Günstige Autos

Zehn Autos für weniger als 10.000 Euro Zehn Autos für weniger als 10.000 Euro

Zehn Autos bis 10.000 Euro

— 16.08.2006

Wie viel Auto gibt's für 10.000 Euro?

Ein Neuer zu teuer? Immerhin gibt es sie noch: Nagelneue Autos unter 10.000 Euro. Sind sie nur billig – oder auch billig gemacht?

Matiz, C1, Logan, Cuore, Ka

Ein Diamant-Ring, eine Weltreise oder ein kleines Motorboot – für 10.000 Euro können Sie das alles Ihr Eigen nennen. Sie meinen, so einen Schnickschnack brauchen Sie nicht? Okay, wie wäre es dann mit einem neuen Auto – das kann man schließlich immer gebrauchen. Um Ihnen die schwierige Wahl zu erleichtern, stellen wir Ihnen die zehn interessantesten Angebote im Vergleich vor. Vom Cityflitzer Smart fortwo bis zur Familienlimousine Dacia Logan entfaltet sich dabei das Angebot, von 50 bis 92 PS reichen die Leistungen, und die Preise liegen zwischen 7995 und 9999 Euro. Da sollte doch eigentlich für jeden Geschmack das Richtige dabei sein. Der AUTO BILD-Zehner-Vergleich klärt, ob Sie für kleines Geld ruhig Großes erwarten dürfen. Oder ob die Billigheimer bei genauer Betrachtung einfach nur billig gemacht sind.

So viel vorweg: Ganz ohne Verzicht geht es in dieser Preisklasse natürlich nicht, die Mehrzahl unserer zehn Sonderangebote bietet aber mehr als die berühmt-berüchtigte nackte Armut. Sollte Ihr Traumtyp in dieser Gegenüberstellung nicht dabei sein, bitte nicht gleich beleidigt sein. In der Bildergalerie finden Sie eine Übersicht, was es hierzulande sonst noch unterhalb der magischen 10.000- Euro-Grenze zu kaufen gibt. Weitere 14 Modelle, die angesichts knapper Kassen und steigender Steuern immer beliebter werden.

Der günstig-gemütliche Gasbrenner: Chevrolet Matiz 0.8 S LPG, 52 PS, 9980 Euro

Sparen und schonen: Den Matiz 0.8 mit Gasantrieb gibt's für 9980 Euro.

Klar, das Bild vom Gas gebenden Autobauer ist schon deutlich überstrapaziert, in diesem Fall aber unausweichlich. Erst wird Daewoo mit dem klangvollen Namen Chevrolet geadelt, dann bieten die Koreaner ihre komplette Palette mit Flüssiggas-Umrüstung an. Alle Achtung, besonders angesichts des Matiz 0.8 LPG, der inklusive des 1990 Euro teuren Gaspakets gerade mal 9980 Euro kostet. Für dieses Geld gibt es einen schnuckeligen 3,50-Meter-Mini mit fünf Türen, der als Pendler-Shuttle oder Zweitwagen automobile Grundbedürfnisse allemal befriedigt.

Zugegeben, beim Platzangebot dürfen keine Wunder erwartet werden, der Federungskomfort fällt angesichts des kurzen Radstandes nicht gerade sänftenartig aus, und der 0,8-Liter-Gasbrenner wirkt mit seinen 52 PS arg müde. Doch dafür kommen fünf Personen kaum günstiger von A nach B, reichen im Gasbetrieb zehn Euro für satte 250 Kilometer. Mit Benzin komme ich fürs gleiche Geld nur etwa halb so weit. Und wer beide Tanks (Gas 36, Benzin 35 Liter) nutzt, schafft stolze 1130 Kilometer.

Nachholbedarf besteht beim Thema Sicherheit. Neben dem Schleuderschutz ESP fehlen auch Gurtkraftbegrenzer. Immerhin gehören Servolenkung, elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung schon zur Serienausstattung. Was bei diesem Preis keine Selbstverständlichkeit ist.



Schlicht ist gar nicht schlecht: Citroën C1 1.0 Advance, 68 PS, 8650 Euro

3,44 Meter kurz: Der C1 findet immer eine passende Lücke.

Mal ehrlich, wer kauft denn heute noch ein Auto ohne Klimaanlage, Radio und elektrische Fensterheber? Und doch gibt es sie – zum Glück. Denn der Citroën C1 holt uns wieder auf den harten, aber durchaus gerechten Boden der Tatsachen zurück. Der 3,44 Meter kurze Franko-Floh bietet in der Grundversion 1.0 Advance eigentlich nichts – abgesehen vom Radio fehlt aber auch kaum etwas. Fenster und Spiegel lassen sich bequem von Hand bedienen, die 155er-Reifen lenken auch ohne Servohilfe willig ein, den Drehzahlmesser vermisst man nicht wirklich. Wenn ein Gangwechsel ansteht, meldet sich der 68 PS starke Dreizylinder schon. Und mit 13 Sekunden auf 100 km/h verbreitet er sogar so was wie Sportlichkeit.

