Ford Fusion Hybrid

Zulassungen US-Markt Februar 2010

— 03.03.2010

Ford überholt GM

Das grenzt an eine Sensation: Ford hat im Februar 2010 mehr Autos in den USA verkauft als GM. Ob der Mega-Rückruf die Kunden vom Kauf eines Toyota abhielt, lesen Sie hier.

(dpa/sb) Dicke Überraschung auf dem US-Automarkt: Die ewige Nummer eins General Motors (GM) hat die Pole-Position an Ford abgeben müssen. Ford schob sich im Februar mit 142.285 verkauften Autos ganz knapp vor den Erzrivalen aus Detroit, der 141.951 Wagen unters Volk brachte. Ford-Vertriebschef Ken Czubay machte den Erfolg an der umgekrempelten Modellpalette fest. Ford geht weg von Spritschluckern, hin zu kleineren Wagen. Vor allem die Mittelklasse-Limousine Fusion und der vergleichsweise leichte Geländewagen Explorer fanden reißenden Absatz bei den amerikanischen Kunden. Beide Autos bietet Ford auch als Hybridversionen an. "Die gute Nachricht ist, wir bringen noch mehr neue Produkte und spritsparende Antriebe dieses Jahr heraus", sagte Czubay. Der gute Lauf dürfte seiner Meinung nach deshalb anhalten.

Hier gibt es weitere Hitlisten und die Jahreshitliste 2009

Der gesamte US-Automarkt setzte im Februar 2010 die Erholung aus den Vormonaten fort. Nach Angaben des Marktforschers Autodata stiegen die Gesamtverkäufe im Vergleich zum niedrigen Vorjahresniveau um 13 Prozent auf gut 780.000. GM profitierte von der wiedergekehrten Kauflust aber nur bedingt. Der über Dekaden größte amerikanische Hersteller setzte nur knapp zwölf Prozent mehr Wagen ab. Konzernchef Edward Whitacre reagierte scharf: Er krempelte noch am gleichen Tag die Verkaufsmannschaft in den USA um, warf altgediente Manager raus und setzte neue an die Spitze von Vertrieb und Marketing. Ford machte indes einen guten Job: Die Verkäufe legten um 43 Prozent zu.

Toyota muss Rabatte geben

Der Verkaufsrückgang bei Toyota fiel nicht so stark aus wie erwartet. Mit 100.027 Stück setzte Toyota im Februar knapp neun Prozent weniger Fahrzeuge ab als vor einem Jahr. Branchenbeobachter waren von einem höheren Einbruch wegen der Pannenserie ausgegangen. Toyota hatte mit Rabatten gegengesteuert. Pro Auto gab der japanische Hersteller nach Berechnungen des Automarktplatzes Edmunds.com im Schnitt 1833 Dollar Nachlass – viel für den weltgrößten Hersteller, der die Kunden bislang mit Qualität und Sicherheit überzeugt hatte. Die Konkurrenz lockt die Käufer schon seit Jahren mit hohen Rabatten. Chrysler konnte den Abwärtstrend der vergangenen Monate stoppen und hielt die Verkäufe mit 84.449 Autos stabil. Der kleinste der drei US-Autohersteller ringt um das Vertrauen der Kunden. Chrysler war wie GM im vergangenen Jahr in die Insolvenz gerutscht und konnte sich nur dank staatlicher Milliardenhilfe daraus befreien. Nun soll unter der Führung des italienischen Fiat-Konzerns der Neustart gelingen.

VW legt kräftig zu

Die deutschen Autobauer legten durch die Bank zu. VW setzte die mit 18.116 Autos ein Drittel mehr Fahrzeuge ab. In der Premiumklasse haben die deutschen Autobauer weiter einen guten Stand. Bei BMW verkauften sich vor allem die Geländewagen wie der X5 besser. Der schwäbische Erzrivale Mercedes konnte mit der neuen E-Klasse punkten. Dagegen kamen die Kleinwagen-Töchter Mini und
Smart bei den Amerikanern vergleichsweise schlecht an. BMW setzte insgesamt 17.971 Autos ab, Daimler 15.827. Audi brachte es auf 6216 Fahrzeuge, konnte den Abstand aber verringern. Konzernschwester Porsche lag mit 1531 Autos etwas über Vorjahr. Bei der wohlhabenden Klientel kam der Panamera gut an.

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