Vorschau: Rallye Deutschland

WRC Deutschland-Rallye 2016: Michelin

— 18.08.2016

Weltpremiere in den Weinbergen

Neuer Rallye-Regenspezialist MICHELIN Pilot Sport FW2 bereit für Deutschland-Einsatz. Im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft ist es der vielseitigste und anspruchsvollste Asphaltlauf.

Aus Sicht von Fahrern, Teams, Fans und auch der Reifen genießt die Rallye Deutschland einen ganz besonderen Ruf: Im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft ist sie ohne Zweifel der vielseitigste und anspruchsvollste Asphaltlauf. Das Anforderungsspektrum reicht von den unebenen, verwinkelten Wirtschaftswegen in den Weinbergen entlang der Mosel mit ihren so gut wie nie einsehbaren Kurven über die rauen Betonpisten im Truppenübungsgebiet Baumholder bis zu den rasant schnellen Landstraßen des nördlichen Saarlands. Auch das Wetter neigt rund um Trier gerne zu Kapriolen. Aus diesem Grund bietet Michelin seinen Partnerteams einen neuen Regenexperten an: Der Pilot Sport FW2 vereint auch bei heftigen Niederschlägen, wenn viel Wasser auf der Straße steht, eine hohes Maß an Sicherheit mit großer Leistungsfähigkeit.

Nach der spektakulären Schotter-Flugschau in den Wäldern Finnlands freut sich die Rallye-Weltmeisterschaft wieder über festen Boden unter den Rädern: Die Rallye Deutschland ist der erste von drei Asphaltläufen, die in dieser Saison noch auf dem Programm stehen. 18 Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von 306,8 Kilometer warten auf die Lenkradakrobaten, und der Andrang rund um den Start- und Zielort Trier ist beachtlich: Elf Teilnehmer bringen sogenannte World Rally Cars an den Start, darunter auch die von Michelin mit Reifen ausgerüsteten Werksteams von Volkswagen, Hyundai und M-Sport Ford sowie der DS3 WRC für Citroën-Werksfahrer Stéphane Lefebvre. Hinzu kommt eine wahre Armada von gleich 26 R5-Modellen aus der WRC 2-Kategorie, die für viele das Salz in der Suppe ausmachen.

MICHELIN Pilot Sport FW2: Sicherer Halt bei unterirdischem Wetter

Weltpremiere: Bei der Rallye Deutschland profitieren die Partnerteams von Michelin erstmals vom neuen Regenreifen MICHELIN Pilot Sport FW2.

Sowohl für seine Partner in der WRC- als auch in der WRC 2-Klasse hat Michelin bei der Rallye Deutschland etwas Neues im Gepäck: den speziellen Regenreifen MICHELIN Pilot Sport FW2. Der fühlt sich genau dann pudelwohl, wenn normale Menschen nicht einmal mehr ihren Hund vor die Tür schicken würden – bei heftigen Niederschlägen. "Der Pilot Sport FW2 zeichnet sich durch eine besonders hohe Wasserverdrängungskapazität aus", betont Jacques Morelli, bei Michelin Motorsport verantwortlich für das Rallye-WM-Engagement. "Wir haben seine Laufflächenbreite von 202 auf 175 Millimeter reduziert und die Tiefe der Profilrillen von sechs auf sieben Millimeter erhöht. Sein Negativprofilanteil übertrifft sogar noch die 27,5 Prozent, die das Reglement für Pneus dieser Art fordert. Dennoch konnten wir die Kontaktfläche, die den FW2 bei starkem Regen mit der Straße verbindet, verdoppeln."

Pro WRC- und WRC 2-Auto darf Michelin acht Exemplare der neuen "Full Wet"-Reifengeneration zur Verfügung stellen. Sie werden nicht auf das etatmäßige Kontingent von 32 Reifen angerechnet, die im Rahmen der Rallye Deutschland pro World Rally Car zum Einsatz kommen dürfen. WRC 2-Autos stehen 34 Pneus frei. Insgesamt hat die französische Premiummarke für jeden ihrer WRC-Teilnehmer 62 Reifen im Gepäck: Neben den Pilot Sport FW2 auch 32 Exemplare der härteren MICHELIN Pilot Sport H5- und 22 der weicheren S5-Mischung. Letztere eignen sich vor allem bei kühleren Asphalttemperaturen sowie bei leichtem bis normalem Regen, während sich der H5 einen Ruf als Experte für sommerliche Bedingungen und/oder lange Distanzen gemacht hat. "Am Samstag stehen gleich zwei Passagen über die 40,8 Kilometer der Baumholder-Prüfung 'Panzerplatte Lang' an – wenn es dort trocken bleibt, dann wird der besonders aggressive Mix aus Beton- und Asphaltpisten den Reifenverschleiß in die Höhe treiben", prognostiziert Morelli.

Rallye-Cracks können nur auf eine begrenzte Menge an Pneus zugreifen

French dressing: Wie ein Großteil der Top-Teams vertraut auch die Hyundai Werksmannschaft mit dem i20 WRC auf Pneus von Michelin.

