WRC Rallye Wales 2008, Sieger Sébastien Loeb, Citroën C4

WRC-Rallye Wales 2008

— 08.12.2008

Loeb holt ersten Wales-Sieg

Sébastien Loeb hat seine WRC-Rekord-Saison 2008 mit seinem ersten Erfolg in Wales beendet. Die Statistik für Loeb: elf Saisonsiege, der fünfte WM-Titel und der vierte WM-Erfolg für Citroën.

Rekord-Weltmeister Sébastien Loeb hat seinen fünften WM-Titel mit seinem ersten Sieg bei der Rallye Wales gekrönt und Citroën die vierte Marken-Weltmeisterschaft beschert. Der 34 Jahre alte Franzose gewann am Sonntag den letzten Saisonlauf aber erst auf den letzten Metern der 17 schwierigen Schotterprüfungen. Er verwies den lange führenden Finnen Jari-Matti Latvala im Ford Focus um 2,7 Sekunden auf den zweiten Rang und stellte mit seinem elften Sieg in einer Saison einen weiteren Rekord auf. Dritter in Wales wurde Loebs spanischer Teamkollege Daniel Sordo mit einem Rückstand von 1:10,6 Minuten. Kurz vor dem Ziel hätte der Wahlschweizer Loeb seinen ersten Triumph auf der britischen Insel fast verschenkt, als er wegen Frühstarts zehn Strafsekunden kassierte.

Ford Focus Pilot Jari-Matti Latvala mußte sich auf den letzten Metern geschlagen geben.

Mit einem Husarenritt über die teils vereiste Final-Prüfung fuhr er aber wieder nach vorne. "Es war eine äußerst schwierige Rallye, die für uns nicht so perfekt war. Zum Schluss habe ich alles gegeben und endlich hier gewonnen", sagte Loeb. Der Wales-Sieg hatte ihm in seiner Erfolgsstatistik trotz der Bestmarke von nun 47 Siegen noch gefehlt. "Ich konnte nicht schneller fahren. Ich habe mein Bestes gegeben. Der Bessere hat gewonnen", sagte der enttäuschter Latvala. Für Ford war die Titelverteidigung in der Marken-WM ohnehin mehr theoretischer Natur, schließlich startete Citroën mit einem Vorsprung von elf Punkten ins Finale. Nur ein Doppelsieg für Ford hätte noch die Wende bringen können.

Andreas Aigner ist P-WRC Weltmeister

Mit Platz zwei bei den Privatiers in Wales sicherte sich Andreas Aigner im Mitsubishi Lancer den WM-Titel der P-WRC.

Loeb kritisierte in Wales das Reifen-Reglement. "Wir hatten für diese gefährlichen Verhältnisse einfach nicht die richtigen Reifen. Man hätte hier nachgeschnittene Reifen erlauben müssen", sagte er. Citroën-Sportchef Olivier Quesnel pflichtete Loeb bei: "Die vorgeschriebenen Einheitsreifen taugten hier nichts." Das sei aber nicht dem alleinigen Reifenausrüster Pirelli anzulasten, sondern ein Fehler des Reglements, so Quesnel. Der achtfache italienische Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi beendete seinen dritten Ausflug in der Rallye-WM im Ford Focus auf dem 12. Platz. Sein Rückstand betrug 13:10,4 Minuten. Den Titel in der Produktionswagen-WM sicherte sich der Österreicher Andreas Aigner mit seinem deutschen Beifahrer Klaus Wicha (Bad Karlshafen) im privat eingesetzten seriennahen Mitsubishi Lancer mit dem 13. Rang und dem zweiten Divisionsplatz.

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