Autorennen

WTCC: Nach Saisonfinale

— 29.11.2016

Tourenwagen-WM mit Problemen

Am Wochenende ging in Katar die Tourenwagen-WM zu Ende. Jetzt steht den Organisatoren ein unruhiger Winter bevor. Die Serie steckt in Problemen.

Die Saison 2016 ist vorbei. Haudegen Gabriele Tarquini und Privatfahrer Mehdi Bennani gewannen die Rennen in Katar. Als Meister stand schon im Vorfeld Formel-E-Umsteiger Jos Mara Lpez fest.

Doch viel interessanter ist die Frage, wie es nach zwlf Jahren mit der Tourenwagen-WM weitergeht. Mit Citron und Lada steigen zwei Werksteams aus. Mit Honda und Volvo sind damit nur noch zwei Hersteller an Bord. Beide knnten 2017 je vier Autos einsetzen, der Rest msste mit Privatteams aufgefllt werden.

Die TCR International luft der WTCC mehr und mehr den Rang ab

Lada wird die eigenen Rennwagen angeblich nicht den Kunden zur Verfgung stellen. Eigentlich wurde gemunkelt, dass diverse Privatteams hinter den Fahrzeugen von Citron her sind. Aber bis heute steht kein einziger Citron-Rennstall fest. Sbastien Loeb Racing knnte weitermachen. Und der erfolgreichste WTCC-Fahrer aller Zeiten, Yvan Muller, knnte sein eigenes Team, das 2016 in der LMP3-Kategorie der Europischen Le-Mans-Serie unterwegs war, ebenfalls in die WTCC hieven. Beide knnten zwei bis drei Fahrzeuge an den Start bringen, was das Feld auf zehn bis zwlf Fahrzeuge aufstocken wrde.

Doch vertraglich sind die Organisatoren offenbar verpflichtet, 16 Autos permanent im Einsatz zu haben. Privatteams wie Campos und Mnnich wollen offenbar nicht mehr mit den in die Jahre gekommenen Chevrolet RML Cruze fahren. Neuere Boliden sind aber zu teuer.

Daher soll in Krze ein neuer Plan abgesegnet werden: Eine WTCC2-Klasse. Hier wrden die TCN2-Autos gewertet werden, also TCR-Tourenwagen, die noch etwas berarbeitet wurden etwa mit anderen Feuerlschern und Sicherheitspaketen. Die Tourenwagen-EM fhrt bereits mit den TCN2-Autos also mit dem Seat Len Cup Racer, dem Peugeot 308 Racing Cup oder dem Honda Civic TCR. Doch sie sind wesentlich langsamer als die TC1-Fahrzeuge aus der WTCC.

Die aktuellen Probleme in der Tourenwagen-WM zeigen, dass die TCR International der WTCC allmhlich den Rang abluft. In der TCR sind Werksteams verboten, hier gibt es reinen Kundensport. Immer mehr Hersteller bauen TCR-Autos und verkaufen sie an Kunden. In den Top-10 der TCR International Series sind fnf Fahrer, die aus der WTCC kommen. Und den nchsten Trumpf zog die TCR, die von Ex-WTCC-Boss Marcello Lotti gegrndet wurde, gestern mit der Verffentlichung des 2017er Kalenders: Die TCR International fhrt demnach 2017 in Monaco im Rahmenprogramm der Formel 1!
TCR versus WTCC: Details

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung