Jari-Matti Latvala

WRC Rallye Schweden 2008

— 11.02.2008

Latvala jüngster Sieger der WRC

Finnlands Nachwuchstalent Jari-Matti Latvala hat nach dem Ausfall von Weltmeister Sébastian Loeb die Chance genutzt und die 57. Rallye Schweden gewonnen. Latvala ist der jüngste Sieger der WRC-Geschichte.

Der Finne Jari-Matti Latvala hat als jüngster Pilot in der fast 30-jährigen Geschichte der WRC einen WM-Lauf gewonnen. Der 22-Jährige setzte sich im Ford Focus bei der Rallye Schweden (10. Februar 2008) durch und feierte den ersten Erfolg in seiner noch jungen Karriere. Er verwies seinen Landsmann und Ford-Teamkollegen Mikko Hirvonen mit einem Vorsprung von 58,3 Sekunden auf den zweiten Rang. Der Italiener Gianluigi Galli fuhr mit einem Rückstand von 2:23,2 Minuten an die dritte Stelle und machte den ersten Dreifacherfolg für Ford in der Rallye-WM perfekt. Hirvonen übernahm nach dem zweiten Lauf die Führung in der Gesamtwertung, im Marken-Klassement liegt Ford überlegen vorn. "Ein Traum wurde wahr", sagte Latvala bei der Zielankunft am Sonntagmittag in der schwedischen Stadt Karlstad. "Ich war am Morgen ganz schön nervös." Sein Idol, der im Mai 1986 tödlich auf Korsika verunglückte Finne Henri Toivonen war bislang mit 24 Jahren der jüngste Sieger. Lob zollte ihm der neue WM-Spitzenreiter und Team-Kollege Mikko Hirvonen: "Jari-Matti war hier sehr stark, stärker als ich es erwartet hatte. Es wäre sinnlos gewesen, ihn anzugreifen."

Nach Loeb-Überschlag war der Weg frei

Jari-Matti Latvala hat in Schweden Geschichte geschrieben. Er ist der jüngste Sieger in einem Lauf der Rallye-WM.

Der vierfache Weltmeister Sébastien Loeb aus Frankreich, der als erster Nicht-Skandinavier 2004 die Schweden-Rallye gewonnen hatte, stieg wegen eines drohenden Motorschadens nach seinem Unfall am Samstagmittag aus. Sein Teampartner Daniel Sordo startete in den schwedischen WM-Klassiker mit der Belastung von fünf Strafminuten wegen des Motorwechsels bei der Rallye Monte Carlo. Dennoch steuerte der Spanier mit seinem sechsten Platz (Rückstand: 7:13,1 Minuten) noch vier Punkte in der Markenwertung für Citroën bei. Ein aus seiner Sicht gelungenes WM-Comeback nach mehr als sieben Jahren Pause gab Uwe Nittel aus Adelmannshofen. Der 38-jährige Schwabe erreichte im privaten Mitsubishi Lancer den 14. Platz (Rückstand: 16:22,8 Minuten). "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben unser Ziel erreicht", sagte Nittel, der Ende März in Argentinien wieder bei einem WM-Lauf starten will. Der nächste Lauf der Rallye-WM findet vom 29. Februar bis 2. März in Mexiko statt.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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