WTCC 2007 Curitiba

WTCC 2008

— 29.02.2008

Alle jagen BMW

Die World Touring Car Championchip (WTCC) startet am Wochenende in ihre fünfte Saison. BMW, Gewinner aller Fahrer-Titel und dreifacher Konstrukteurs-Champion, ist auch 2008 das Maß aller Dinge.

24 Fahrer aus 13 Ländern, 24 Rennen auf vier Kontinenten, vier große Automobilhersteller: Die Tourenwagen-WM will auch in ihrer fünften Saison die Motorsport-Fans auf der ganzen Welt in ihren Bann ziehen. Bei den ersten beiden Läufen am Sonntag (2. März 2008) in Curitiba/Brasilien (17 und 20 Uhr MEZ/live bei Eurosport) beginnt die Jagd auf Klassen-Primus BMW, der in der WM-Geschichte bislang alle vier Fahrerkronen und die letzten drei Herstellertitel seit der Wiedereinführung 2005 nach München geholt hat. "Wir wollen nach dem letzten Rennen wieder an der Spitze stehen, sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung", formuliert BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen das klare Saisonziel, das die Münchner mit dem Erfolgsquintett des vorigen Jahres erreichen wollen. Neben Jörg Müller aus Hückelhoven, der in dieser Saison sein zehnjähriges "Dienstjubiläum" bei BMW feiert und einziger deutscher Werksfahrer in der WM ist, sowie dem dreimaligen Weltmeister Andy Priaulx (Großbritannien) schickt Theissen wieder Augusto Farfus aus Brasilien, den beinamtutierten Italiener Alessandro Zanardi sowie Felix Porteiro aus Spanien ins Rennen.

Die ersten Verfolger: Seat León und Chevrolet Lacetti

Der Herausforderer: Seat León. Mit dem TDI kamen 2007 die Punkte, und fast der Titel für Yvan Muller.

Chevrolet und Seat treten an, um die Erfolgsserie der Weiß-Blauen zu beenden und ziehen dafür alle Register. Seat-Sportdirektor Jaime Puig hatte bei der Teampräsentation in Madrid angekündigt, 2008 die Nummer eins werden zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden alle fünf Werksfahrer der Spanier mit Dieselmotoren ausgestattet. Die Selbstzünder, die in der zweiten Jahreshälfte 2007 für Furore gesorgt hatten, sind nicht unumstritten. Der Automobil-Weltverband FIA kennt zwar die Eckdaten des Triebwerkes, will aber erst nach den Veranstaltungen in Curitiba, Puebla/Mexiko und Valencia eine endgültige Entscheidung über die Einstufung des Diesels treffen. Das FIA-Büro hat bereits angekündigt, gegebenenfalls sogar an einem Rennwochenende ins Reglement eingreifen zu wollen, "falls es die Situation erfordert". Vize-Weltmeister Yvan Muller (Frankreich), die beiden früheren Formel-1-Piloten Gabriele Tarquini (Italien) und Tiago Monteiro (Portugal) sowie Jordi Gene (Spanien) und Rickard Rydell (Schweden) in ihren Seat gelten als Geheimfavoriten.

Der Neuling: Honda Accord Euro R

Der Unbekannte: Honda Accord Euro R. N.Technology übernimmt den Einsatzt des 275 PS Fronttrieblers aus Japan.

Im seinem vierten WM-Jahr will auch das Chevrolet-Team den Sprung ganz nach vorn schaffen. Der ehemalige DTM-Pilot Alain Menu (Schweiz) hat als erfolgreichster Fahrer 2007 mit fünf Siegen und fünf Pole Positionen bereits das Potenzial angedeutet. Aber insgesamt elf Nullrunden verhinderten den großen Coup, den jetzt neben Menu noch Nicola Larini aus Italien und der Brite Robert Huff ins Visier nehmen. Neu dabei als vierter Hersteller nach dem Rückzug von Alfa Romeo ist Honda. Die Japaner werden allerdings frühestens in Puebla/Mexiko ins Geschehen eingreifen. Neu im Renn-Kalender mit zwölf Sonntagen und 24 Läufen, die alle von Eurosport live übertragen werden, sind der ehemalige Formel-1-Kurs in Estoril/Portugal (13. Juli 2008) sowie die Strecke von Okayama/Japan (26. Oktober 2008). Das einzige WM-Gastspiel in Deutschland findet am 31. August 2008 traditionell in Oschersleben statt.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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