Stellplätze fürs Wohnmobil

Wohnmobil-Stellplätze: Wassersportler

Die besten Stellplätze für Wassersport-Fans

Surfen und Blobbing, Segeln und Paddel-Joggen: Das Sportangebot auf, im und unter Wasser ist vielfältig wie nie zuvor. Hier sind Wohnmobil-Stellplatz-Tipps von klassisch bis verrückt.
1.SYLT
Surfen

Sylt ist so etwas wie das deutsche Hawaii des Surfsports. In den frühen 50ern machten Rettungsschwimmer auf Rettungsbrettern, die zum Wellenreiten ziemlich ungeeignet waren, erste Stehversuche. In den 60ern gründeten die Wasserbrettpioniere den Surfing Club Sylt. Darum ist die Nordseeinsel so etwas wie die Wiege der deutschen Surfkultur. Noch heute gilt: Wer hier das Surfen oder auch das Windsurfen lernt, kann es auf der ganzen Welt. Die Bedingungen sind ideal, denn Sylt ist wellensicher. Anfänger starten ihr Leben auf dem Board am besten in einer Wassersportschule, zum Beispiel bei Südkap Surfing. Erfahrene Brettsportler können sich die Wellen aussuchen, die sie reiten möchten. Die Sylter Westküste ist ja lang genug.
Dünenstraße 333, 25996 Wenningstedt-­Braderup, Tel. 0 46 51­9 57 03 73, www.suedkap­-surfing.de, Preise: ab 65 Euro für einen zweistündigen Schnupperkursus, zehn Stunden für Anfänger ab 260 Euro.
Stellplatz Hörnum (19,6 Kilometer): Sylt mit dem Reisemobil ist eine Wissenschaft für sich. Denn der Syltshuttle der Bahn befördert nur kleine Wohnmobile bis sechs Meter Länge. Größere Womos müssen auf die Fähre ausweichen. Infos zum Syltshuttle unter 0 18 06­22 83 83. Auf der Insel stehen Camper in Hörnum gut. Das Gelände für 25 Mobile liegt geschützt in den Dünen vor einem Campingplatz. Die Ausstattung ist top, die nächste Welle nah: Surfer können das Meer vom Wohnmobil aus rauschen hören.
Zeltplatz, 25997 Hörnum, Tel. 0 46 51­8 35 84 31, www.hoernum.de, Preis: ab 10 Euro plus 4 Euro p. P.
2.GLÜCKSBURG
Segeln

Die Hanseatische Yachtschule (HYS) in Glücksburg ist die größte Segelschule Deutschlands. Jedes Jahr kommen mehr als 3000 Segler aus Deutschland, Europa und Übersee an die Flensburger Förde, um hier das Segeln zu lernen, sich zu verbessern oder einfach nur, um einen Jachttörn zu unternehmen. Einsteiger kreuzen zunächst in Sichtweite des Glücksburger Hafens, bevor es für größere Segelmanöver vorbei an den tückischen Untiefen der Halbinsel Holnis hinaus auf die Außenförde und zu benachbarten dänischen Inseln wie  Aerö geht. Die HYS wurde 1925 gegründet und gilt als die deutsche Segelakademie schlechthin. Das Segelrevier ist sehr abwechslungsreich und daher ideal für Einsteiger und erfahrenere Segler.
Hanseatische Yachtschule Glücksburg, Philosophenweg 1, 24960 Glücksburg, Tel. 0 46 31­6 00 00, www.dhh.de, Preisbeispiel: 190 Euro für ein dreitägiges Segel­-Schnupperwochenende.
Ostseecamp Holnis (6 Kilometer): Das Gelände ist mit Einzelwaschkabinen, Duschen, Kochgelegenheiten, Wasch-­ und Trockencenter, Stromanschlüssen sowie Ver-­ und Entsorgungsstation sehr gut ausgestattet. Auch die Lage ist 1A: Camper stehen fast direkt am feinen Sandstrand der Halbinsel Holnis.
An der Promenade 1, 24960 Glücksburg, Tel. 0 46 31­62 20 71, www.ostseecamp­-holnis.de, Preis: ab 18–28 Euro, je nach Saison und Stellplatzgröße.
3. NIENHAGEN
Rifftauchen

