WRC: Rallye Neuseeland 2007

WRC: Rallye Neuseeland 2007

— 03.09.2007

Grönholm siegt so knapp wie noch keiner

Beim knappsten Zieleinlauf der WM-Geschichte hat Spitzenreiter Marcus Grönholm bei der Neuseeland-Rallye Weltmeister Sébastien Loeb um einen Wimpernschlag auf Platz zwei verwiesen.

Auf der dritten und letzten Etappe lieferten sich die beiden Top-Stars ein spannendes Duell, das der Finne Grönholm im Ford Focus um drei Zehntelsekunden für sich entschied. Es war Grönholms fünfter Sieg in Neuseeland und der 30. in seiner WM-Karriere. In der Gesamtwertung hat der Finne nach 11 von 16 Läufen jetzt wieder 10 Punkte Vorsprung vor dem Franzosen Loeb im Citroen C4 (90:80) und hält Kurs auf seinen dritten WM-Titel nach 2000 und 2002. "Das war ein unglaublicher Fight über das ganze Wochenende und der engste und beste Kampf meiner Karriere", sagte Grönholm, der von einem "fantastischen Ergebnis für meine Titelhoffnungen" sprach. "Wir hätten auch Pech haben können, aber zum Glück war es heute unser Tag." Loeb war trotz der knappen Niederlage zufrieden. "Es war ein gutes Wochenende. Ich habe so hart gekämpft wie ich konnte, hatte aber immer im Hinterkopf, dass im Kampf um den Fahrertitel acht Punkte besser wären als eine Nullnummer", befand der Elsässer.

Knapp, knapper, Grönholm 

Marcus Grönholm und Beifahrer Timo Rautiainen feiern den knappsten Sieg der WRC-Geschichte.

Loeb hatte erst auf der letzten Sonderprüfung der zweiten Etappe Grönholm die Führung entrissen und war mit 1,7 Sekunden Vorsprung in den Schlusstag gegangen. An dem die Titelfavoriten Rallye-Sport der Extraklasse boten: Grönholm startete in der 12. Wertungsprüfung mit einer Bestzeit und holte sich die Führung mit 0,1 Sekunden zurück. Loeb konterte mit Bestzeiten auf WP 13 und WP 14 und schob sich wieder mit 2,9 Sekunden in Front. Danach war Grönholm auf den Prüfungen 15 bis 17 dreimal in Folge schneller als Loeb und übernahm mit 0,7 Sekunden Vorsprung die Spitze. Auf der letzten Sonderprüfung, der 3, 14 km langen Super Special am Mystery Creek, kam Loeb nur noch auf 0,3 Sekunden heran. So knapp wurde noch nie ein Lauf der Rallye-WM entschieden. Grönholm ist in Neuseeland mit fünf Siegen der erfolgreichste Pilot vor Carlos Sainz (Spanien/4). Der Rest des Feldes stand klar im Schatten des Spitzenduos. Rang drei ging an Grönholms Landsmann und Fordkollegen Mikko Hirvonen, der 1:42,8 Minuten zurücklag, vor dem Australier Chris Atkinson auf Subaru (2:32,3). Grönholm und Hirvonen, der im Gesamtklassement mit 69 Punkten Dritter ist, bauten in der Konstrukteurswertung den Vorsprung von Titelverteidiger Ford vor Citroën auf 46 Punkte aus (159:113).

Autor: Sven-Jörg Buslau

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