Wieder Qualitätsprobleme im VW-Konzern

Wieder Qualitätsprobleme im VW-Konzern

— 05.02.2003

Rückruf für 850.000 Autos

Der VW-Konzern muss insgesamt 850.000 Autos zurückrufen. Grund: schadhafte Zündspulen.

Die Kette millionenschwerer Qualitätsprobleme bei VW reißt nicht ab. Nur knapp zwei Wochen nach Anlauf der Aktion zur Beseitigung der Frost-Probleme bei Lupo und Co (AUTO BILD deckte den Skandal auf) rufen die Wolfsburger 850.000 Fahrzeuge zurück. Betroffen sind Modelle von VW, Audi, Skoda und Seat mit 1,8-Liter-Turbomotoren, V5-, V6- sowie W8-Motoren (Modelljahre 2001 und 2002 sowie Anfang 2003), teilte VW mit. Damit müssen diesmal auch leistungsstarke Luxus-Modelle (Passat W8, Audi A8) in die Werkstätten. Die Kosten dürften nach Experten-Schätzungen im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Grund für die "Servicemaßnahme" (O-Ton VW) sind schadhafte Zündspulen "durch einen Qualitätseinbruch bei einem Zulieferteil". Ihr Ausfall kann laut VW einen Zylinder lahm legen. Dann laufe der Motor unrund und verliere Leistung. Außerdem leuchte am Armaturenbrett eine Warnlampe. Dann müsse die Werkstatt aufgesucht werden. Offenbar hat VW aber Probleme, neue Zündspulen in ausreichender Zahl zu beschaffen: "Sobald Ersatzteile in ausreichender Stückzahl verfügbar sind, werden die betroffenen Kunden informiert", heißt es in der VW-Mitteilung.

Vor kurzem hatte VW erst nach erheblichem Druck von AUTO BILD die Notbremse gezogen, als bei Frost zahlreiche kapitale Motorschäden durch Eisbildung im Ölkreislauf auftraten. Die anfälligen Aluminium-Motoren waren seit 1997 in eine Million Autos eingebaut worden, davon 500.000 in Deutschland verkaufte Fahrzeuge. Auch hier werden die Kosten nach Schätzungen im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Sie seien aber durch Rückstellungen für Gewährleistungen gedeckt und würden deshalb nicht ergebniswirksam.

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