GM will Opel nicht verkaufen

Wende im Opel-Drama

— 03.11.2009

GM will Opel behalten

Wende im Poker um Opel: General Motors will den Autobauer doch nicht mehr an Magna verkaufen. "NewOpel" ist damit vom Tisch, Hessens Ministerpräsident Koch fordert die Rückzahlung des Milliardenkredits.

(dpa/jkt) Paukenschlag im Poker um Opel: Der US-Autobauer General Motors (GM) will Opel nach neusten Informationen nun doch nicht verkaufen. Dies beschloss der GM-Verwaltungsrat am Dienstag (03.11.2009) in Detroit, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Verhandlungskreisen erfuhr. GM bestätigte dies. Im September hatte das Gremium noch den Verkauf von 55 Prozent der Opel-Anteile an den Autozulieferer Magna und dessen Partner Sberbank empfohlen. Die EU-Kommission hatte Bedenken angemeldet und GM aufgefordert, die Entscheidung zu überdenken.

Hier geht es zur Geschichte der Adam Opel GmbH

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zeigte sich "sehr betroffen und zugleich verärgert" über die Entscheidung von General Motors. "Angesichts der negativen Erfahrungen der letzten Jahre mit der Unternehmenspolitik von GM mache ich mir große Sorgen um die Zukunft des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze", sagte Koch in einer ersten Stellungnahme. Er erwarte, dass GM den Brückenkredit fristgemäß zum 30. November zurückzahle, "damit der deutsche Steuerzahler keinen Schaden nimmt".

Opel-Belegschaft hatte Weg für Magna freigemacht

Bitter für die Opel-Beschäftigten: Im Poker um den Opel-Verkauf hatten sich die Arbeitnehmer und der künftige Käufer Magna bereits auf den Sanierungsbeitrag der Belegschaft geeinigt. Die Mitarbeiter sollten über Lohnverzicht jährlich 265 Millionen Euro einbringen, hatte der Gesamtbetriebsrat am Dienstag (3. November 2009) in Rüsselsheim kurz vor der Entscheidung des GM-Verwaltungsrats mitgeteilt. Dafür sollten die Beschäftigten zehn Prozent der Anteile an "NewOpel" erhalten und künftig stimmberechtigt sein. Die Einigung war eine Voraussetzung dafür, dass Opel an den Zulieferer Magna hätte verkauft werden können. Sie galt nach Betriebsratsangaben nur für eine Opel-Übernahme durch Magna.

Blick zurück: 100 Jahre Opel-Geschichte

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.