Winter-Tipps — 23.11.2010

Tipps gegen Rost und Frost

Vor dem ersten Wintereinbruch wird es höchste Zeit, das Auto frostsicher zu machen! autobild.de verrät alle Tipps, damit Ihr Auto sicher durch die kalte Jahreszeit kommt.

Dauerfrost und Schnee machen Kinder glücklich, für Autofahrer ist der Winter eher unangenehm. Nur wer sein Auto gründlich auf die frostige Jahreszeit vorbereitet, erlebt keine bösen Überraschungen. Winterreifen mit ausreichend Profil sind montiert, Kühl- und Scheibenwaschwasser vor Frost geschützt, die Batterie strotzt vor Saft? Oder etwa nicht? Dann wird es Zeit für einen Winter-Check. Ein paar Handgriffe garantieren sichere Fahrt durch den Winter. Außerdem verlängert gründliche Pflege das Leben Ihres Autos. Wussten Sie, dass eine verbrauchte Batterie einfrieren und platzen kann? Dass das Kühlergewebe rissgefährdet ist, wenn nicht genug Frostschutz im Wasser zirkuliert? Was passiert, wenn die Scheibenwaschanlage nicht vor Frost geschützt ist, haben viele schon erlebt.

Wichtigste Winter-Vorsorge: Das Ausspindeln des Frostschutzes im Kühlmittelkreislauf.

Scheinwerfer, Heizungsgebläse, Heckscheibenheizung und weitere elektrische Verbraucher sind im Winter im Dauerbetrieb. Kommt dazu noch viel Kurzstrecke, reicht die Leistung der Lichtmaschine nicht mehr zum Nachladen der Batterie. Ergebnis: Der Stromspeicher wird immer schlapper und versagt irgendwann ihren Dienst – der Motor springt nicht mehr an. Ist der Akku einmal entladen, hilft nur die Stromspende mit einem Ladegerät oder eine längere Fahrt, um nachzuladen. Ladegeräte gibt es ab rund 30 Euro im Zubehörhandel, Überbrückungskabel ab 15 Euro. Reicht der Frostschutzanteil im Kühlmittel nicht aus, kann der Wasserkreislauf des Motors einfrieren, im schlimmsten Fall kann der Motorblock reißen. Aber auch bei Plusgraden ist Frostschutz als Korrosionsschutz nötig. Vorsicht: Bei der Wahl des Frostschutzmittels auf die Herstellerfreigabe achten. Eine Mischung mit ungeeigneten Mitteln kann den Kühlkreislauf beschädigen. Mit einer Frostschutzspindel wird der Gefrierpunkt der Kühlmittels geprüft, notfalls ergänzt. Eine Frostschutzspindel gibt es ab sechs Euro, ein Liter Frostschutz ab fünf Euro im Zubehörhandel.

Hier finden Sie alle Winterreifentests

Wer im Winter Spiritus in die Scheibenwaschanlage füllt, blickt ab minus 14 Grad nicht mehr durch, denn Spiritus geliert.

Wer im Winter mit Sommerreiniger in der Scheibenwaschanlage fährt, riskiert das Einfrieren der Scheibenwaschanlage. Gerade Fahrten auf matschigen Autobahnen können mit verdreckter Scheibe schnell im Blindflug enden. Im schlimmsten Fall nehmen Wasserbehälter und -pumpe Schaden. Bei Plusgraden sollte der Sommerreiniger verbraucht und durch Winterzusatz ersetzt werden. Die Wischwassermischung auf minus 20 Grad einstellen. Winter-Scheibenreiniger aus dem Zubehörhandel ist ab drei Euro zu haben. Nicht zu empfehlen: Spiritus als preiswerter Ersatz für Winter-Scheibenreiniger. Ab minus 14 Grad wird Spiritus zu Gelee, die Wasserleitungen und Waschdüsen verstopfen, die winterliche Autofahrt endet im Blindflug.







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Steffi Leder
22.11.2011, 16:16Uhr

Dürfen denn Nebelschlussleuchten im Winter bei Nebel auch in der Stadt abgemacht werden? Sonst heisst es ja immer ausserhalb der Stadt bei 50m Abstand, so wie in dem Artikel:
http://www.cars4girls.de/sicherheit/zehn-tipps-fur-die-kalte-jahreszeit/#more-769
In München an der Isar ist es in den letzten Tagen zum Beispiel total nebelig und viele haben die Nebelschlussleuten an?!
Wer morgens nicht Kratzen will sollte sich diese silberne "Scheibenbedeckungsfolie" kaufen...Das funktioniert total super!

Andi
14.10.2010, 09:23Uhr

@Autopfleger: richtiges Unterbodenschutzwachs hält über jahre und wird nicht vom regen davongewaschen.
es sollte jeder zusätzlich zur ab werk rostvorsorge sein auto mit wachs versiegeln lassen.
man hats beim golf 2 gesehen, das ding war praktisch unzerstörbar.

@JayJay88: wenn die Batterie nicht ganz voll ist, dann fährst du entweder zuviel kurzstrecken, oder deine Lichtmaschine arbeitet nicht mehr 100%.

Autopfleger
21.01.2010, 14:13Uhr

Ich arbeite bei einem Kfz-Aufbereiter. Sowohl die Radkästen als auch der Unterboden werden in unserem Betrieb gründlich mit dem Hochdruckreiniger (heißes Wasser mit Vorreiniger) behandelt. Moderne Fahrzeuge haben keine äußere Wachsschicht mehr, es sei denn, das Auto wurde nachträglich hohlraumversiegelt bzw. am Unterboden eingewachst. Ist dies der Fall, wird das Wachs bei Regenfahrten im Laufe der Zeit sowieso abgewaschen. Fest steht: Das Salz muss runter!

Zenner
17.01.2010, 00:54Uhr

Dampfstahler am Unterboden? ...Nun wenn man unbedingt die Wachsschicht entfernen will - bitte sehr.

JayJay88
06.01.2010, 12:51Uhr

Die Autobatterie sollte zudem einmal im Monat mit Landstrom und geeignetem Ladegerät geladen werden. Eine fast voll geladene Batterie merkt sich langfristig "fast voll" als "ganz voll". (vgl. Memmory-Effekt bei NiCd) Ein unnötiger Teufelskreis, in dem die Kapazität einer Batterie schleichend immer weiter sinkt. Da eine Batterie je voller sie wird, umso weniger Ladestrom annimmt, muss zum volladen mindestens 12 Stunden am Stück Ladespannung anliegen. Die Ladung mit der Lichtmaschine reicht auch bei einer längeren Autobahnfahrt nicht aus. Zum Teufel mit demjenigen der über 12h am Stück fährt...!

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