Zukunft des Automarkts

Zukunft des Automarkts

— 17.09.2002

13 fette Jahre, dann kommt die Dürre

Ab 2015 soll es mit dem Automarkt richtig bergab gehen. Das prognostiziert das Essener Marktforschungsinstitut Marketing Systems.

Alle guten Dinge sind drei, sagt man. Das mag in guten Zeiten stimmen, in schlechten wie diesen kommt es leider dreifach hart. Den Beweis liefert die Automobilindustrie. Zum dritten Mal in Folge erlebt die Branche einen Absatzrückang. Rund 3,25 Millionen Neuzulassungen werden für dieses Jahr erwartet, das bedeutet ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (3,34 Millionen).

Die Essener Marktforscher von Marketing Systems rechnen jedoch damit, dass es in den nächsten Jahren wieder besser wird und die Zulassungszahlen steigen. Ab 2015 werde es allerdings wieder einen anhaltenden Nachfragerückgang geben. Grund: Die Deutschen werden immer älter, deshalb werden trotz steigenden Mobilitätsbedarfs nicht mehr so viele Autos gekauft. Der Anteil der Autokäufer unter 50 Jahren werde von heute 55 auf 43 Prozent sinken.

Insgesamt wird es laut dieser Studie im Jahr 2050 – so keine außergewöhnlichen wirtschaftlichen oder politischen Ereignisse eintreten – deutlich mehr Autos geben als heute. Marketing Systems geht davon aus, dass der Bestand von gegenwärtig 44,4 Millionen auf 49 bis 54 Millionen Fahrzeuge steigt. Rund 90 Prozent der volljährigen Einwohner würden dann ein Auto besitzen. Heute sind es etwa 66 Prozent.

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