Werdegang von Michael Macht — 23.07.2009

Was Macht machte

Porsche hat einen neuen Chef. Michael Macht übernimmt das Ruder in der Sportwagenschmiede. Bisher war der studierte Maschinenbauer und Ziehsohn Wiedekings für die Bereiche Produktion und Logistik zuständig.

(dpa/lh) Michael Macht gilt als Ziehsohn von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Der 48-jährige Schwabe ist gemeinsam mit dem Westfalen die Karriereleiter bei Porsche hinaufgestiegen. Nach einem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart und einer Tätigkeit beim Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation wechselte Macht in die Wirtschaft. Bei Porsche wurde er 1990 Fachreferent für Motorenplanung. Der damalige Produktionschef Wiedeking erkannte schnell die Begabung Machts bei der Arbeitsorganisation und machte ihn zu seinem Referenten. Als Wiedeking 1992 in rauen Zeiten das Ruder bei dem Stuttgarter Nobelhersteller übernahm, wurde Macht wieder seine rechte Hand.

Verschlankung der Produktion

Gemeinsam nahmen die beiden die "schlanke Produktion" japanischer Autofirmen unter die Lupe, die sie nicht nur im Porsche-Stammwerk Zuffenhausen einführten, sondern auch bei den Zulieferern. Die Produktivitätssprünge beim Umbau der Fertigung verblüfften nicht nur die eigene Mannschaft. Sie machten auch potenzielle Kunden hellhörig. Aufgrund deren Anfragen entwickelte sich 1994 die Porsche Consulting GmbH in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) unter Führung von Michael Macht. Die Firma sollte die Erfahrungen beim Umbau des Stuttgarter Unternehmens vermarkten; nach früheren Angaben verzehnfachte sich der Umsatz dieser hochprofitablen Tochterfirma innerhalb von vier Jahren fast auf 6,6 Millionen Euro. Unter den Kunden waren so hochkarätige wie VW und DaimlerChrysler.

Bisher zuständig für Produktion und Logistik

Mit diesem Erfolg im Rücken stieg der 48-Jährige Macht, sicherlich zur großen Zufriedenheit seines Förderers Wiedeking, Anfang Juni 1998 in den Vorstand des Unternehmens auf. Dort steuerte er seitdem
Produktion und Logistik.

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