Achtung Wildwechsel

Wildunfall-Statistik 2010

Bambi lebt gefährlich

2010 starben auf deutschen Straßen fast 240.000 Wildtiere. Die meisten Tiere kamen in Bayern ums Leben, am häufigsten traf es Rehe. Im Herbst wird's wieder gefährlich.
In den kommenden Wochen ist besondere Vorsicht vor Wildwechseln geboten: 2010 verloren bundesweit 238.823 Wildtiere ihr Leben auf der Straße. Das belegt die Unfallstatistik des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV). Am häufigsten traf es Rehe, 214.000 starben 2010 im Straßenverkehr – eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber 2009. Bei Schwarzwild und Rotwild seien die Zahlen um bis zu 43 Prozent zurückgegangen. Die dennoch hohen Unfallzahlen weisen laut DJV auf anhaltende Zerschneidung der Lebensräume und zunehmende Verkehrsdichte hin. In Bremen verendeten die wenigsten, in Bayern die meisten Tiere.

Fragen und Antworten

Die zunehmende Verkehrsdichte macht auch den Waldbewohnern zu schaffen.

Auch für Autofahrer kann der Wildwechsel zur tödlichen Falle werden. Abrupte Brems- und Ausweismanöver enden auf nasser Straße schnell am Baum oder auf der Gegenfahrbahn. Aber wann ist die Gefahr des Wildwechsels eigentlich am größten? Und lohnt es sich grundsätzlich auszuweichen – auch wenn ein Hase vors Auto hoppelt? Nachfolgend liefern wir die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Wildwechsel.

Achtung, Wildwechsel!

Warum überqueren Wildtiere die Straßen?

Wild durchstreift sein Revier auf bestimmten, eigenen Pfaden. Kreuzt eine Straße diese Wildwechsel, wird sie ohne Vorsicht überquert. Jetzt im Herbst, ...

Warum überqueren Wildtiere die Straßen?

... von September bis November, sind Wildtiere während der Morgen- und Abenddämmerung besonders aktiv.

Wann und wo droht die größte Wildwechsel-Gefahr?

Besonders viele Unfälle gibt es in der Dämmerung. Also zwischen vier und sieben Uhr morgens und von 17 bis 23 Uhr. Mit 40 Prozent ereignen sich ...

Wann und wo droht die größte Wildwechsel-Gefahr?

... die meisten Wildunfälle auf Waldstrecken, mit 33 Prozent gefolgt von Straßen durch Felder.

Wie kann das Risiko eines Wildunfalls gesenkt werden?

Warnschild "Wildwechsel" unbedingt ernst nehmen! Dazu vom Gas gehen und beide Straßenränder im Auge behalten. Bei auftauchendem Wild abbremsen, aufblenden, hupen. Vorsicht: Die Tiere kommen oft im Rudel.

Warum sind Wildunfälle so gefährlich?

Dabei spielt das Tempo die entscheidende Rolle. Je schneller das Fahrzeug, desto höher das Aufprallgewicht der Tiere. Zudem verlängert sich der Bremsweg, es bleibt weniger Reaktionszeit.

Was ist besser: draufhalten, bremsen oder ausweichen?

Blitzentscheidung: Kleinwild (Hase, Fuchs) auszuweichen, ist oft riskanter als der Zusammenprall. Schwieriger ist die Entscheidung bei größeren Tieren. Brandgefährlich: Beim Ausweichmanöver ...

Was ist besser, draufhalten, bremsen oder ausweichen?

... drohen Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr oder Bäumen am Straßenrand – im Zweifel also besser eine Vollbremsung hinlegen.

Was muss getan werden, wenn es gekracht hat?

Unfallstelle absichern, um Verletzte kümmern. Auch bei reinen Blechschäden unbedingt die Polizei informieren, Bescheinigung ausstellen lassen.

Wer zahlt Schäden am Auto?

Die Teilkasko. Das gilt auch für Schäden durch Ausweichmanöver, im Versicherungsdeutsch "Rettungskosten". Sofern glaubhaft ist, dass durch das Ausweichen schlimmere Schäden vermieden wurden. Wenn es also ...

Wer zahlt Schäden am Auto?

... zu Schäden durch Ausweichmanöver kommt, bei denen das Wild unversehrt blieb, sind gegebenenfalls Augenzeugen nötig.

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