Zetsche lästert über Google-Auto

— 07.05.2013

"Wie eine Mondlandefähre!"

Daimler-Chef Dieter Zetsche knöpfte sich das selbstfahrende Auto von Google vor. Mercedes werde die Technik dezenter verpacken, lästerte der Mercedes-Boss.



(dpa/ste) Daimler-Chef Dieter Zetsche kann den selbstfahrenden Autos Google wenig abgewinnen. "Wenn sie mal so ein Google-Fahrzeug gesehen haben, dann sieht das etwa so aus wie eine Mondlandefähre", sagte Dieter Zetsche auf der Internetkonferenz "re:publica" über die Google-Autos mit ihren aufmontierten Sensoren.

"Die Google-Fahrzeuge sehen in etwa so aus wie eine Mondlandefähre", findet Daimler-Boss Zetsche.

Daimlers Ziel sei es, Sensoren und Fahrautomatik nahtlos in Autos einzubauen. Zetsche nannte als Beispiel teilautomatische Systeme in einigen Mercedes-Fahrzeugen, die beim Stop-and-Go-Verkehr das Fahren übernehmen können (Distronic Plus). Ein nächster Schritt sei eine Technik, die es Fahrern erlaube, ihr Auto vor dem Parkhaus abzustellen – das Fahrzeug soll dann selbst einen freien Platz finden. Es sei jedoch wichtig, dass auch bei automatischen Fahrsystemen der Fahrer die Kontrolle behalte – nicht zuletzt, weil Autofahren Spaß mache.

Autonomer Google-Prius: Google lernt fahren

Zetsche warb auch für Daimlers Carsharing-Angebot "Car2go", bei dem Autofahrer Wagen stundenweise mieten können. Mit "Car2go" sei Daimler inzwischen in 19 Städten vertreten und erreiche 350.000 Kunden. In vier Städten sei das Unternehmen profitabel. "Natürlich ist das ein Geschäftsmodell", sagte Zetsche. "Wir glauben, dass wir bis Mitte des Jahrzehnts bereits in 50 Städten sein können." Die Expansion soll sich nicht auf Deutschland beschränken: "Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob Car2Go in chinesischen Städten funktioniert." Dass Carsharing potenzielle Kunden vom Autokauf abhalte, glaubt Zetsche nicht. Die Art der Mobilität verändere sich besonders in Städten. Dort nutzten viele Menschen mehrere Verkehrsmittel wie Auto, Bus, Bahn und Fahrrad je nach Situation. "Wenn sich Dinge verändern, wenn sich das Umfeld verändert, dann ist es immer klug, Teil der Veränderung zu sein."

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