Yes! Roadster 3.2

Yes! Roadster 3.2 Yes! Roadster 3.2

Yes! Roadster 3.2

— 04.04.2006

Yes! Der Zweite

Der Diplom-Roadster aus dem sächsischen Großenhain ist erwachsen geworden: Er lockt jetzt mit bis zu 355 PS und 281 Sachen Spitze.

Was 1996 mit einer Diplomarbeit begann und 2001 mit dem ersten Serienmodell Gestalt annahm, geht zur AMI 2006 (1. bis 9. April) in die zweite Runde. Gemeint ist natürlich der knackige Roadster der Marke Yes!. Im sächsischen Großenhain in Handarbeit produziert und von da in alle Welt exportiert, gibt sich die zweite Generation erwachsener und stärker, allerdings auch luxuriöser und fülliger. Die Leistung stieg auf bis zu 355 PS, die Karosserie-Länge legt satte 20 Zentimeter zu.

Mit knapp 3,80 Meter spielt der neue Yes! Roadster jetzt theoretisch in einer Cabrio-Liga mit Peugeot 206+ CC und Opel Tigra TwinTop. Doch dieser Vergleich scheint lachhaft angesichts der Leistungsdaten, des optischen Auftritts und des Hightech-Konzepts des feurigen Sachsen. Basierend auf einem Aluminium-Space-Frame und einer Karosserie aus Faser-Verbundwerkstoffen bringt es der Yes! Roadster auf etwas mehr als eine Tonne Lebendgewicht. Dem stehen mindestens 255 PS aus 3,2 Litern Hubraum gegenüber (Vorgänger: 1,8-Liter-Turbo, 286 PS). Der Gewinner dieses Duells ist der Pilot. Er sitzt in einem Vollblut-Sportler (4,9 sek. bis 100, 255 km/h) mit einem Leistungsgewicht von 3,9 kg/ PS und kann auf bis zu 330 Newtonmeter Drehmoment zurückgreifen. Zum Vergleich: Ein Porsche 911 muß pro PS fast 4,7 Kilo mit sich rumschleppen.

Noch eins drauf legt der neue Yes! Roadster 3,2 Turbo. Der aufgeblasene Sechszylinder bringt es auf stolze 355 PS, stemmt ein Drehmoment von 485 Newtonmetern und soll den knackigen Roadster in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 schieben. Ende der Fahnenstange ist erst bei 281 Sachen. Da kann selbst der Porsche 911 4S nur mit Mühe mithalten (4,8 sek., 288 km/h).

Neben der puren Leistung wird auch die Individualisierung bei Yes! groß geschrieben. Wer den Porsche-Schreck ordert, der kann nicht nur die Farbe seines kleinen Lieblings frei bestimmen, sondern sich auch das Cockpit auf den Leib schneidern lassen. Pedalerie, Schalthebel und Sitz werden extra angepaßt und machen jeden Yes! 3,2 zu etwas ganz Besonderem.

In Sachen Linienführung bleibt sich der Frischluft-Zweisitzer auch in der zweiten Generation treu, setzt auf ein kompaktes Äußeres und fließende Formen. Kein Wunder, schließlich hält auch bei der Neuauflage Designchef Oliver Schweizer seinen Kopf für die Gestaltung hin. Zwar wirkt das Heck jetzt etwas pummeliger als beim Vorgänger, dafür ist die Nase schnittiger und weniger verspielt. Gewinner der gelungenen Schönheits-OP ist die Seitenansicht. Hier wirkt alles wie aus einem Guß, überzeugt durch gute Proportionen und aggressive Luftöffnungen.

Preislich halten sich die beiden Yes!-Erfinder zurück: Für den 3,2 werden rund 60.000 Euro fällig, für den Turbo muß der Kunde gut 10.000 Euro mehr auf den Tisch legen. Doch für welchen Yes! man sich auch entscheidet, Porsche-Jagen und am Jungfernstieg die Blicke auf sich ziehen kann man mit beiden Versionen.

Autor: Jan Kriebel

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