Ulrich Hackenberg

Zukunfts-Diskussion auf der IAA 2009

— 16.09.2009

So geht es weiter

Keine Frage: Die Zukunft hat auf der IAA 2009 längst begonnen. Doch wie sieht Mobilität in zehn, 15 oder 20 Jahren aus? Darüber diskutierte in Frankfurt eine äußerst illustre Runde.

Es war eine außergewöhnliche Premiere, aber diesmal keine mit vier Rädern. Erstmals trafen sich auf der IAA 2009 in Frankfurt die Entwicklungschefs aller sieben deutschen Hersteller zu einer Podiumsdiskussion, um über die Mobilität von morgen zu sprechen. Mit am Tisch: Michael Dick (Audi), Klaus Draeger (BMW), Thomas Weber (Daimler), Joseph Bakaj (Ford Europe), Hans Demant (Opel), Wolfgang Dürheimer (Porsche) und Ulrich Hackenberg (VW, Foto) sowie Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilndustrie (VDA), als Gastgeber. Titelthema: "Innovative Technologien – der Weg der deutschen Automobilindustrie". Abseits der rund 100 Weltpremieren auf der nach wie vor wichtigsten Automesse, ging es um mittel- und langfristige Perspektiven. Welche Antriebsart dominiert in Zukunft? Wann löst der Elektromotor den guten alten Verbrennungsmotor ab? Wo verläuft der Weg zum unfallfreien Fahren. Und wie können die deutschen Hersteller ihre herausragende Position auf dem Weltmarkt halten oder sogar ausbauen?

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Tenor der Antworten: Es sind Langstreckenläufer gefragt, keine Sprinter. Und: Die deutschen Autobauer sind gut aufgestellt. "An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei", betonte Audi-Vorstand Michael Dick. Entscheidend für die weitere Optimierung von E-Fahrzeugen seien die Fortschritte in der Batterietechnologie. Ford-Entwicklungschef Joseph Bakaj kündigte in diesem Zusammenhang ein Lithium-Ionen-betriebenen Pkw für 2011 an – allerdings vorerst nur für den amerikanischen Markt. Nach Ansicht von Thomas Weber, im Daimler-Vorstand für die Konzernforschung zuständig, ist für die "Schlüsseltechnologie Lithium-Ionen-Batterie" hierzulande ein enger Schulterschluss von Industrie, Politik, Wissenschaft und Energieversorgern erforderlich. Er sah in der Elektromobilität einen "wichtigen Baustein im Antriebsmix für die nachhaltige Mobilität" und unterstrich zudem die Bedeutung eines flächendeckenden Wasserstoff-Tankstellennetzes.

Downsizing oder Sparen bei der High-Performance?

BMW-Vorstand Klaus Draeger unterstrich: "Freude am Fahren und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus."

"Die Brennstoffzelle und die Elektromobilität ergänzen einander", sagte GM-Europe-Vize Hans Demant. Genau wie VW-Markenvorstand Ulrich Hackenberg progagierte er "Umweltfreundlichkeit ohne Verzicht". Der Weg zur Elektrifizierung vom herkömmlichen Hybrid über den Plug-in-Hybrid bis hin zu E-Autos mit Reichweitenverlängerung wie der Opel Ampera sei vorgezeichnet. Auch BMW-Entwickler Klaus Draeger erklärte: "Freude am Fahren und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus." Er wies auf die Strategie seines Hauses hin, E-Konzepte mit sparsamen Turbodieselmotoren zu kombinieren. Während Hackenberg einen Trend zum Downsizing bei Ottomotoren sah, legt Porsche laut Vorstandsmitglied Wolfgang Dürheimer mehr Wert auf Einsparungspotenziale im "High-Performance-Bereich". Dazu gehörten u.a. die Direkteinspritzung, Doppelkupplungsgetriebe oder die Reibungsoptimierung.

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