Diesel Zapfhahn

ZDK-Umfrage

— 06.06.2008

Diesel im Abseits

Jeder vierte Diesel-Fahrer will beim nächsten Autokauf auf einen Benziner umsteigen. Das hat eine Umfrage des deutschen KFZ-Gewerbes ergeben. Grund sind die steigenden Spritkosten.

Die Zeiten, an denen Dieselfahrer sich an der Tankstelle über günstigeren Sprit freuen konnten, sind vorbei – Benzin und Diesel sind mittlerweile nahezu gleich teuer. Grund genug, für viele Besitzer eines Diesel-PKW beim nächsten Autokauf auf ein Benzinmodell umzusteigen. Das hat eine Umfrage des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) ergeben. Demnach plant ein Viertel von rund 1000 befragten Autofahrern den Wechsel von Diesel auf Benzin. Die hohen Kraftstoffkosten machen den in Anschaffung und Unterhalt ohnehin teureren Diesel nur noch für ausgesprochene Vielfahrer attraktiv. Sinkendes Interesse am Selbstzünder dürfte sich auch auf die Gebrauchtwagenpreise auswirken. Besonders betroffen sind ältere Modelle ohne Partikelfilter. Rund 70 Prozent der Gebrauchtwagenhändler haben laut ZDK angekündigt, in Zukunft nur noch Fahrzeuge mit grüner Feinstaub-Plakette ankaufen zu wollen. Das sind nahezu alle Benziner mit geregeltem Katalysator sowie neuere oder mit Partikelfilter nachgerüstete Diesel-PKW.

"Und kost's Benzin auch zwei Mark zehn, sch...egal, es wird schon geh'n", sang Pop-Barde Markus 1982. Mittlerweile haben die Kraftstoffpreise diese Grenze weit überschritten. Die Schmerzgrenze für Spritpreise pro Liter liegt laut der ZDK-Umfrage für die Hälfte der Befragten bei unter zwei Euro, rund ein Drittel gab an, zwei Euro pro Liter sei für sie das Maximum des Zumutbaren. Schade nur, dass man es sich als Autofahrer leider nicht aussuchen kann.

Autor: Jan Kretzmann

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