist im Gegensatz zu Vorder- oder Hinterradantrieb etwas teurer.
Anhängelast: Wer einen Anhänger oder gar eine Wohnkabine anhängen will, sollte die für das Fahrzeug zulässige Anhängelast im Auge behalten. Damit ist das Gewicht gemeint, dass das Auto im Gespann ziehen darf. Es wird unterschieden zwischen ungebremsten und gebremsten Anhängern. Wie viel Kilo das Auto genau ziehen darf, kann dem Fahrzeugschein entnommen werden. Meist liegt die zulässige Anhängelast für Pkw bei ungebremsten Anhängern zwischen 500 und 750 Kilo und bei gebremsten Anhänger zwischen einer und 3,5 Tonnen. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die maximale Stützlast, also das Gewicht, das auf dem Kugelkopf der Anhängerkupplung lastet. Auch dieser Wert ist in der Regel im Fahrzeugschein zu finden und liegt meist bei 75 Kilo.
Kindersitze: Wer Kindersitze befestigen will, sollte darauf achten, dass das Auto Isofix-Befestigungen hat. Kindersitze und Babyschalen lassen sich zwar weiterhin auch mit dem Sicherheitsgurt befestigen, die Montage über die IsoFix-Punkte ist in der Regel aber sicherer. (Mehr zum Thema Kindersitz im Auto hier)
Sonderausstattung: Besondere Assistenzsysteme, Sitzheizung oder eine Klimaanlage – nicht für jedes Auto gibt es jede Ausstattung. Vorab sollte man abwägen, was einem wichtig ist (z. B. Sitzbezüge, Lackfarbe, Tempomat, Einparkhilfe, Infotainment etc.). Einige Assistenzsysteme sind sicherheitsrelevant und schon allein deshalb empfehlenswert: Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP ist heutzutage Pflicht, genauso wie das Antiblockier-System ABS, bei Gebrauchtwagenkäufen sollte man aber darauf achten. Ein Notbrems-Assistent kann schwere Unfälle verhindern, die Fußgänger-Erkennung warnt vor Kollisionen mit Fußgängern, ein Totwinkel-Warner zeigt an, wenn sich etwas im toten Winkel aufhält und eCall informiert im Ernstfall automatisch den Rettungsdienst.

Spartipps beim Autokauf

Auslaufmodelle kaufen: Wenn eine neue Fahrzeug-Generation in den Startlöchern steht, müssen die vermeintlich alten Modelle vom Hof der Autohäuser und werden oft zu Schnäppchen-Preisen verschachert. Dabei sind die Autos keineswegs alt. Es handelt sich lediglich um die letzten produzierten Einheiten eines abgelösten Fahrzeugmodells. Da lohnt es sich zuzuschlagen.
Sondermodelle wählen: Wer nicht auf eine umfangreiche Ausstattung verzichten möchte, kann sich bei den Sondermodellen umschauen. Sie sind fertig konfiguriert, bieten dadurch aber einen Preisvorteil gegenüber den Modellen, die individuell mit der gleichen Ausstattung konfiguriert werden. Manchmal bieten sie auch besondere Extras, die für übliche Serienmodelle nicht zu haben sind.
Features nachrüsten: Das passende Auto ist gefunden, aber es fehlen noch bestimmte Funktionen wie zum Beispiel eine Rückfahrkamera? Oft lassen sich einzelne Komponenten nur in Paketen buchen, sodass sich der Preis erheblich verteuert und obendrauf vielleicht Komponenten eingebaut werden, die man gar nicht wollte. Viele Assistenzsysteme lassen sich mittlerweile günstig nachrüsten. Es lohnt sich also vorher zu checken, ob es eine günstige Nachrüst-Lösung gibt.

So das Auto finden, das zu einem passt

Bei aller Vernunft und rationalem Abwägen sollte ein Auto auch eines: gefallen. Immerhin handelt es sich um eine große Anschaffung, die die meisten nur alle paar Jahre wenn nicht Jahrzehnte machen. Und ein Auto, das dem Fahrer gefällt, passt in der Regel auch zu ihm. So wird sich der eine für den quietschgelben Kleinwagen begeistern, während sich der andere nur für das interessiert, was unter der Haube vor sich geht. Wer beim Autokauf also seine Bedürfnisse und sein Budget im Auge behält, findet das Auto, das zu ihm und seinem Lebensstil passt. Nachdem man sich eingehend damit beschäftigt hat, welche Ansprüche man an den neuen Wagen stellt, muss man ihn nur noch finden. Zum Beispiel in der Autobörse. Am hilfreichsten ist die Funktion der Detailsuche. Hier können alle festgelegten Attribute wie Karosserieform, Preis, Kraftstoff oder Extras angegeben werden. Mit einem Klick werden alle aktuell verfügbaren Modelle angezeigt, die den eigenen Kriterien entsprechen und somit zu einem passen.

Der einfachste Weg zum richtigen Auto! AUTO BILD-Kaufberatung

Autor: Lena Reuß

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