Klippenbarsche, Glasfische, Seesterne: Das "Hausriff" von Nienhagen lässt sich auch bei etwas stärkerem Seegang gefahrlos ertauchen und bietet tolle Einblicke in das Unterwasserleben vor der Ostseeküste. Im Gegensatz zu manchem tief unter Wasser liegenden Wrack wird das künstliche Riff von der Sonne beleuchtet – ein toller Anblick an schönen Tagen. Das rund 50.000 Quadratmeter große Riff wurde 2002 zu Forschungszwecken angelegt und besteht aus 1400 Betonelementen und 2500 Tonnen Natursteinen in zwölf Meter Wassertiefe. In dem künstlichen Lebensraum wimmelt es nur so von Fischen, die Zahl der Arten ist im Lauf der Jahre stark gestiegen. Vor Nienhagen sind mittlerweile wieder Köhler, Meeräsche, Seenadel und der Rote Knurrhahn heimisch. Ein Tauchgang (ab Yachthafen Hohe Düne) lohnt sich sehr.
Am Yachthafen, Hohe Düne, 18119 Rostock, Tel. 01 73­1 70 54 41, www.divecenter­-rostock.simdif.com, Preis: 35 Euro pro Person.

Stellplatz Elmenhorst (7,5 Kilometer): Das gepflegte Gelände an einem Gasthof bietet Platz für zwei Dutzend Mobile und eine gute Ausstattung. Neben V+E, Strom und WLAN gibt es Duschen, Toiletten, eine Grillstelle und die Möglichkeit zum Gasflaschentausch.
Gewerbeallee 3a, 18107 Elmenhorst, www.stellplatz-­elmenhorst.de, Tel. 01 71­9 83 34 43, Preis: 12 Euro.
4. RÜGEN
Tauchen auf dem Wrackfriedhof

Vor Mecklenburg-­Vorpommerns Küste schlummern schätzungsweise mindestens 1500 Schiffswracks auf dem Meeresgrund, nur jedes vierte ist bislang wissenschaftlich untersucht worden. Deutschlands größte Insel scheint geradezu von Havaristen verschiedener Epochen umzingelt zu sein, Rügen ist so et­was wie das Mekka der deutschen Wracktaucher. Vor der Küste liegen mehrere Fischkutter, dazu der stählerne Torso der "Hermann" sowie Reste der "Hamburg" und der Holzschute "Förster". Rügen ist außerdem letzte Ruhestätte des dänischen Gaffelschoners "Harald" und eines englischen Bombers vom Typ B 17. Alle Wracks liegen in einer für Taucher schon recht anspruchsvollen Wassertiefe von bis zu 20 Metern in ziemlicher Dunkelheit. Wem das buchstäblich zu düster ist: Auf Rügen ist jede erdenkliche Art von Wassersport möglich. Zum Beispiel direkt am Stellplatz am Cable Park.
Tauchen Rügen, Proraer Chaussee 50, 18609 Binz, Tel. 03 83 93­24 06, www.tauchen­-ruegen.de, Preis: ab 35 Euro.
Stellplatz Am Cable Park (7 Kilometer): Camper stehen an einem Badesee nahe Binz. Das Gelände für zwölf Mobile bietet V+E sowie Strom – und eine Wasserskianlage auf dem angrenzenden See. Es muss ja nicht immer Tauchen sein ...
Am Kapellenberg 1, 18528 Zirkow, Tel. 01 72­3 96 61 03, www.wasserskiruegen.de, Preis: 15 Euro.
5. WANGERMEER
Blobbing

Blobben Sie schon, oder springen Sie noch einfach so ins Wasser? Der jüngste Funsport aus Nordamerika heißt Blobbing und ist ganz leicht, erfordert aber ein wenig Mut. Denn der Blobber springt zunächst aus 4,50 Meter Höhe auf ein im Wasser verankertes XL-­Luftkissen und rutscht nach der Landung in eine markierte Zone am Rand des Riesenpolsters. Dort wartet er auf den eigentlichen Blob, für den ein weiterer Springer sorgt: Er hüpft ebenfalls das Luftkissen und katapultiert den darauf wartenden Blobber hoch in die Luft – und dann ins Wasser. Merke: Je schwerer der zweite Springer, desto höher und intensiver der Blob. Am besten springen gleich mehrere auf das Luftkissen. Der Blob-­Effekt hat bislang noch jeden vor Vergnügen kreischen lassen. Erfahrene Blobber nutzen die Flugphase für ein paar Schrauben oder gar einen Salto. Anfänger neigen bei ihren ersten Abgängen vom Luftkissen zu bizarren Verrenkungen oder erstarren unnötigerweise vor Schreck. Das sieht zwar nicht elegant aus, ist aber für die Zuschauer an Land ganz besonders reizvoll.
Grimmenser Straße 1, 26434 Wangerland, Tel. 0 44 63­ 8 09 84 40, www.buhl­-activity­-parks.de, Preis: 10 Euro (1 Stunde Blobbing).
Stellplatz Wangermeer (900 Meter): Für Blobber geht es kaum besser: Ein schöner, günstiger Stellplatz für zehn Mobile liegt direkt am Wangermeer. Die Ausstattung mit V+E sowie Strom ist ausbaufähig. Viel wichtiger ist aber: Das Gelände ist schön ruhig. Da kann Camper nicht meckern.
Bismarckstraße 47, 26434 Wangerland, Tel. 0 44 26­98 71 16, www.wangerland.de, Preis: 3 Euro Rügen.
6. BERLIN
Stand-up-Paddeln