Vertrauen schaffen die Seitenairbags vorn, Gurtkraftbegrenzer und der abschaltbare Beifahrerairbag – alles ohne Aufpreis. Mies: die Bremse. Und auch beim Komfort muss der Winzling allerdings Abstriche machen. Was auch fürs Platzangebot gilt. Hinten wird es doch arg eng überm Scheitel. Das geringe Transporttalent des C1 bestätigen die nur im Ganzen klappbare Fondlehne und der mit 139 Litern knappe Kofferraum. Doch Citroën lässt uns beim Preis ja noch etwas Luft. Der 1.0 Advance kostet 8650 Euro. Hintere Türen gibt es für 400, für weitere 850 Euro die Style-Ausstattung. Dann gehören für 9900 Euro Isofix, geteilte Fondlehne, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber vorn, Servolenkung und mehr zur Serie.



Rumänischer Renault-Neffe: Dacia Logan 1.5 dCi, 68 PS, 9650 Euro

Keine Schönheit, aber günstig und familientauglich: der Dacia Logan.

Eine geräumige Limousine für die ganze Familie? Mit sparsamem Diesel-Motor? Und das alles für weniger als 10.000 Euro? Gibt's nicht, sagen Skeptiker. "Welche Farbe soll er denn haben?", fragt der freundliche Dacia-Händler. Sein Logan 1.5 dCi bietet für 9650 Euro vier Türen mit ordentlich Platz, gewaltige 510 Liter Kofferraum und einen sanften Schnurr-und-Spar-Diesel von Mutter Renault. Dessen 68 PS bringen die 4,25 Meter lange Limousine zwar eher gemütlich in Fahrt, begnügen sich aber auch mit 5,3 l/100 km.

Klar, dass so ein Sonderangebot keinen großen Luxus bietet. Außer ABS, abschaltbarem Beifahrerairbag, Drehzahlmesser und Zentralverriegelung (nur über Fahrertür) muss das meiste extra bezahlt werden. Lenksäule und Fondbank bleiben dagegen absolut stur – beide lassen sich nicht mal gegen Aufpreis verstellen. Wirklich störend fällt die mangelhafte Sicherheit ins Gewicht. Gurtstraffer oder Gurtkraftbegrenzer? Fehlanzeige. Und die wären noch wichtiger als die beiden Airbags. Recht angenehm fällt der Wochenendtrip aus. Zusammen mit ihren drei Kindern genießen Mami und Papi trotz plüschiger Polster den guten Komfort, können wegen des kultivierten Diesels auch auf der Autobahn noch miteinander kommunizieren.



Die kernige Dreizylinder-Kiste: Daihatsu Cuore 1.0 Plus, 58 PS, 7995 Euro

Kleines Herzchen: Mit 7995 Euro ist der Cuore das günstigste Auto im Test.

Ja, der kleine Daihatsu macht seinem Namen wirklich Ehre. Cuore, zu Deutsch Herz, geht wirklich zu Herzen. Knuffiges Kastendesign, kerniger Dreizylinder, "Hello happy"-Begrüßung im Cockpit – ein witziges Kerlchen, dieser Daihatsu. Besonders freut uns der Preis: 7995 Euro – günstiger fährt hier keiner vor. Dafür gibt es genug Platz für vier mit eher leichtem Gepäck, sehr aufgeweckte 58 PS und ausgesprochen handliche neun Meter Wendekreis. Zusammen mit der Länge von nur 3,41 Metern ergibt das einen wuseligen City-Flitzer, der auch beim Shopping nicht sofort kapituliert.

Dass auch die Toyota-Tochter nicht zaubern kann, beweist der Blick in die Ausstattungsliste. Nichts dagegen, die Fenster von Hand zu bewegen. Dass beim Basismodell aber die Türen (bis zu fünf!) einzeln verschlossen und die Spiegel von außen (!) verstellt werden wollen, nervt. Wer die dünnen Blechtürchen scheppernd ins Schloss wirft und auf den flach gepolsterten Sitzen Platz nimmt, fragt sich unwillkürlich, ob er nicht am falschen Ende gespart hat. Doch wir können beruhigen. Ein ABS und zwei Airbags fahren ebenso ohne Aufpreis mit wie Gurtstraffer und -kraftbegrenzer. So reist es sich dann doch wieder ganz entspannt. Obwohl Klein Cuore ohne Schutzleisten gegen Parkrempler auskommen muss.



