Werbung als Unfallfalle
Riskante Reklame

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Große Werbetafeln spülen viel Geld in die Kassen von Städten und Gemeinden. Doch manchmal behindern sie die Sicht und werden zur echten Gefahr im Verkehr.
Auf den Schuldenbergen von Städten, Kommunen und Gemeinden wächst was. Reklametafeln, riesengroß. An Bushaltestellen, Hauswänden – und am Straßenrand. Denn das bringt Geld: Eine Woche Werbung auf 203 Tafeln in Berlin – jede neun Quadratmeter groß – kostet rund 100.000 Euro. Doch mit der Werbung an der Straße steigt auch das Unfallrisiko. Natürlich ist das Aufstellen der Werbetafeln gesetzlich geregelt. In Köln prüft die Verwaltung mindestens sechs Wochen, ehe eine neue Tafel an einer großen Kreuzung stehen darf. In Hamburg entscheiden das jeweilige Bezirksamt, das zuständige Polizeikommissariat und die Verkehrsdirektion, in einigen Fällen sogar das Grünflächenamt, der Stadtbildpfleger und das Denkmalschutzamt. Dennoch hat der Autofahrer und damit die Sicherheit im Straßenverkehr vielerorts das Nachsehen. Denn allein in wenigen Kilometern Umkreis um die AUTO BILD-Redaktion finden sich viele Beispiele für Werbeflächen, die trotz vorschriftsmäßiger Genehmigung schlicht die Sicht rauben.
Sicherheit: Diese Weste rettet Leben

Carsten Willms vom ADAC Hansa in Hamburg: "Wir bekommen regelmäßig Beschwerden unserer Mitglieder."
Bild: ADAC
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