WRC: Rallye Frankreich: Shakedown

WRC: Rallye Frankreich 2014

— 05.10.2014

Latvala feiert ersten Sieg auf Asphalt

Der Sieger der Rallye Frankreich heißt Jari-Matti Latvala. Der Volkswagen-Werksfahrer lieferte an den vergangenen drei Tagen eine überzeugende und souveräne Vorstellung ab, machte keine Fehler und holte sich überlegen seinen ersten Sieg auf Asphalt.

Zum ersten Mal seit 2004 stammt der Sieger der Rallye Frankreich nicht aus der "Grande Nation." Seit die Rallye im Elsass angesiedelt ist, heißt der Sieger zum ersten Mal nicht Sebastien.

Latvala stellte in neun der 18 Prüfungen die Bestzeit auf. Am Freitag lieferte sich der 29-Jährige ein enges Duell mit Volkswagen-Junior Andreas Mikkelsen. Schließlich übernahm Latvala am Samstag das Kommando und kontrollierte die Rallye bis zum Ziel am Sonntagmittag. "Es fühlt sich sehr gut an. Nachdem ich in Deutschland diesen Fehler gemacht habe, war ich heute sehr nervös", gibt Latvala zu. "Ich musste die Lektion in Deutschland lernen."

Mit dem Sieg vertagte Latvala auch die Titelentscheidung. Sein Rückstand auf Ogier beträgt 27 Punkte. "Es ist wichtig, dass ich immer noch im Titelduell bin. Das ist für die Fahrer, die Fans und die Medien spannend", sagt Latvala. Allerdings muss sein Teamkollege Sebastien Ogier bei der nächsten Rallye in Spanien nur einen Punkt mehr sammeln als Latvala, um zum zweiten Mal Weltmeister zu werden. Ogier hatte nach den technischen Problemen am Freitag keine Chance auf seinen Heimsieg.

Dafür griff der Lokalmatador in der abschließenden Powerstage an und stellte eine überlegene Bestzeit auf. Damit sammelte Ogier immerhin noch drei wichtige WM-Punkte. In der Gesamtwertung beendete der Franzose die Rallye auf dem 13. Platz. Dennoch war es für Volkswagen wieder ein voller Erfolg, denn Mikkelsen fuhr als Zweiter ins Ziel. Damit kletterte der Norweger zum dritten Mal in Folge auf das Podest. "Ich war am Anfang schnell, aber gestern war Jari-Matti schneller", so Mikkelsen. "Deshalb habe ich mich konzentriert, den zweiten Platz abzusichern."

Mit dem dritten Platz untermauerte Citroen-Werksfahrer Kris Meeke in Frankreich, dass er derzeit der erste Verfolger von Volkswagen ist. Der Brite stellte zwar keine einzige Bestzeit auf, aber er fuhr ein konstant hohes Tempo und hielt sich aus allen Problemen heraus. Es war sein vierter Podestplatz in dieser Saison. "Ich bin mit meinem Wochenende sehr zufrieden", freut sich Meeke. "Mehr hätte ich nicht machen können. Heute ging es nur darum, den Platz zu verwalten. Für mich ist die Konstanz sehr wichtig, und dass ich den Podestplatz nach Hause gebracht habe."

Eigentlich hätte Robert Kubica seine bisher beste Rallye mit dem vierten Platz feiern sollen, aber daraus wurde nichts. Der ehemalige Formel-1-Pilot zeigte seine mit Abstand beste Rallye und fuhr mit seiner eigenen Leistung auf den vierten Platz. Kurz vor dem Ende platzte jedoch der Traum. Kubica flog in der Powerstage von der leicht feuchten Straße und sein Ford Fiesta RS WRC blieb zwischen den Bäumen in der Erde stecken. Fassungslos stapfte Kubica davon.

Durch Kubicas Abflug erbte Dani Sordo den vierten Platz. Damit war der Spanier auch der beste Hyundai-Fahrer. "Ich war mit dem Auto sehr zufrieden, die Abstimmung ist mittlerweile sehr gut. Ich hoffe, so wird es auch in Spanien sein", blickt Sordo auf seine Heimrallye voraus. Routinier Mikko Hirvonen (Ford) kam zwölf Sekunden hinter dem Spanier ins Ziel und belegte Platz fünf.

Spannend ging es im Duell um den sechsten Rang zu. M-Sport-Youngster Elfyn Evans holte Mads Östberg (Citroen) noch ein und schnappte sich in der Powerstage den sechsten Platz. Östberg musste sich um lediglich 1,7 Sekunden geschlagen geben. Außerdem sammelte Evans mit Platz zwei in der Powerstage zwei zusätzliche WM-Punkte. Evans und Östberg hatten im Laufe der Rallye mit kleineren technischen Problemen zu kämpfen.

Die beiden Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville und Bryan Bouffier beendeten die Rallye auf den Plätzen acht und neun. Neuville verlor am ersten Tag wegen eines gebrochenen Turbos viel Zeit. Außerdem war der Belgier mit der Abstimmung seines i20 WRC nie zufrieden. Obwohl viel daran gearbeitet wurde, fand Neuville nicht die beste Einstellung. Platz zehn ging an Ford-Privatier Martin Prokop, der an diesem Wochenende seinen 32. Geburtstag feierte. Die nächste Rallye findet vom 23. bis 26. Oktober in Spanien statt.

Fotoquelle: Volkswagen

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