Wissmann VDA-Präsident

Wissmann VDA-Präsident

— 26.03.2007

Neuer Chef-Lobbyist

Der VDA hat in einer Sondersitzung den ehemaligen Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann einstimmig zum Präsidenten gewählt.

(dpa) Der CDU-Politiker und frühere Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann wird neuer Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Das VDA-Präsidium wählte Wissmann am Montag, 26. März 2007, in Berlin. Wissmann tritt sein neues Amt am 1. Juni 2007 an. Der 57-Jährige löst Bernd Gottschalk ab, der vor zwei Wochen nach Kritik an seiner Verbandsarbeit zurückgetreten war. Wissmann war bisher Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag. Er will sein Mandat bis zur Jahresmitte niederlegen. Der VDA hofft, mit dem neuen Präsidenten die politische Präsenz der wichtigsten deutschen Industriebranche in Berlin und Brüssel verbessern zu können.

Wissmanns Vorgänger Gottschalk hatte vor allem mit Vorwürfen zu kämpfen, in der jüngsten Debatte über den Beitrag der Autoindustrie zur Reduzierung klimaschädlichen CO2-Ausstoßes nicht genug auf die Brancheninteressen eingegangen zu sein. Gottschalk begrüßte die Entscheidung des VDA-Vorstands. "Ich freue mich, dass Matthias Wissmann meine Nachfolge als VDA-Präsident antritt. Ich kenne und schätze ihn seit vielen Jahren. Er verfügt über alle Fähigkeiten, die in diesem Amt gebraucht werden." Mit Wissmann erhalte der Verband jetzt zusätzlich eine starke politische Komponente.

Der VDA mit Sitz in Frankfurt am Main veranstaltet im September 2007 die weltgrößte Automesse IAA. Der Verband vertritt mehr als 500 Unternehmen der Auto- und Zulieferindustrie mit insgesamt über 750.000 Mitarbeitern. Dem Vorstand gehören Manager großer Autokonzerne und -zulieferer an. Der VDA-Präsident wird in der Regel alle zwei Jahre gewählt.

Autor: Jan Kretzmann

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