Werkstatt-Wucher

Werkstattrechnung: Achtung, Abzocke

— 17.11.2010

Wenn die Rechnung zu hoch ist

Für Laien ist es fast unmöglich, die Werkstattrechnung genau zu überprüfen. Es gibt Betriebe, die nutzen genau das aus. Wir verraten, wo Fallen lauern und wie Sie die typischen Schummeleien umgehen.

Auch kleine Reparaturen konnen teuer werden. Wenig überraschend, schließlich kostet der Mechaniker im Schnitt 85 Euro pro Stunde. Da kommen schnell ein paar hundert Euro zusammen. Aber oft schwingt ein ungutes Gefühl mit: Ist die Rechnung wirklich korrekt? Skepsis scheint angebracht, wie die AUTO BILD-Werkstatt-Tests in der Vergangenheit oft zeigten. An welchen Stellen schwarze Schafe unter den Werkstätten gern mal zu viel kassieren, lesen Sie hier. Motoröl: Beim Wechsel verbleibt immer Restöl im Motor. Deshalb muss der Mechaniker nicht die volle Menge nachfüllen. Trotzdem findet sich auf der Rechnung die theoretische Maximal-Menge.
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Ein Werkstattbesuch kann teuer werden. Ärgerlich wird es, wenn mehr auf der Rechnung steht, als tatsächlich geleistet wurde.

Noch ein Problem: Es wird eine teurere Ölqualität als nötig aufgefüllt, das steigert den Gewinn der Werkstatt. Regensensor: Laut Werkstatt muss der geklebte Regensensor beim Scheibentausch ebenfalls gewechselt werden. Kosten: rund 50 Euro. Oft unnötig, der alte Regensensor lässt sich meistens von der alten Windschutzscheibe lösen, an die neue kleben. Scheibenwasser: Die Werkstatt behauptet, den Behälter mit (teurem) Zusatz befüllt zu haben. In Wirklichkeit fehlte aber kein Wischwasser. Inspektion: Wartungspunkte, die zum normalen Inspektionsumfang gehoren, werden doppelt abgerechnet. Beispiel: Bremsenprüfung oder gar Probefahrt als kostenpflichtige Extra-Position.

So wehren Sie sich gegen Werkstattpfusch

Kleinteile: In der Rechnung findet sich ein Posten Kleinteile bzw. Verbrauchsmaterial, ohne dass erklärt wird, was verbraucht wurde. Nicht nachvollziehbare Rechnungspositionen konnen Sie streichen. Instandsetzen: Ob Lichtmaschine, Anlasser oder Getriebe – vieles am Auto lässt sich reparieren. Heute wird aber überwiegend gegen ein teures Neuteil getauscht. Reparaturumfang: Mehr als nötig: Obwohl zum Beispiel nur eine Dichtung fur die Leckage verantwortlich ist, taucht in der Rechnung ein teurer kompletter Dichtungssatz auf.
Bernd Volkens

Bernd Volkens

Fazit

Drei Punkte schützen vor einer zu hohen Rechnung: • Den Arbeitsumfang vorher festlegen, bei Mehraufwand einen Rückruf verlangen. • Ausgetauschte Teile nach der Reparatur zeigen lassen. • Am Ende die Rechnungspositionen mit dem Meister am Auto durchgehen.

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