Winterreifen 205/55R16 in H- und V

Winterreifen-Test Winterreifen-Test

Winterreifen 205/55R16 in H- und V

— 18.02.2002

Wer kommt am besten in die Hufe?

Schnell und trotzdem sicher durch den Winter. Früher undenkbar. Heute Pflichtprogramm für moderne Reifen. 17 Wintersprinter im Test.

Mit 240 Sachen durch den Winter

Für den schnellen Wintereinsatz gibt es jetzt den M+S-Reifen in der Geschwindigkeitsklasse "V". Mit einer zugelassenen Spitze von 240 km/h bringt er selbst Oberklassewagen mit Maximaltempo durch den Winter — solange es trocken ist. Damit die V-Reifen dieses Tempo verkraften, verringerten die Ingenieure bei ihnen die Anzahl der Lamellen oder die Tiefe der Einschnitte. Vermindert das auch ihre Schneetauglichkeit? Und umgekehrt: Lässt sich damit auch ihr Bremsverhalten verbessern?

Zur Beantwortung dieser Fragen treten im diesjährigen Winterreifentest vier der neuen Wintersprinter (Continental, Dunlop, Pirelli, Vredestein) gegen 13 aktuelle Winterreifen mit dem Geschwindigkeitsindex H (bis 210 km/h) an.

Unser Test beginnt mit einer Überraschung: Beim Bremsen auf festgefahrener Schneedecke kommt unser Testwagen, ein Mercedes C 200 Kompressor, ausgerechnet mit dem Schnellläufer von Dunlop am schnellsten zum Stehen. Die Konkurrenten von Conti, Dunlop und Vredestein belegen, wie erwartet, die hinteren Plätze.
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Bei der Traktionsmessung, bei der es um das Übertragen einer möglichst großen Zugkraft auf die Antriebsräder geht, zeigen die H-Winterreifen ihre (Lamellen-)Zähne, allen voran und mit deutlichem Abstand der 210 SnowSport von Pirelli.

Bremsen auf Schnee

Als wintertauglich wie eine Badehose erweist sich hingegen der als Maßstab mitlaufende Sommerreifen. Auch auf der festgefahrenen Schneedecke rutscht der Mercedes mit ihm hilflos über die Vorderräder aus jeder Kurve, bleibt mit durchdrehenden Rädern an der ersten Steigung einfach stehen. Als Winterspezialisten mit sehr guter Seitenführung erweisen sich dagegen die H-Reifen von Conti, Pirelli und Uniroyal, auf dem Slalomparcours liefern sie Bestzeiten.

Doch schon wenn der Schnee schmilzt und in Bächen über die Fahrbahn läuft, bietet der Sommerreifen die meisten Sicherheitsreserven. Bei sieben Grad und weniger sollten Winterreifen eigentlich auch im Nassen Vorteile bringen. Ein frommer Wunsch der Marketingabteilungen, wie es scheint.

Beim Aquaplaning und auf dem Nasshandlingkurs geht der Sommerreifen von Conti bei fünf Grad souverän in Führung. Doch während die Winterreifen bei der Geräuschentwicklung und dem für den Spritverbrauch wichtigen Rollwiderstand aufgeholt haben, offenbaren sie beim Bremsen noch immer ihre größte Schwäche. Der beste M+S (Pirelli V) brauchte in unserem Vergleich auf nasser Piste für den Stopp aus Tempo 100 fast sechs Meter mehr als der Sommerreifen. Auf trockener Bahn kam der schlechteste (Toyo) gar erst elf Meter später zum Stehen.

Also: Verabschiedet sich der Winter, möglichst schnell wieder rauf mit den Sommerreifen. Damit liegen Sie auf der sicheren Seite.

Den kompletten Artikel samt Ergebnistabelle und Kaufempfehlung erhalten Sie zum Preis von 1,00 Euro über unser Heftarchiv. Klicken Sie auf diesen Link, und Sie gelangen zum Download-Bereich.

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