Weltpremiere VW Passat CC — 13.01.2008
Flachdach für Tiefstapler
Jetzt haben auch die Wolfsburger ein viertüriges Coupé: VW zeigt in Detroit den Passat CC – nur 1,42 Meter hoch, mit bis zu 300 PS starken Motoren und neuem Fahrwerk.
Unterm Blech sorgen bis zu 300 PS für standesgemäßen Vortrieb
Wo die Hülle so viel Dynamik verspricht, darf natürlich auch das Innenleben nicht schwächeln. Vor allem bei der Motorisierung heißt das Motto des Passat CC "klotzen, nicht kleckern". Die fünf verfügbaren Aggregate sind allesamt moderne Direkteinspritzer, die Leistungsspanne reicht von 140 PS (2.0 TDI) bis zu 300 PS (3.6 V6 FSI). Für den Sechszylinder, der 2006 im immer noch nicht erhältlichen Passat R36 debütierte, verspricht VW äußerst sportliche 5,6 Sekunden beim Sprint von 0 auf Tempo 100 und – elektronisch abgeregelt – 250 km/h Spitze. Die Kraft bringt das Topmodell per Allradantrieb auf die Straße, geschaltet wird mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG. Basismotorisierung bei den Benzinern ist der 1.8 TSI mit 160 PS, darüber rangiert der 180 PS starke 2.0 TSI. Wer den Passat CC lieber als Diesel hätte, für den hält Volkswagen direkt zum Marktstart den 2.0 TDI bereit – mit Common-Rail-Technik und 140 oder 170 PS. So richtig langsam ist man damit auch nicht unterwegs: Der Top-Selbstzünder schafft den Prestigesprint in 8,6 Sekunden, und die kleinere Variante bleibt ebenfalls unter zehn Sekunden.
Ein neues Fahrwerk schafft den Spagat zwischen Komfort und Sport
Für den guten Kompromiss zwischen sportlich ambitionierter Querdynamik und komfortablem Dahingleiten spendieren die Wolfsburger dem Passat CC ein neues Fahrwerk. Die DDC (Dynamic Drive Control) getaufte Technik ist serienmäßig bei allen Versionen ab 170 PS an Bord des viertürigen Coupés und bietet die drei Fahrprogramme "Sport", "Normal" und "Comfort". Interessant vor allem die Stufe "Normal", bei dem der Computer die elektrisch verstellbaren Dämpfer permanent dem Fahrbahnzustand und der Fahrsituation anpasst. VW verspricht, damit den Zielkonflikt zwischen sportlich straffer und komfortabler Auslegung des Fahrwerks gelöst zu haben. Im Modus "Comfort" soll die Dämpfungscharakteristik gar der des Phaeton entsprechen.Apropos Phaeton: Innen soll es den Passagieren des Passat CC wie den Insassen des luxuriösesten Wolfsburgers an nichts fehlen. Die vier Einzelsitze des Coupés verfügen in der ersten Reihe über eine Klimatisierungsfunktion, wie sie bei VW bisher nur der Oberklasse-Limousine vorbehalten war. Am Arbeitsplatz des CC vertrauen die Designer weitestgehend der bewährten Passat-Optik, neu konzipiert hingegen wurden der komplette Fond, die Instrumente, die Steuerung der serienmäßigen Klimaanlage, die Lenkräder und die Türverkleidungen. Für die individuelle Gestaltung des Interieurs stehen jetzt unter anderem Dekore in Echtholz oder aus gebürstetem Aluminium zur Auswahl. Ebenfalls neu: Licht in den Türen, das als "Ambiente-Paket" vor allem nachts für eine angenehme Athmosphäre sorgen soll. Aber viel wichtiger für die gepflegte Reise zu viert ist die Tatsache, dass 535 Liter ins Coupé-Heck passen.

