Die Reifenwechselzonen sind auf sieben beschränkt. Bis zu zwei Reserveräder dürfen im Kofferraum mitgeführt werden, die aber – ebenso wie die Rollbereifung – jeweils mit neuen Pneus bestückt sein müssen. Insbesondere bei unverhofftem Wetterumschwung bereitet dies den Boden für interessante Strategien, wenn Fahrer und Beifahrer zwischen zwei Prüfungen unterschiedliche Mischungen miteinander kombinieren. In der Vergangenheit versuchten es einzelne Teilnehmer zum Beispiel mit zwei der weicheren MICHELIN Pilot Sport auf der einen und zwei der härteren auf der anderen Fahrzeugseite. Andere wiederum setzten auf eine Überkreuz-Mischbereifung, was sich als erfolgversprechendere Lösung erwies.

Insgesamt bringt Michelin 2.450 Reifen mit nach Trier. Davon sind 840 für World Rally Cars bestimmt und 1.120 für Teilnehmer aus der WRC 2-Klasse. Auf die Ford Fiesta R2-Fronttriebler der Junior-WM warten insgesamt 490 Pneus.

Der große Favorit setzt auf Rennreifen von Michelin

Nach seiner Nullnummer bei der Rallye Finnland darf sich Titelverteidiger Sébastien Ogier auf die Rallye Deutschland freuen: Der frischgebackene Papa muss sich bei der "Deutschland" nicht über seine frühe Startposition ärgern, die ihn als Tabellenführer am Freitag und Samstag jeweils als Ersten auf die Strecke schickt. Was bei Schotterveranstaltungen für den Volkswagen Polo R WRC-Piloten ein klarer Nachteil ist, dürfte dem Franzosen auf den Asphaltpisten in der südlichen Eifel, dem Hunsrück und im nördlichen Saarland eher in die Karten spielen. Kein Wunder, dass der dreifache Weltmeister nach seinem Vorjahressieg bei diesem WM-Lauf erneut als großer Favorit gehandelt wird.

Dass es Ogier nicht zu leicht fällt, dafür will neben seinen Teamkollegen Andreas Mikkelsen (N) und Jari-Matti Latvala (SF) gleich ein halbes Dutzend mutiger Heißsporne sorgen. Zum Beispiel Hyundai-Fahrer Thierry Neuville: Der Belgier aus dem nahegelegenen Sankt Vith fuhr 2014 bei der Rallye Deutschland seinen ersten WM-Lauf-Sieg ein und will dieses Resultat mit der neuen Generation des Hyundai i20 WRC natürlich gerne wiederholen. Dies hat aber auch der Spanier Dani Sordo vor, der 2013 an gleicher Stelle gewinnen konnte. Und Hayden Paddon (NZ), der aufstrebende Shooting-Star in Diensten der koreanischen Marke, lechzt nach seinem Triumph bei der Rallye Argentinien sowieso nach weiteren Erfolgen ...

Oval Office: Die Marke mit dem blauen Oval darf bei der Rallye Deutschland nicht fehlen. M-Sport setzt zwei Michelin bereifte Ford Fiesta RS WRC für Mads Östberg und Eric Camilli ein.

M-Sport-Chef Malcolm Wilson schickt in Trier wieder den Norweger Mads Östberg sowie den jungen Franzosen Eric Camilli am Steuer seiner Ford Fiesta RS WRC über die Startrampe – speziell Camilli genießt einen besonderen Ruf als grandioser Asphaltglüher. Für DMack greift Ott Tänak ins Steuer. Sein Fiesta RS WRC rollt nicht auf Reifen von Michelin. Die Fahnen von Citroën hält unterdessen Stéphane Lefebvre hoch: Das Werksteam nimmt sich in diesem Jahr eine Auszeit mit nur wenigen Gaststarts, die aber bereits zwei Saisonsiege hervorgebracht haben. Das französische Megatalent fährt einen DS3 WRC, den PH Sport einsetzt.

Das Salz in der Suppe: Gleich 26 Turbo-Allradler der R5-Kategorie am Start

Packende Action: In der WRC 2-Klasse gehen gleich 26 Turbo-Allradler der R5-Kategorie an den Start. Michelin stellt seinen Partnerteams insgesamt 1.120 Reifen zur Verfügung.

Auf ein großartiges Hauen und Stechen dürfen sich die Zuschauer auch in der WRC 2-Kategorie freuen – wie das fantastische, 26 Turbo-Allradler umfassende Starterfeld mit R5-Modellen von Škoda, Peugeot, Ford und Citroën verspricht. Die tschechische VW-Tochter entsendet mit Esapekka Lappi (SF), Jan Kopecky (CZ) und Pontus Tidemand (N) gleich drei Werksfahrer, hinzu kommen aus deutscher Sicht noch der amtierende DRM-Tabellenführer Fabian Kreim und der mecklenburgische Altmeister Armin Kremer in weiteren Fabia R5. Kremer hat die Rallye Deutschland 1999 gewonnen, damals zählte sie aber noch nicht zur WM.

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