WRC-Saison 2012 – Fahrzeuge und Piloten

WRC 2012: Teams und Autos

— 20.01.2012

Anzugtausch in der Königsklasse

Mit der Rallye Monte Carlo startet die Rallye-WM in die neue Saison. Weltmeister Sébastien Loeb bekommt einen neuen Teamkollegen. Er und sein Citroën-Team gelten erneut als Favoriten.

Lautes Motorendröhnen hallt von der Felswand zurück. Quietschende Reifen untermalen das Gebrüll des Citroen-Turbomotors. Im Drift fegt Weltmeister Sébastien Loeb um die Kurve und lässt Fans und Beobachter staunend zurück. Seit einigen Tagen ist die 34. Saison der Rallye-WM in vollem Gange. Vieles ist neu. Dafür sorgte vor allem das sich munter drehende Fahrerkarussell. Weltmeister Sébastien Loeb bekam einen neuen Teamkollegen. Der Neue an seiner Seite: Mikko Hirvonen. Der Finne tauschte den blauen Rennanzug seines ehemaligen Arbeitsgebers Ford gegen die rote Kluft von Citroen.

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Sein Vorgänger im Werkscockpit der Franzosen, Sébastien Ogier, wanderte zu Volkswagen ab. Nach der Vertragsverlängerung von Loeb bei Citroen im vergangenen Jahr war Ogier nur noch die Nummer zwei im Team. Diesem Umstand wollte er sich nicht beugen. Jetzt entwickelt er für Volkswagen den neuen Polo WRC, den die Wolfsburger ab 2013 in der Rallye-WM einsetzen. Zudem bestreitet er mit einem Skoda Fabia S2000 die SWRC, eine untergeordnete Klasse im Rahmen der Meisterschaft für Fahrzeuge mit Zweiliter-Saugmotor.

In der Bildergalerie: Die Autos und Fahrer der Saison 2012

Den Platz von Hirvonen am Steuer des Ford Fiesta WRC nimmt Ex-Weltmeister Petter Solberg ein. Der Norweger trat in den vergangenen drei Jahren als Privatier in der WM an. 2011 steuerte er einen Citroen DS3 WRC. Auch wenn sein Teamkollege Jari-Matti-Latvala als Fords heißes Eisen im Kampf um die WM-Korne gilt, möchte Solberg um Laufsiege kämpfen.

Darauf hat es auch das Mini WRC Team abgesehen. Die Patchwork-Truppe zwischen dem deutschen Autobauer BMW und der britischen Renn-Schmiede Prodrive hat sich 2012 erstmals offiziell in die Meisterschaft eingeschrieben. Auf dem Plan stehen sieben der 13 Läufe, davon zwei in Übersee. Während Werkspilot Dani Sordo Dauergast im Mini Countryman WRC ist, wechseln sich am Steuer des zweiten Boliden mehrere Fahrer ab. In Monte Carlo beginnt der Franzose Pierre Campana, bei der Rallye Schweden übernimmt Patrick Sandell.

Jede Menge Privatteilnehmer

Neben den drei Werken – Volkswagen startet nur in der Unterklasse SWRC – gibt es zahlreiche Privatteams. Jeder Hersteller ist zusätzlich durch mindestens eine private Truppe vertreten. Schillernder Neuzugang ist Nasser Al-Attiyah. Der Rallye Dakar-Sieger des vergangenen Jahres startet 2012 zum ersten Mal mit seinem Qatar World Rally Team in der Rallye-WM. Im Titelkampf wird der Katari allerdings nicht mitmischen können. Den werden erwartungsgemäß die Platzhirsche Citroen und Ford unter sich ausfahren.

Die Zahlen sprechen bei diesem Duell eindeutig für die Franzosen. Ihre Nummer eins, Sébastien Loeb, gilt als klarer Favorit. Achtmal in Folge hat der Elsässer die Fahrerwertung gewonnen. Mit Neuzugang Mikko Hirvonen haben sich die Weltmeister zudem den Piloten geangelt, der Loeb in der vergangenen Saison am längsten Paroli geboten hat. Es gibt allerdings einen Lichtblick für Ford. Er trägt den Namen Jari-Matti Latvala. Mit 26 Jahren ist der  Finne der jüngste Werksfahrer in der Rallye-WM. Er ist sehr schnell und entwickelt sich stetig weiter. Der Kampf um die Krone wird also spannend. 

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