Zulassungen USA Februar 2009
— 04.03.2009Tief im Jammertal
Der US-Automarkt kennt derzeit nur eine Richtung: Es geht steil bergab. General Motors verlor 53 Prozent, Ford büßte 48 Prozent ein. Dagegen schlagen sich die deutschen Hersteller noch wacker.
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Besonders starker Einbrauch beim Passat: Er verliert 71 Prozent
Bei BMW federte der Mini den Abschwung etwas ab. Im Konzern betrug der Rückgang 34,7 Prozent auf 15.805 Fahrzeuge. Das Minus bei Mini fiel mit 17,2 Prozent auf gut 2800 verkaufte Autos deutlich moderater als bei der Kernmarke aus. Der VW-Absatz sank um 17,5 Prozent auf 13.660 Fahrzeuge. Einen besonderen Einbruch erlebte der Passat, dessen Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 71 Prozent auf knapp 1000 Wagen einbrachen. Beim wichtigsten Modell Jetta gab es einen Rückgang von 12,3 Prozent auf knapp 6000 Fahrzeuge. VW schreibt in den USA seit Jahren rote Zahlen. Bei Porsche fiel der Absatz um zwölf Prozent auf 1622 Fahrzeuge. Ein Grund dafür war, dass sich die Boxster-Verkäufe nach Einführung des neuen Modells mit 291 Autos mehr als verdoppelten. Beim 911er gab es einen Rückgang von sechs Prozent auf 617 Fahrzeuge.Auch Toyota schwächelt: Minus 37,5 Prozent im Jahresvergleich
Noch viel schlimmer erwischte es im Februar die US-Autobauer. Minus 53 Prozent für die ums Überleben kämpfende Opel-Mutter General Motors, minus 48 Prozent für Ford, minus 37,5 Prozent selbst für den jahrelang erfolgsverwöhnten japanischen Rivalen Toyota. Branchenexperten befürchten, der Tiefpunkt sei möglicherweise noch nicht erreicht. Im Januar war der Markt im Jahresvergleich um 37 Prozent geschrumpft. Bei General Motors halbiert sich der Absatz im Jahresvergleich inzwischen Monat für Monat. In diesem Februar verkaufte GM nur noch 126.170 Fahrzeuge. Die Entwicklung zeigt den beispiellosen Niedergang der US-Autoindustrie: Im gleichen Monat vor nur zwei Jahren hatte der Konzern noch knapp 312.000 Wagen abgesetzt. Chrysler erlitt im Februar ein Absatzminus von 44 Prozent auf gut 84.000 Fahrzeuge.ANZEIGE
Ford drosselt die Produktion
Ford verkaufte nur noch 96.044 Autos. Der zweitgrößte amerikanische Autobauer drosselt als Reaktion die Produktion im zweiten Quartal auf 425.000 Fahrzeuge von 685.000 vor einem Jahr. Bei Toyota brachen vor allem die Verkäufe der Geländewagen ein – um rund 45 Prozent auf gut 37.600 Fahrzeuge. Insgesamt kam der Konzern mit den Marken Toyota, Scion und Lexus auf 109.583 Wagen. Das Marktforschungsunternehmen Autodata errechnete aus den Februar-Zahlen einen Jahresabsatz von nur noch 9,1 Millionen Autos – das wäre nochmals ein dramatischer Rückgang im Vergleich zu den noch gut 13 Millionen im vergangenen Jahr. Das war bereits der tiefste Stand in 15 Jahren.
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