"stop+go"

Werkstattketten

— 15.02.2008

VW greift Pit-Stop und Co an

In den Werkstättenmarkt kommt Bewegung. Volkswagen will ältere Autos mit einem bundesweiten Netz in eigene Discount-Betriebe lotsen. Der Name: "stop+go".

Mit einer eigenen Werkstattkette und niedrigen Preisen will VW die Schnellschrauber von Pit-Stop (circa 400 Filialen) und A.T.U (circa 660 Betriebe) angreifen. Der Testbetrieb von sechs "stop+go"-Filialen in Berlin steht kurz vor dem Abschluss. Seine Auswertung soll in den kommenden Wochen Erkenntnisse darüber liefern, ob und wie die Wolfsburger ab Frühjahr 2008 ein bundesweites Netz mit rund 300 Betrieben gestalten könnten. Derzeit gibt es neben 69 VW-Filialen lediglich die sechs stop+go-Betriebe des Berliner Testmarktes. Sollte die Entscheidung zugunsten der neuen Kette fallen, zielt sie auf Autos ab, die acht Jahre und älter sind. Denn deren Halter machen bislang einen großen Bogen um die teuren Vertragswerkstätten – und lassen sich lieber bei den Discountern der Branche helfen.

Um einen spürbaren Teil des großen Reparaturgeschäftes abzubekommen, seien mindestens 200 Filialen nötig, schätzt die Konkurrenz. Die rund 40.000 Werkstätten in Deutschland teilten zuletzt rund 42 Milliarden Euro Umsatz untereinander auf. Mit Margen von zwei bis 4,5 Prozent ist der Markt allerdings eher renditeschwach.
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