Weltweite Autoproduktion

Polk-Studie zur weltweiten Autoproduktion Polk-Studie zur weltweiten Autoproduktion

Weltweite Autoproduktion

— 07.04.2009

VW überflügelt Amis

Die weltweite Autoproduktion wird 2009 um fast ein Fünftel einbrechen. Weil die amerikanischen Hersteller schwächeln, rückt der VW-Konzern zur Nummer zwei hinter Toyota auf.

VW hat das ehrgeizige Ziel ausgegeben, der größte Autobauer der Welt zu werden. Bereits in diesem Jahr kommt der Konzern mit seinen Marken Volkswagen, Audi, Bentley, Lamborghini, Seat, Skoda sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge diesem Ziel einen großen Schritt näher. Laut dem Essener Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Polk überflügelt das Unternehmen 2009 die Konkurrenten General Motors und Ford. Dabei werde VW nicht etwa mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bauen als im Vorjahr, sondern weniger stark einbrechen als die extrem von der Konjunkturkrise gebeutelten US-Hersteller. Der Nachfrageeinbruch am nordamerikanischen Markt führt dazu, dass die Autokonzerne GM (31 Prozent) und Ford (22 Prozent) die größten Produktionsrückgänge verzeichnen müssen. Weil VW mit seinen Töchtern in den USA nur eine untergeordnete Rolle spielt, in China aber stark vertreten ist, erwarten die Analysten 2009 einen weniger heftigen Produktionsrückgang um 15 Prozent. Genug für Platz Zwei in der Rangliste hinter Toyota.

Schwellenländer auf dem Vormarsch

Nach dem Produktions-Einbruch 2009 soll es im kommenden Jahr wieder bergauf gehen.

Die erwarteten Zahlen für 2009 sind besorgniserregend: Die weltweite Produktion von Pkw sowie leichten Nutzfahrzeugen wird 2009 laut Polk um voraussichtlich 19 Prozent auf 52,8 Millionen Einheiten sinken. Das sind zwölf Millionen Fahrzeugen weniger als 2008 und bedeutet die geringste Produktion seit 1998. Besonders drastisch fällt der Produktionseinbruch in Nordamerika aus: Die NAFTA-Staaten werden nahezu ein Drittel weniger Fahrzeuge produzieren als im Vorjahr. Die Fahrzeugproduktion in Westeuropa wird 2009 im Gleichschritt zur weltweiten Fertigung verlaufen, weniger stark soll die Produktion in den Schwellenmärkten Osteuropas und Asiens ausfallen. Demnach werden 2009 etwa 47 Prozent aller Fahrzeuge im Raum Asien-Pazifik/Mittlerer Osten produziert, 22 Prozent stammen aus westeuropäischen Werken. Der Raum NAFTA hat nur noch einen Anteil von 17 Prozent und hat damit binnen zwölf Jahren 13 Prozent eingebüßt.

Für 2012 prognostiziert Polk wieder Produktionsrekorde

Die Krise spült VW auf Platz zwei im weltweiten Ranking.

Laut Polk soll 2010 die Nachfrage wieder wachsen, entsprechend wird die Produktion wieder ansteigen. Die stärksten Wachstumsraten sind für 2011 und 2012 zu erwarten, wobei im Jahr 2012 ein neues Rekordniveau von mehr als 70 Millionen Fahrzeugen erreicht werden kann. Die Nachfrage wächst bis dahin noch weiter in den Schwellenmärkten Asiens, Osteuropas und Lateinamerikas. "Die weltweite Automobilkrise reißt jeden Hersteller mehr oder weniger mit in den Strudel. Die für 2010 erwartete allmähliche konjunkturelle Erholung wird dringend benötigt, um Zusammenbrüche bei Komponentenherstellern und Fahrzeugproduzenten zu vermeiden", so das Fazit der Marktforscher von Polk.

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