Auf Boards balancierende Paddlerinnen und Paddler gehören mittlerweile nicht nur an den Küsten zum gewohnten Bild. Längst ist SUP auch in Berlin angekommen. Hier haben Brettpaddler aber viel mehr Möglichkeiten, als sich einfach nur auf dem Wasser stehend fortzubewegen. Der Stand-up-Club an der Spree bietet neben klassischen Kursen eine ganze Reihe ausgefallener SUP-Varianten an: "SUPpen by Night" zum Beispiel, also nächtliches Paddeln vor den Lichtern der Großstadt. Oder eine SUP-City-Tour bei Tag. Stadtführung mal anders. Außerdem im Programm: ein veganes SUP-Yoga-Weekend. Was immer das sein soll. Sehr fantasievoll, typisch Berlin. Erfahrene SUPper können sich im Club aber auch nur das nötige Equipment für eine Runde auf der Spree ausleihen. Die Öffnungszeiten richten sich nach dem Wetter. Am besten vor einem Besuch anrufen.
Stand-up-Club, Eichenstraße 4, 12435 Berlin, Tel. 0 30-54 03 11 23, www.standupclub.de, Preisbeispiel Einsteigerkurs: 33 Euro (90 min.).
Stellplatz Köpenicker Hof (11,6 Kilometer): Der Platz gehört sicher nicht zu den neuesten und schönsten, ist aber sauber und gut ausgestattet. Strom, V+E, WLAN, Duschen, WC, Brötchenservice, ein Restaurant – alles da. Auch die Lage nahe dem Köpenicker Bahnhof ist top für Berlin-Urlauber.
Stellingdamm 15, 12555 Berlin, Tel. 0 30-65 01 50 42, www.koepenicker-hof.de, Preis: 14 bis 24 Euro, je nach Mobilgröße.
7. MELLENSEE
Hydro-Bike

In Mellensee sind Radler seit einiger Zeit nicht mehr allein auf Straßen und Radwege angewiesen. Sie können auch den Seeweg nehmen und über den Mellensee fahren. In den USA entwickelte Hydro-Bikes machen den Trip übers Wasser möglich. Der Konkurrent des guten alten Tretboots ist dank zweier luftiger Schwimmer an den Flanken des Rades absolut kippsicher. Sie sind so etwas wie die Stützräder bei Landrädern. Die neuartigen Gefährte taugen bei einem Ausflug über den Mellensee und den stillen Nottekanal auch als Badeplattform. Nachteil: Der alte, kraftsparende Tretboot-Trick, die anderen strampeln zu lassen und selbst nur harte Pedalarbeit vorzutäuschen, funktioniert bei den Schwimmrädern nicht. Es sind Einsitzer.
Erlebnisbahn, Am Bahnhof 3, 15838 Am Mellensee, Tel. 0 33 77-3 30 08 50, www.erlebnisbahn.de, Preis: 9,99 Euro für eine Stunde; Reservierung wird empfohlen.
Stellplatz Hotel Reuner (6,9 Kilometer): Gutes Essen, quakende Frösche: Am Hotel Reuner in Zossen stehen naturliebende Feinschmecker genau richtig. Es gibt Strom sowie Frischwasserver- und Grauwasserentsorgung – und jede Menge Ruhe. Von den Fröschen einmal abgesehen.
Machnower Chaussee 1a, 15806 Zossen, Tel. 0 33 77-30 13 70, www.hotel-reuner.de, Preis: 5 Euro.
8. ALTMÜHLSEE
SUP-Yoga

