Winterreifen-Regelung

Polizei-Leitfaden zur Winterreifen-Regelung

Winterreifen-Regelung

— 17.11.2006

Bloß nicht durchdrehen!

Licht ins Dunkel: Mit klaren Richtlinien für die Polizei reagieren vier Bundesländer auf die schwammige Winterreifen-Regelung.

Nach dem Wirrwarr um die schwammige Winterreifen-Regelung schaffen die Bundesländer jetzt ein Stück Klarheit: In Richtlinien für die Polizei haben Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg erstmals festgelegt, unter welchen Umständen ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung vorliegt und wann ein Bußgeld fällig wird. Wichtigste Erkenntnis für die Autofahrer: Die Polizisten sollen nur dann einschreiten, wenn sie anhand des tatsächlichen Fahrverhaltens feststellen, dass die Bereifung eines Fahrzeuges nicht für die Wetterverhältnisse geeignet ist – wenn also beispielsweise beim Anfahren die Räder durchdrehen.

Wer vom Wintereinbruch überrascht wird, hat auch mit Sommerreifen nichts zu befürchten. Zumindest rechtlich.

Richtlinien bestätigen zudem, dass es keine generelle Winterreifenpflicht gibt. Das Innenministerium von Baden-Württemberg formuliert es so: "Es gibt allenfalls eine situationsbezogene oder situative Winterreifenpflicht. Dabei scheiden auch solche winterlichen Wetterverhältnisse aus, bei denen von vornherein nicht zu erwarten ist, dass sie zu problematischen winterlichen Straßenverhältnissen führen können." Mit anderen Worten: Wer von Eis und Schnee überrascht wird, muss keine Strafe zahlen. AUTO BILD rät bei frostigen Temperaturen dennoch zum Einsatz von modernen Ganzjahres- oder Winterreifen. Bei Routine-Kontrollen soll dagegen auf eine Ahndung verzichtet werden. In Kurzform heißt das: kein Schleudern – keine Strafe.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.