ZF-Praxistest 2010 — 28.07.2010
Deutschlands bestes Kompakt-SUV
Sie, liebe Leser, gaben ihre Stimme ab und schickten zehn Kompakt-SUVs ins ZF-Praxistest-Finale. Wie 2009 luden AUTO TEST und ZF auch 2010 zehn Leser ein, um Deutschlands bestes Kompakt-SUV zu ermitteln.
Achtung: Gewinnen Sie hier den Testsieger!
Im ersten Abschnitt führt der Kurs durch ein glitschiges Wasserloch hinüber zu einer Schrägfahrt. Auf einer langen und schmalen Bergabpassage, die bei feuchtem Untergrund schnell zur Rutschpartie wird, geht es hinab zur steilsten Abfahrt. Hier ist eine Bergabfahrhilfe sehr von Vorteil – aber nicht alle Fahrzeuge bringen eine mit. David Ludes belohnt das harmonische Zusammenspiel von Elektronik, Gas und Bremse im Tiguan mit der Bestnote, wohingegen ihm die des Toyota zu ruppig eingreift: "befriedigend". "Der BMW ist unauffällig und nicht sehr vertrauenerweckend", berichtet Volker Meuter in diesem Abschnitt und uteils ebenfalls mit "befriedigend". Danach folgt ein steiles Bergaufstück, wobei nicht nur die verschiedenen Antriebssysteme eine wichtige Rolle spielen, sondern auch, wie gut man aus den Allradlern die nächsten Abschnitte überblicken kann. Martina Müller im Land Rover ist begeistert: 1,0. Dieter Geng muss im Jeep Patriot derweil feststellen, dass sich für ihn die Karosserie zu sehr verwindet: "befriedigend".Von der höchstgelegenen Stelle geht es über bucklige Abfahrten, kurze Überhänge und Baumstämme ganz hinunter. Die Tester werden dabei heftig durchgeschüttelt. Die Jury beurteilt Verarbeitung, Platzangebot und Bedienbarkeit und kommt erstaunt zu neuen Erkenntnissen. "Vom Freelander habe ich etwas mehr erwartet", bemängelt Gabi Reimchen die Verarbeitung des Briten, dessen zweite Generation seit 2007 auf dem Markt ist; der allererste Land Rover wurde übrigens schon 1948 vorgestellt. "Gefühlt hat er auch den größten Kofferraum, da passt einfach am meisten rein", lobt Helmut Kubisch den Forester, bemerkt aber, dass die Materialien hochwertiger seien dürften. Note: 2 bis 3.
Die zehn Finalisten
Bis auf den eng geschnittenen Fahrerplatz gefällt Heiko Müller besonders die einfache, logische Bedienbarkeit des Kuga, auch der Touchscreen des Navigations- und Entertainmentsystems reagiere sehr gut. Im Yeti nebenan ist Marcus Bär von der Variabilität des Tschechen begeistert. David Ludes ist einer der Größten, bemerkt für sich andere Mängel: Die Heckklappen von Qashqai, Patriot und X1 öffnen ihm eindeutig nicht weit genug. Im BMW hat er als Passagier am wenigsten Platz. Als Fahrer stößt sein Knie unangenehm an die Mittelkonsole. Das gibt Abzug. Ein üppiges Frühstück bildet die Basis für den zweiten Tag des ZF-Praxistests. Auf dem Fahrsicherheitsgelände I am Nürburgring gilt es nun, die Onroad-Qualitäten der Fahrzeue auszureizen. Während Freelander, Tiguan und Kuga hier notenmäßig gleichauf liegen, sticht der BMW mit seinem dynamisch abgestimmten Fahrwerk klar heraus. Wegen technischer Probleme musste der Renault Koleos kurzfristig durch den Toyota RAV4 ersetzt werden!2010 gibt es einen Überraschungssieger
Mike Schütz bevorzugt die schwergängige, aber sehr direkte Lenkung des X1 und gibt ihm dafür die Eins. Als jeder Tester jedes Fahrzeug ausgiebig erprobt hat, nutzt die Jury die letzte Gelegenheit zum Feintuning ihrer Bewertungsbögen – schließlich geht es darum, Deutschlands bestes Kompakt-SUV zu küren. Am Ende gibt es einen klaren Überraschungssieger. Im Leser-Voting landete er noch auf dem undankbaren vierten Platz, doch im Offroad-Park ließ er schon seine Siegambitionen durchblicken. Bei der statischen Bewertung dann verblüffte er die Tester mit solider Verarbeitung und stimmigem Gesamtkonzept, und auch auf dem Fahrsicherheitsgelände konnte er überzeugen. Nachdem die Jury ihre Notizen ausgewertet hat, gibt sie das Resultat bekannt: Ihre Wahl beim ZF-Praxistest 2010 von AUTO TEST fällt eindeutig auf den Land Rover Freelander 2.
Die Platzierungen zwei bis zehn als Video:
Platz 2: VW TiguanPlatz 3: Ford Kuga
Platz 4: BMW X1
Platz 5: Skoda Yeti
Platz 6: Subaru Forester
Platz 7: Nissan Qashqai
Platz 8: Jeep Patriot
Platz 9: Hyundai ix35
Platz 10: Toyota RAV4
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Kommentare zum Artikel (24)
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na, und wer ist überrascht, dass toyota wieder mal schlusslicht eines autoblöd-"tests" wurde?
niemand, oder?
genauso wenig verwundert es natürlich, dass der tiguan gewinnt. (den landrover kann man ja net ernst nehmen. den haben sie nur reingeschoben damit sie sagen können: der vw wird nicht immer erster. es könnte genausogut ein e-bike der große überraschungssieger sein.)
Technische Probleme beim Koleos? Und welche?
Wer genau liest erfährt dass der Koleos wegen technischer Probleme durch den Toyota ersetzt wurde. Zum Sieg des Landy: Super, genau der richtige hat gewonnen. Klasse Fahrzeug mit tollen Eigenschaften. Aber den 3. Platz des Kuga finde ich auch bemerkenswert, weil er gekonnt eine sportliche Fahrwerksauslegung mit einer guten GEländetauglichkeit verbindet. Und das zu einem vernünftigen Preis. Wenn nur der Kofferrraum etwas größer wäre, dann wäre er was für meine Familie.
Absolut richtig so. Scheingeländegänger auf Pkw-fahrwerk sind eh ein Witz. Und wenn man sich mal etwas schlau macht mit was für einem Aufwand der freelander 2 entwickelt wurde versteht man auch warum auch nicht landy Fans in der realität dermaßen überrascht wurden.
Der beste SUV hat gewonnen, aber meines erachtens ist danach ein anderes auto zu finden. Der Forester ist das zweitbeste SUV. Wer ihn schonmal gefahren ist, wird zustimmen, dass das auto im gesamten einfach top ist, sowohl on als auch offroad. Und der Forester ist ein Reiseauto ohne gleichen, ist aber nicht der Sportlichste als EU-Version. Für alle, die sehr schnell unterwegs sind, geht in die Schweiz und holt euch den Turbo. Fahrleistungen eines GTI in der klasse sind einzigartig. Nur der durst, der ist auch einzigartig. ;)