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Wiederverkauf

— 28.08.2008

ESP ist Pflicht

ESP ist ein lebenswichtiges Sicherheitssystem. Das begreifen immer mehr Autofahrer. Beim Kauf eines Neuwagens sollte der Schleuderschutz mitbestellt werden, sonst stockt der Wiederverkauf.

Nach EU-Plänen sollen ab 2012 alle Neuwagen mit dem elektronischen Schleuderschutz ESP ausgestattet sein. Aber bereits jetzt sollten Neuwagenkäufer nicht nur aus Sicherheitsgründen nicht auf ESP verzichten. Denn spätestens beim Wiederverkauf könnte sich das Fehlen des Schleuderschutzes als echte Bremse erweisen. "Gebrauchte Fahrzeuge ohne ESP werden in Zukunft schlechter wieder an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen sein und mit höheren Wertverlusten gestraft werden", erklärt Martin Verrelli Geschäftsführer von EurotaxSchwacke. Die Restwert-Spezialisten haben mehr als 5000 Neuwagentypen näher auf ESP durchleuchtet. 83 Prozent haben derzeit laut Schwacke serienmäßig ein Stabilitätsprogramm an Bord.

Kleinwagen haben Nachholbedarf

Die Oberklase oder die Obere Mittelklasse verfügen mittlerweile zu 100 Prozent über ESP. Auch Großraumlimousinen, die Mittelklasse (97 Prozent) und die Kompaktvans (96 Prozent) liegen in Sachen ESP mit ihrer serienmäßigen Einbaurate gut im Rennen. Doch je billger die Fahrzeuge werden, desto schwächer die ESP-Ausrüstungsquote, obwohl dort besonders viele Familien und Fahranfänger unterwegs sind. Bei den Kleinstwagen sind lediglich 37 Prozent serienmäßig mit einem Stabilitätsprogramm ausgestattet. Bei weiteren 27 Prozent kann ESP gegen Aufpreis bestellt werden, die Kosten beziffert Schwacke auf 300 bis 750 Euro. Für 36 Prozent der Stadtflöhe ist ESP gar nicht verfügbar.

Ausstattung verliert mehr an Wert als das Auto

Ein wenig besser sieht es bei den Kleinwagen und den Microvans aus. Hier ist lediglich bei 15 Prozent beziehungsweise 14 Prozent der Fahrzeuge kein Schleuderschutz erhältlich. Generell bezeichnet Schwacke Ausstattungsfeatures als Vorteil, soweit sie nützlich und sinnvoll sind, obwohl sie schneller an Wert verlieren als das Auto selbst. So erzielen drei Jahre alte Gebrauchte durchschnittlich 48 Prozent ihres Neuwertes beim Wiederverkauf, die Extras jedoch nur zwischen 20 und 40 Prozent ihres Anschaffungswertes. Am höchsten werden beim Wiederverkauf Komfort- und Sicherheitsfeatures honoriert. Sind sie nicht an Bord, ist das Fahrzeug nahezu unverkäuflich.

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