Rundstück von gestern: Ford Ka 1.3, 60 PS, 9350 Euro

Der Ka hat schon einige Jahre auf dem runden Buckel.

Im nächsten Jahr wird er schon zehn, seine Ablösung kommt aber erst 2008. Also werden wir das Rundstück mit den schiefen Scheinwerfern wohl noch ein wenig ertragen müssen. Die Rede ist vom Ford Ka, der ab 9350 Euro vorfährt und immerhin 3,62 Meter misst. Also mehr als C1, Cuore und Matiz. Mehr Platz gibt es deswegen aber nicht. Vorn sitzt man auf den platten Polstern ja noch ganz akzeptabel, im Fond wird es allerdings enorm eng. Auch wenn Ausstellfenster hinten zur Serie gehören, kann so ein runder Rücken eben nur schwer entzücken. Dazu kommt, dass der Dreitürer keine Einstiegshilfe nach hinten bietet.

Immerhin fährt der kleine Kölner manierlich. Die 60 PS taugen zwar nicht zum Ampelrennen, lassen uns aber doch entspannt mitschwimmen. Die Federung stößt nur sensiblen Gemütern unangenehm auf. Bei der Sicherheit wechseln im kleinsten Ford Licht und Schatten. Vorn gibt es nur Gurtstopper, Gurtkraftbegrenzer fehlen. Beruhigend, dass Fahrer und Beifahrer von vier Airbags aufgefangen werden. Und dass der Floh aus Tempo 100 nach gut 38 Metern steht – unter 40 Meter bleibt hier nur noch der Fox.

Clio, Fabia, Smart, Swift, Fox

Die Reife der Jahre: Renault Clio 1.2 Campus, 58 PS, 8950 Euro

Alter schützt vor Klasse nicht. Den besten Beweis dafür liefert die zweite Generation des Clio. Nach sieben Jahren erschien im Sommer 2005 ihr Nachfolger, als Clio Campus darf sie dennoch weiterleben. Und das ist auch gut so. Für 8950 Euro bekommen wir ein ausgereiftes, sicheres und gut ausgestattetes Auto vor die Tür gestellt. Der Fahrkomfort gehört in diesem Feld eindeutig zur besseren Sorte, nur die knappen Sitze schmälern den Genuss. Der 1,2-Liter-Motor mobilisiert 58 PS, die uns in keiner Situation im Stich lassen. Okay, der Tacho bis 220 entspringt eindeutig dem ausgeprägten Selbstbewusstsein der Franzosen, doch das Maschinchen schlägt sich tapfer. Kleiner Wermutstropfen: Der Verbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer markiert in diesem Vergleich die Obergrenze.

Im positiven Sinne Spitze ist das Sicherheitsteam des Renault. Das ABS wird von einem Bremsassistenten unterstützt, Gurtstraffer und -kraftbegrenzer wachen serienmäßig über das Wohl der Insassen, sechs Airbags verhindern Schlimmeres. So lässt sich unbeschwert verreisen. Nur das ESP fehlt im Clio noch – den elektronischen Schleuderschutz bietet hier nur Smart. Entschädigt werden Clio-Piloten mit vielen netten Annehmlichkeiten, die anderswo extra kosten oder gar nicht verfügbar sind. Geteilt klappbare Fondsitze, Zentralverriegelung per Funk, elektrische Fensterheber vorn – alles inbegriffen. Kein leichtes Erbe für den Clio III.



Der tapfere Tschechen-Polo: Skoda Fabia 1.2 Cool Edition, 54 PS, 9999 Euro

Gefällige Optik, genug Platz, aber schwächliche Bremse: der Fabia.

Was für ein Sommer! Da kommt Skodas kleines Erfrischungs-Geschenk gerade recht. Die tschechische VW-Tochter behält das Sondermodell Fabia Cool Edition einfach in der Preisliste und sorgt so für eine entspannte Haushaltslage. Zum Preis von exakt 9999 Euro, also für nur neun Euro mehr als beim Basismodell Classic, fährt der Ost-Polo mit Klimaanlage und Bordcomputer vor.

Ansonsten zeigt sich der Fabia allerdings eher weniger großzügig. Vier Airbags, ABS mit Bremsassistent und Servolenkung gibt es zwar serienmäßig, alles andere kostet aber meist extra. Sogar die dritte Kopfstütze hinten schlägt mit 30, das Ausstattungspaket "Function" (Zentralverriegelung, höheneinstellbarer Fahrersitz, längs- und höhenverstellbares Lenkrad, geteilt klappbare Rückbank, getönte Scheiben) mit 400 Euro zu Buche. Als besondere Zugabe lässt sich die geteilte Sitzfläche sogar ausbauen.

