Weniger Kunden bei Tankstellenshops

Weniger Kunden bei Tankstellenshops

Weniger Kunden bei Tankstellenshops

— 09.04.2003

Teuro-Tankwart vergrault Käufer

Schlechte Zeiten für Tankstellenshops: Gelockerte Ladenschlusszeiten und hohe Preise bremsen die Kauflust der Kunden.

Für Deutschlands Tankstellenshops sind anscheinend die goldenen Jahre vorbei. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Haushalte, die an Tankstellen einkaufen, von 20,8 Prozent auf 19 Prozent. Der niedrigste Wert seit 1997, so die Konsumforscher von A.C. Nielsen. Schuld am schwindenden Kaufinteresse ist unter anderem der gelockerte Ladenschluss. Wenn Discounter wie Aldi oder Lidl ebenfalls länger öffnen, verkneift sich mancher den Impulskauf am Tankstellenshop zu später Stunde. Zumal dieser oft ziemlich teuer kommt.

Euro gleich Teuro: Diese Gleichnung trifft laut Nielsen besonders auf die Zapfstellenshops zu. Im Jahr 2001 kosteten alkoholfreie Getränke und Süßwaren an Tankstellen im Schnitt 32 Prozent mehr als im Supermarkt um die Ecke. Im vergangenen Jahr lag die Differenz sogar bei 48 Prozent.

Diese Preispolitik schreckt selbst Intensivkäufer ab. Und gilt erst recht dann als ziemlich uncool, wenn Geiz gerade geil ist. Somit dürfte das Umsatzhoch von acht Milliarden Euro im Jahr 2002 für die Tankstellenshops in diesem Jahr schwer zu knacken sein. Es sei denn, Aral & Co. denken über ihre Preispolitik nach. Ansonsten wird auch der vorhergesagte Abbau der Supermärkte in Deutschland von derzeit rund 65.000 auf etwa 58.000 im Jahr 2010 den Zapfsäulen nicht viel nutzen. Wer zahlt schon gern für eine Flasche Cola drei Euro?

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