Polk Weltkarte zur Pkw-Zukassung

Zulassungen BRIC-Staaten

— 07.05.2008

Rasantes Wachstum

Davon können wir in Deutschland nur träumen: Die Zuwachsraten in den so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bei den Auto-Zulassungen betragen zwischen elf und 31 Prozent.

Rekorde ohne Atempause: Die Pkw-Märkte in den aufstrebenden BRIC-Staaten (Staatengruppe bestehend aus Brasilien, Russland, Indien und China) verzeichneten im vergangenen Jahr erneut rasante Wachstumsraten zwischen elf Prozent in Indien und 31 Prozent in Russland. Der chinesische Pkw-Markt führte mit fast sechs Millionen Fahrzeugen in 2007 das Quartett an, gefolgt von Russland, das erstmals die Marke von zwei Millionen Autos überschritten hat. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2007 rund 3,2 Millionen Autos verkauft. Vor allem die deutlich gestiegenen Einkommen infolge der robusten Konjunkturentwicklung und die verbesserten Möglichkeiten der Fahrzeugfinanzierung führen zum starken Wachstum der Märkte. Auch in den nächsten Jahren werden sich die BRIC-Staaten positiv entwickeln und sich von zahlreichen etablierten Märkten hinsichtlich der Pkw-Nachfrage absetzen können. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie zu den globalen Wachstumsmärkten des Essener Marktforschungs-Unternehmens R. L. Polk.

Für die Zukunft rechnen Marktforscher mit 20 Millionen Zulassungen pro Jahr allein in den BRIC-Staaten.

Im Gegensatz zu den weitestgehend gesättigten Märkten wie den USA, Japan und Westeuropa bietet die derzeit noch geringe Fahrzeugdichte Polk zufolge ein enormes Absatzpotenzial für die Zukunft. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer geringeren Anfälligkeit gegenüber weltwirtschaftlichen Konjunktureinflüssen sollen auch schärfere Vorschriften für Gebrauchtwagenimporte sowie Umwelt- und Sicherheitsstandards zusätzliche Impulse für die Pkw-Nachfrage bringen. Für die Hersteller ist dabei wichtig, vor Ort produzieren zu können. Die einstige Dominanz der heimischen Autobauer wie Lada in Russland oder Maruti in Indien werde durch massive Investitionen in neue Produktionsstätten ausländischer Unternehmen durchbrochen. Langfristig wird daher nur noch jedes dritte Fahrzeug von einem heimischen Hersteller produziert werden.

In Brasilien und China stocken die Hersteller ihre bestehenden Kapazitäten deutlich auf, um die enorme Nachfrage zu befriedigen. Für die kommenden Jahre prognostizieren die Marktforscher eine Fortsetzung der aktuellen Entwicklung. Bis zum Jahr 2015 wird die Nachfrage in den vier Märkten auf über 20 Millionen Pkw ansteigen und sich innerhalb von nur zehn Jahren mehr als verdoppelt haben. Weil die Käufer in diesen Märkten weniger Geld zur Verfügung haben, wird ein Großteil der verkauften Fahrzeuge auf das so genannte Low-Cost-Segment fallen. Die Zukunft liegt hier also im Billigauto.

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