Wiedergutmachung betreibt der Fabia bei der ersten Ausfahrt. Auf straffen, gut konturierten Polstern reisen bis zu fünf Personen angenehm und ohne Platzangst. Auch der Federungskomfort gibt kaum Grund zum Klagen. Nur der Motor dürfte ruhig mehr Temperament beweisen. Mit 54 PS aus 1,2 Liter Hubraum kommt der 1,1 Tonnen schwere Skoda nur behäbig in Fahrt, beweist mit 6,4 Litern nicht gerade eisernen Sparwillen.



Das perfekte Parkplatz-Suchgerät: Smart fortwo Coupé pure, 50 PS, 9450 Euro

Quetschkommode: Eigentlich ist Querparken ja nicht erlaubt. Aber ...

Wer nicht in der Großstadt lebt und täglich um einen Parkplatz kämpfen muss, der kann den Smart fortwo auch nicht lieben. Der 2,50 Meter kurze Zweisitzer besitzt nämlich vor allem diesen Vorteil: Wo selbst ein Mini verzweifelt abdreht, huscht er lässig selbst in winzigste Lücken. Dass der Winzling dennoch für nicht so kleine 9450 Euro in der Liste steht, liegt an der Ausstattung. ESP, Gurtstraffer und -kraftbegrenzer, ABS mit Bremsassistent, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung per Funk und eine klappbare Beifahrerlehne können sich sehen lassen.

Weniger begeisternd fällt das Fahrerlebnis aus. Zwar finden selbst lange Kerle auf den festen Polstern bequem Platz, der Dreizylinder-Turbo kann in Verbindung dem automatisierten Schaltgetriebe aber nur bedingt überzeugen. Kernig knurrend schickt das 0,7-Liter-Motörchen seine 50 PS an die Hinterräder, bringt den 740-Kilo-Smart erst nach 18,4 Sekunden auf 100 km/h – langsamer ist in diesem Zehnerfeld keiner. Dazu wird jeder Gangwechsel von einem nervigen Nicken begleitet, sodass Fahrfreude nicht mal zu denken ist. Schlimm wird es beim Bremsen. Mit warmer Anlage steht der Smart fortwo pure erst nach 45 Metern – also mindestens zwei Smart-Längen zu spät.



Ein Mini für ein Maximum: Suzuki Swift 1.3 Classic, 92 PS, 9990 Euro

Sieht gut aus und fährt auch so: Der Swift im Kurvenrausch. Rock the road!

"Rock the Road!", so wirbt Suzuki für den neuen Swift. Und genau so sieht der 3,70 Meter kurze Bonsai auch aus. Knuffig, knackig, kernig – eine Art Mini aus Japan, nur deutlich günstiger. Der 1.3 Classic steht als Dreitürer für 9990 Euro im Showroom. Das Original von BMW kostet mindestens 5260 Euro mehr.

Und der günstige Einstieg wird nicht etwa mit Leistungsmangel erkauft. Im Gegenteil, mit 92 PS fährt der Swift 1.3 Classic klar an der PS-Spitze dieses Feldes und mischt die Konkurrenz flott auf. Ansehnliche 11,2 Sekunden bis 100 km/h bringen ihm die Poleposition, bei 175 Spitze muss der Rest ebenfalls passen. Dass solche Sportlichkeit nicht mit übermäßigem Durst (6,2 l/100 km) oder übertriebener Härte erkauft wird, freut natürlich gleich noch mal so viel.

Leichte Enttäuschung macht sich dann allerdings im Innenraum breit. Hier gibt es simple Fernost-Funktionalität und nur durchsschnittliche Sicherheitsausstattung (ABS, zwei Airbags, Gurtstraffer). Dazu Tacho bis 200, aber keinen Drehzahlmesser; schlichter schwarzer Kunststoff der billigeren Art, und einige Teile wackeln schon bei bloßer Berührung. Einen guten Eindruck hinterlassen dagegen die festen Sitze, auf denen es sich recht entspannt reisen lässt. Sogar hinten herrscht kein Platzmangel. Was uns beim Dreitürer wirklich fehlt, ist ein Sitzplatz hinten in der Mitte. Den gibt es aber leider nur im Fünftürer (ab 12.190 Euro).



Der brasilianische Polo-Bruder: VW Fox 1.2, 55 PS, 9150 Euro

Brasilian Moves: Der Fox muss sich vor Bruder Polo nicht verstecken.