Es ist noch kein Yogi vom Himmel gefallen. Sicher aber schon mal vom Standup-Paddel-Board in den Altmühlsee. Denn in Gunzenhausen ist Yoga auf dem Wasser angesagt. An Land sind einfache Yogastellungen wie der herabschauende Hund oder die Cobra auch für Anfänger kein Problem, doch auf dem im Wasser schwimmenden Brett und mit ein paar Wellen wird die Sache kompliziert. Wer "über Board" geht, kann schon mal die beim Yoga so wichtige Atmung vergessen. Doch das Workout auf dem Wasser fördert die Koordination und kräftigt den ganzen Körper. Sehr effektives Training, das nach ein paar ganz normalen Anfangswacklern großen Spaß macht.
Surfcenter Altmühlsee, Ansbacherstraße 99, 91710 Gunzenhausen, Tel. 0 98 31-12 40 www.surfcenter-altmuehlsee.de, Termine: auf Anfrage, Preis: 24 Euro.
Stellpatz am Surfzentrum (0 Meter): Gut ausgestattetes Gelände im Naturschutzgebiet für 85 Mobile an einem Gasthaus. Die Fahrzeuge stehen auf der Wiese nahe am See. Es gibt Brötchenservice, einen Kiosk sowie Strom, Duschen, Toiletten und V+E – ein sehr schöner Platz.
Ansbacher Straße 99, 91710 Gunzenhausen, Tel. 0 98 31-50 83 00, www.altmuehlsee.de, Preis: 11 Euro.
9. UTTING
Turmspringen

Segeln, Windsurfen, Stand-up-Paddeln – geht alles auf dem Ammersee. Doch der heimliche Favorit vieler Wassersportler ist zehn Meter hoch und steht im Seebad Utting: ein hölzernes Ungetüm von einem Sprungturm. Er ist legendär und in der ganzen Region bekannt. Es braucht schon einigen Mut, von einer der drei Ebenen in den Ammersee zu springen, denn das Wasser ist im Sommer hellgrün und undurchschaubar – ein Sprung ins Ungewisse. Trotzdem begnügen sich die wenigsten mit einem banalen Fußsprung. In Utting ist Turmspringen mit Akrobatik angesagt: Auf dem Weg ins Wasser ist mindestens ein Salto Pflicht.
Seestraße 12a, 86919 Utting am Ammersee, Tel. 0 88 06-76 80, www.strandbad-utting.de, Öffnungszeiten: 9–19 Uhr mit Eintrittspflicht, danach geduldet, aber ohne Aufsicht, Preis Tageskarte: 3 Euro (Erw.), 1,50 Euro (Jugendliche bis 16. J.), Kinder bis 6 J. frei.
Stellplatz Zum Staudenwirt (6,7 Kilometer): Auf der einfachen Schotterfläche am Gasthaus finden drei Mobile Platz. Camper stehen hier kostenlos und sehr ruhig im Grünen, allerdings auch ohne Ausstattung. Beim Staudenwirt gibt es lediglich Frischwasser. Die Einkehr ist Pflicht, aber auch aus kulinarischen Gründen zu empfehlen.
Staudenweg 6, 86923 Finning, Tel. 0 88 06-9 20 00, www.staudenwirt.de.
10. GARMISCH
Wildwasser-Rafting

Nichts gegen kleine Flachlandflüsse. Doch so richtig Spaß macht Rafting in Deutschland vor allem auf echt wilden Alpenflüssen. Zum Beispiel auf Loisach, Imster oder Ötztaler Ache. Auf diesen Flüssen bietet Wildwasser Werdenfels verschiedene Touren im deutschösterreichischen Grenzgebiet auch im Kanadier und Kajak an. Die Strecke auf der Loisach ist wahlweise fünf oder acht Kilometer lang und eignet sich sehr gut für Familien. In der Imster-Schlucht verläuft die vielleicht beliebteste Raftstrecke Europas mit hohen Wellen und sehr schönen Schwallstrecken. Geübte Rafter sind auf der Ötztaler Ache richtig. Hier geht es stellenweise wirklich wild zur Sache. Alle Routen haben eines gemeinsam: Wassersportler paddeln vor grandioser Alpenkulisse durch die Natur – Raften mit Kanadagefühl.
Wildwasser Werdenfels/WW-Gap, Alpspitzstraße 16, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 0 88 21-14 96, ww-gap.com, Preisbeispiele: 30 bzw. 22 Euro (Erw./Kinder bis 14 J.; 1,5 Stunden auf der Loisach); 66 Euro (Rafting Ötztaler Ache).
Alpencamp Am Wank (2,8 Kilometer): Das terrassenförmig angelegte Stellplatzgelände fasst 110 Mobile und ist gut ausgestattet. Camper haben hier alles, was sie brauchen – und dazu noch einen herrlichen Bergblick.
Wankbahnstraße 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 0 88 21-9 67 78 05, www.alpencamp-gap.de, Preis: 12 Euro.

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