Zulieferer Delphi ist pleite

Zulieferer Delphi ist pleite

— 12.10.2005

US-Autobauer unter Druck

Mit der Insolvenz des weltgrößten Autozulieferers Delphi droht der Autoindustrie eine Welle von Sparmaßnahmen.

Die Insolvenz des weltgrößten Autozulieferers Delphi könnte eine Welle von Sparmaßnahmen in der gesamten US-Automobilindustrie auslösen. "In Zukunft werden nicht mehr Verhandlungen mit den Gewerkschaften die Höhe der Löhne bestimmen können, sondern der Markt", sagte David Cole, Leiter des renommierten "Center for Automotive Research" in Michigan.

Delphi hatte am Samstag (8. Oktober) Insolvenz angemeldet. Der Hersteller von Elektronikkomponenten, Kupplungen und Bremsen kündigte an, in den USA Werke zu schließen und Stellen abzubauen. Für die Verbleibenden der 50.000 Beschäftigten in den USA will Delphi starke Lohnkürzungen von derzeit durchschnittlich 27 Dollar pro Stunde auf zehn Dollar durchsetzen. Delphi-Chef Robert S. Miller sagte, die Zeit der hohen Löhne in der Automobilindustrie sei vorbei.

Auch Autokonzerne wie Ford, Chrysler und General Motors (GM) werden künftig an den Arbeiterlöhnen sparen müssen, sagt Jonathan Steinmetz, Analyst bei der Investmentbank Morgan Stanley. Das gelte vor allem für GM, der von allen Autokonzernen das teuerste Gesundheitssystem betreibe. In jedem vom Konzern hergestellten Auto steckten Gesundheitsausgaben für die Mitarbeiter in Höhe von 1500 Dollar. "Bei sinkenden Autopreisen ist es natürlich schwer, die steigenden Gesundheitskosten zu schultern", meint Steinmetz.

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