Füchse gehören zwar zu den Fleischfressern, als Kannibalen gelten sie allerdings nicht. Es sei denn, sie heißen VW Fox, wandern aus Brasilien ein und machen dem heimischen Polo das Leben schwer. Ein Fox 1.2 mit 55 PS steht für 9150 Euro vor der Tür, der besser ausgestattete, aber nur sieben Zentimeter größere Bruder Polo erst ab 11.500 Euro. Zwei riesige Türen eröffnen einen großzügig bemessenen Innenraum, ecken leider aber schnell am Nachbarauto an. Weil außerdem auch Easy Entry nicht zur Serienausstattung gehört (95 Euro), wären zwei weitere Türen echt hilfreich.

Doch VW will den Polo nicht ganz schlachten und verweigert dem fünftürigen Fox die Einreise. Schade, genau wie der Umstand, dass der Fox nur als Viersitzer zugelassen ist. Platz bietet der kleine VW auch für fünf. Außerdem fährt der Fox 1.2 überraschend ausgewogen, federt manierlich und funktioniert so problemlos wie jeder einheimische VW. Nur dass die Ausstattung so dünn ausfällt und selbst die Lenkradverstellung extra kostet (455 Euro, im Paket), überrascht. Als Einstiegsmotor dient der bekannte 1,2-Liter-Dreizylinder mit 54 PS, der von brasilianischem Temperament so weit entfernt ist wie Wolfsburg von Rio. Erst nach 17,4 Sekunden liegt Tempo 100 an. Fahrfreude kommt da nicht auf, auch wenn präzise Lenkung und präzise Schaltung anderes erwarten lassen.



Fazit von AUTO BILD-Redakteur Gerald Czajka Die wichtigste Erkenntnis dieses Vergleiches lautet: Toll, was es alles für 10.000 Euro gibt.

Der macht gute Laune: Der alte Clio ist eine echte Empfehlung.

Andere Leute geben so viel Geld für eine Weltreise, einen Diamantring oder ein Motorboot aus, wir präsentieren Ihnen insgesamt 23 Autos mit vierstelligem Preis. Von den zehn, die wir eingehend getestet haben, empfiehlt sich der alte Clio als erste Wahl. Er ist komfortabel, sicher und ausgereift. Dahinter folgen die beiden Konzern-Brüder Fox und Fabia auf Rang zwei vor dem Dacia Logan auf Rang vier. Einen soliden Vertreter des VW-Konzerns oder doch lieber die rumänische Limousine mit Renault-Diesel? Da entscheidet vor allem der Geschmack. Der Citroën C1 gefällt als pfiffiger City-Flitzer, der Suzuki Swift als sportlicher Mini-Ersatz. Flott ist auch der Daihatsu Cuore unterwegs. Der Chevrolet Matiz fährt mit Gas billiger als alle Konkurrenten. Der kleine Ka schließlich kann sein Alter nicht verhehlen. Und der Smart bietet dann doch zu wenig Auto fürs Geld.

Sie wollen es ganz genau wissen? Hier bekommen Sie die technischen Daten der zehn Fahrzeuge sowie detaillierte Testergebnisse. Kostenlos. Einfach hier klicken!

Sparchance: Kauf beim freien Importeur

Wer beim Kauf unserer zehn Testkandidaten zusätzlich sparen will, kann sie bei einem freien Importeur ordern. AUTO BILD hat die Preise ausstattungsbereinigt bei bewährten Adressen ermittelt (siehe Tabelle). Wichtig bei der Rechnung: Die freien Händler schlagen auf ihren Preis keine Überführungskosten auf – im Gegensatz zu den Vertragshändlern. Gerade bei preiswerten Wagen machen diese prozentual einen deutlichen Aufschlag aus. Nimmt man dafür durchschnittlich 450 Euro an, schneiden die Angebote der freien Importeure noch einmal besser ab.

So läuft die Bestellung: Nach der Order importiert der Händler das Auto im Auftrag des Kunden und übergibt es zulassungsfertig oder zugelassen. Oft hat der Händler auch Fahrzeuge auf dem Hof. Immer dabei: die COC-Bescheinigung ("Certificate of Conformity"). Das ist die Übereinstimmungserklärung der EU für die problemlose Zulassung in Deutschland. Dazu das abgestempelte Serviceheft. Das ist für die Garantie wichtig, diese gilt ab dem Stempeldatum. Die Adressen freier Importeure finden sich im Internet etwa unter www.bfi-ev.de sowie im Kleinanzeigenmarkt von AUTO BILD.

Autor: Gerald Czajka

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