Weltpremiere Volkswagen Tarek

VW Tarek VW Tarek

Weltpremiere Volkswagen Tarek

— 30.11.2002

Juttas neues Wüstenschiff

Er sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus Schlesser-Buggy und Touareg – der VW Tarek, das neue Arbeitsgerät von Rallye-Weltmeisterin Jutta Kleinschmidt für den Marathon-Weltcup 2003. Jetzt wurde der Prototyp auf der Essen Motorshow erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Premiere bei der Rallye Dakar

Tarek ist arabisch und bedeutet "Der Weg" – und einen breiten Weg braucht der Tarek auch: Zwischen den Vorderrädern mit mehr als 1,8 Metern Spurweite kann ein VW Polo bequem hindurch fahren. Dabei ist der Wagen ein echtes Leichtgewicht: Nur knapp 1,2 Tonnen bringt der Buggy trotz seiner opulenten Außenmaße auf die Waage. Ermöglicht wird dies durch konsequente Leichtbauweise. Die gesamte Karosserie ist aus extrem leichten Kohlefaser-Verbundwerkstoff gefertigt und ruht auf einem Stahlrohr-Rahmen.

Angetrieben wird der Tarek von einem weiterentwickelten 1,9-Liter VW-TDI-Diesel in Mittelbauweise, der in der Rallye-Version 160 kW (218 PS) bei 4250/min leistet und bei 3000/min sein maximales Drehmoment von 390 Nm entwickelt.

Trotz der beeindruckenden Optik – im Innenraum des Tarek geht es genauso eng und spartanisch zu wie in anderen Rallye-Fahrzeugen. Allein der riesige Tank beansprucht bereits 250 Liter. Der Innenraum ist gefüllt mit Schaltern, Anzeige und Reserve-Systemen. Auf Dämmung und Verkleidung wird wegen des hohen Gewichts ohnehin verzichtet. In der Wüste gilt: Wer schnell sein will, muss leiden.

Drei VW-Werksteams sollen am ersten Januar in Marseille mit dem Tarek in der Gruppe der T2-Buggies zur Rallye Dakar 2003 antreten. Neben Jutta Kleinschmidt und ihrer italienischen Copilotin Fabrizia Pons gehen zusätzlich der Belgier Stéphane Henrard und Bobby Willis sowie das deutsche Duo Dieter Depping und Walter Bachhuber an den Start.

Ehrgeiziges Ziel: Ankommen

Der Prototyp wurde von Volkswagen in Zusammenarbeit mit der Italdesign-Giugiaro-Gruppe entwickelt. "Die Auswahl von Fahrzeug-Konzept und Veranstaltung spiegeln unsere ersten Ambitionen auf diesem für uns neuen Terrain wider", erläutert Rudolf-Helmut Strozyk, Leiter von Volkswagen Racing. "Ein Buggy bietet uns als leichte Rohrrahmen-Konstruktion die Gelegenheit, mit einem robusten wie auch zuverlässigen Konzept erste Erfahrungen bei der härtesten Marathon-Veranstaltung der Welt zu sammeln."

Unter der öffentlich zugänglichen Adresse www.Touareg-Dakar.com finden Interessierte außerdem ein umfangreiches Informationsangebot zum Engagement von Volkswagen bei der Rallye Dakar. Von den Lebensläufen der Volkswagen-Teammitglieder bis hin zu den technischen Daten der Einsatzfahrzeuge gibt es hier für alle Fans wichtige Informationen sowie spektakuläre Bilder. Selbstverständlich wird diese Internetseite während der Rallye ständig mit den neuesten Ergebnissen und Meldungen aktualisiert.

"Angesichts eines hochwertigen und auch quantitativ beträchtlichen Aufgebots unserer führenden Gegner peilen wir keine feste Platzierung im Endergebnis an. Stattdessen wollen wir unseren ersten Einsatz so reibungslos wie möglich absolvieren", so Strozyk. "Uns steht ein erhebliches Lernpensum bevor – in organisatorischer, technischer und sportlicher Hinsicht. Ich bin mir sicher, mit einer so starken Mannschaft eine Zielankunft bei der Premiere verwirklichen zu können."

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