Wolga GAZ-21 mit Porsche-V8

— 09.01.2009

Zeitmaschine mit 450 PS

Hätte man Russlands Premierminister Wladimir Putin den Cardi Wolga GAZ-21 mit 450 PS und Porsche-Technik angeboten, würde wohl kein Stern mehr auf der Motorhaube seiner Staatskarosse thronen.



Bevor man sich mit dem schrägen Russen näher beschäftigen kann, gilt es zunächst, die Sache mit dem Namen zu klären. GAZ ist die Marke und Wolga die Modellbezeichnung. Also genau andersherum, als die Autos in Europa üblicherweise benannt werden. Der erste je gebaute GAZ war 1932 der Typ A. Die Modellreihe Wolga wurde erst spät, nämlich 1956, mit dem Zustaz 21 in Dienst gestellt. Technisch basiert der Wolga GAZ-21 auf dem GAZ-M-20 Pobeda. Bekanntheit erlangte der Wolga durch den vermehrten Einsatz als Taxi und bei Behörden des früheren Ostblocks, vorwiegend der UdSSR und DDR. Aktuell werden im russischen Werk bei Nischni Nowgorod die Typen 3102, 310221 und der Topseller 31105 gefertigt. Außerdem schwört das russische Militär auf die Geländewagen der Marke. Auf Geländewagen "Made in Germany" steht allerdings der russische Tuner Cardi. In liebevoller Handarbeit haben die Jungs eine Wolga GAZ-21-Karosse und das Chassis eines Porsche Cayenne verheiratet.

Porsche-Chassis und lasergefertigte Glasfaserkarosse

Der neuaufgebaute Wolga im Rohzustand: von den 450 PS ist nichts zu erahnen.

Basis für den exotischen Umbau ist ein 450 PS starker Porsche Cayenne Turbo mit einem 4,5-Liter-V8. Das schwäbische Schwergewicht wurde, bis auf einige tragende Teile, regelrecht entkernt. Motor, Antrieb und Chassis blieben erhalten und bekamen eine lasergefertigte Glasfaserkarosserie. Die originalgetreue Nachbildung der Wolga-Hülle ist bis auf die Fahrzeugmaße nahezu perfekt: mit 5,09 Meter Länge, 2,09 Meter Breite und 1,74 Meter Höhe blieben die Werte auf Cayenne-Niveau. Gleiches gilt für die Leistungswerte des Achtzylinders. In 6,7 Sekunden spurtet der Nostalgie-Sportler auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Der Innenraum des Wolga-Porsche wurde mit klassischen Formen, edlen Materialien und den typischen Rundinstrumenten ausgekleidet. Die Sechsgang-Automatik wird ebenfalls ganz traditionell per Schaltstock an der Lenksäule bedient. Ob der Wagen käuflich ist und was das Unikat dann kosten soll, hält Tuner Cardi bislang noch hinter dem eisernen Vorhang verborgen.

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