WRC 2007: Rallye Japan

WRC 2007: Rallye Japan

— 29.10.2007

Mikko Hirvonen siegt, Loeb und Grönholm mit Abflug

Nachdem die WM-Führenden Marcus Grönholm (Ford) und Sébastian Loeb (Citroën) in Japan früzeitig die Autos abstellen mussten, schlug die große Stunde von Mikko Hirvonen (Ford). Mit 37,4 Sekunden Vorsprung auf Dani Sordo (Citroën) landete der Finne seinen zweiten Saisonsieg.

Das Pech seines Teamkollegen Marcus Grönholm (Finnland) und des dreimaligen Rallye-Weltmeisters Sébastien Loeb (Frankreich) nutzte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen bei der Japan-Rallye zu seinem zweiten Saisonsieg. Der 27-jährige Finne, der in diesem Jahr beim WM-Debüt der Norwegen-Rallye seines ersten Erfolg gefeiert hatte, verwies in seinem Ford Focus den Citroën-Piloten Dani Sordo (Spanien) nach 27 Wertungsprüfungen mit 37,4 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Dritter wurde der Norweger Henning Solberg (4:33,7 Minuten zurück) in einem weiteren Ford Focus. Hirvonen ist bei der vierten Austragung der Japan-Rallye nach Petter Solberg (Norwegen/2004), Grönholm (2005) und Loeb (2006) der vierte Gesamtsieger. Sébastien Loeb konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und verpasste eine Vorentscheidung im WM-Kampf.

Mikko Hirvonen (rechts) und Co-Pilot Jarmo Lehtinen feiern in Japann ihren zweiten Sieg in der WRC-Saison 2007.

Der Titelverteidiger aus Frankreich kam im Citroën C4 nach dem Scheitern seines im WM-Gesamtklassement führenden Rivalen Grönholm (Freitag, 26. Oktober 2007, vierte WP) auf der 13. Wertungsprüfung ebenfalls von der Strecke ab. Der Grund war ein fehlerhafter Eintrag im "Gebetbuch" von Co-Pilot Daniel Elena (Monaco). "Wir sind deshalb eine Rechtskurve zu schnell angegangen und abgeflogen", berichtete der enttäuschte Loeb, der mit dem vierten WM-Titel in Folge den Rekord des Finnen Tommi Mäkinen einstellen würde. Immerhin kann sich Loeb (100 Punkte) damit trösten, dass er Grönholm (104) mit zwei Siegen bei der Irland-Rallye (16. bis 18. November 2007) und beim traditionellen Saisonfinale in Großbritannien (30. November bis 2. Dezember 2007) noch aus eigener Kraft abfangen kann. Hirvonen (84 Punkte) kann selbst mit zwei Siegen (20 Punkte) und gleichzeitigen Ausfällen seiner Konkurrenten nicht mehr den Titel gewinnen, weil er dann bei Punktgleichheit weniger Siege hätte als Markenkollege Grönholm.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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