WRC

WRC: Vorschau Rallye Argentinien

— 21.04.2016

Tango mit Klotz am Bein

Tabellenführer Sébastien Ogier (VW) hat bei der Rallye Argentinien nur Außenseiterchancen. Als WM-Führender muss er für die Gegner Straßenfeger spielen.

Nach über einem Monat Pause kehrt die Rallye-WM auf den amerikanischen Kontinent zurück. Am kommenden Wochenende findet der vierte Lauf der Saison statt, die Rallye Argentinien. Auf dem Programm stehen bis Sonntag 18 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von knapp 365 Kilometer rund um Villa Carlos Paz am Rand der Anden. Rund 30 Prozent davon sind im Vergleich zu 2015 neu - für eine WM-Rallye durchaus ungewöhnlich. „Das bedeutet mehr Arbeit im Training, weil neue Aufschriebe erstellt werden müssen“, erklärt Weltmeister Sébastien Ogier (32).

Weltmeister Ogier tanzt als Erster über den Schotter

Darunter ist auch eine noch nie dagewesene, kurze Prüfung in den Außenbezirken der Millionenstadt Cordoba. Es ist die einzige komplett asphaltierte Teilstrecke. Der Rest sind Schotterpisten, durchsetzt mit zahlreichen Wasserdurchfahrten. Manche der Prüfungen, wie die legendäre „El Condor“, schrauben sich in den Ausläufern der Anden bis auf über 2.000 Meter nach oben. Die auf Meereshöhe rund 320 PS starken 1,6-Liter-Turbomotoren der World Rally Cars  verlieren hier fast 20 Prozent Leistung.

„Außerdem ist der Untergrund viel weicher, der Boden viel sandiger als noch beim letzten WM-Lauf in Mexiko. Das erfordert einen anderen Fahrstil“, sagt Ogier, dem der Siegerpokal von der Rallye Argentinien als einziger noch in seiner Sammlung fehlt. Die Chancen stehen schlecht, dass sich daran etwas ändert. Denn als Tabellenführer muss Ogier zumindest während der ersten beiden von drei Etappen als Erster auf die Strecke. Damit spielt der Franzose wieder einmal den Straßenfeger für die Konkurrenz, die hinter ihm von einer sauberen Ideallinie profitiert.

Latvala könnte zum großen Profiteur avancieren

2015 kassierte Volkswagen in Argentinien die einzige Niederlage der gesamten Saison. Doch Vorjahressieger Kris Meeke (36) ist nicht am Start, weil Citroën nicht alle WM-Läufe bestreitet und sich auf die Entwicklung des neuen C3 WRC für 2017 konzentriert. Ogiers direkte Verfolger in der WM-Tabelle, die beiden Norweger Mads Østberg (28, Ford) und Teamkollege Andreas Mikkelsen (26), haben ebenfalls das Handicap der ungünstigen Startposition.

Die stärksten Trümpfe hält Jari-Matti Latvala (31) in der Hand. Der Volkswagen-Pilot rangiert aufgrund von zwei Nullrunden zum Saisonstart fünf Tabellenplätze hinter dem Weltmeister. „Als Sechster zu starten, bedeutet einen kleinen Vorteil, wenn die Prüfungen trocken bleiben“, erläutert der Finne. Beim letzten WM-Lauf In Mexiko konnte Latvala diesen Startplatz-Vorteil in einen klaren Sieg ummünzen.

Die Rallye Argentinien im Fernsehen:

Freitag, 22. April 2016
17:55 Uhr        Sport1            Highlights 1. Tag
23:20 Uhr        Sport1+          Highlights 1. Tag

Samstag, 23. April 2016
18:15 Uhr        Sport1            Highlights 2. Tag
20:00 Uhr        Sport1+          Highlights 2. Tag

Sonntag, 24. April 2016
02:20 Uhr        Sport1+          Highlights 2. Tag
21:45 Uhr        Sport1             Highlights 3. Tag

Montag, 25. April 2016
02:05 Uhr        Sport1+          Highlights 3. Tag

Autor: Christian Schön

Fotos: Picture-Alliance

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