VW Beetle

Zweitwagen versichern

— 19.07.2016

Wie auch der Zweitwagen günstig bleibt

Die meisten Kfz-Versicherer bieten für Zweitwagen Sonderregelungen an – für Autofahrer bietet sich die Möglichkeit zu sparen. AUTO BILD erklärt, worauf zu achten ist.

Viele Familien benötigen aus den unterschiedlichsten Gründen einen Zweitwagen. Dabei macht ein Kfz-Versicherungsvergleich besonders Sinn. Denn die Regelungen zur Zweitwagenversicherung können sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Den Dschungel der unterschiedlichen Versicherer zu überblicken, ist zwar nicht gerade einfach, doch die Recherche kann sich auszahlen. Der Reihe nach.

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Nachteilige Schadenfreiheitsklasse umgehen

Um den Zweitwagen günstig zu versichern, sollte folgendes beachtet werden: Bei Fahranfängern kann es sinnvoll sein, die Kfz-Versicherung über die Eltern laufen zu lassen. Denn Führerschein-Neulinge steigen sowohl bei der Kfz-Haftplicht als auch bei einer Vollkasko-Versicherung im Normalfall mit der ungünstigsten Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse 0) ein – das bedeutet, sie zahlen den vollen Beitrag ohne Schadenfreiheitsrabatt. Wird der Wagen dagegen als Zweitwagen der Eltern angemeldet, besteht die Möglichkeit, die nachteilige Schadenfreiheitsklasse zu umgehen. Bei Kfz-Versicherer Cosmos-Direkt etwa wird ein Zweitwagen mit SF-Klasse 1/2 eingestuft. Bis zu 20 Prozent ließen sich auf diese Weise im Vergleich zu einer separaten Kfz-Police sparen, heißt es bei dem Versicherer. Die Eltern sind also Fahrzeughalter, und das Kind wird nur als Fahrer eingetragen.

Hat ein Fahranfänger die ersten Jahre unfallfrei überstanden, ist es ratsam, die Autoversicherung für den Zweitwagen zu beenden und diesen auf den eigenen Namen zu versichern. Nur so kann er selbst als Versicherungsnehmer Jahr für Jahr bei schadenfreier Nutzung des Autos seine SF-Klasse verbessern und von den Schadenfreiheitsrabatten profitieren. Kann nachgewiesen werden, dass der Fahranfänger das bis dahin über die Eltern versicherte Zweitfahrzeug überwiegend gefahren hat, kann der bis dahin erreichte Schadenfreiheitsrabatt auch übertragen werden. Bei vielen Gesellschaften geht dies auch zwischen Großeltern und Enkeln. "Allerdings muss der Enkel dabei auch nachweisen können, dass er das Auto der Großeltern schon länger gefahren hat", erklärt Angela Petig, Vorstandsmitglied bei den Fairsicherungsläden. "Stellt sich heraus, dass nur die Großeltern als Fahrer eingetragen waren, kann das schon mal ein Stolperstein sein." Bei einer Rabattübertragung ist außerdem zu bedenken: Wer einen Rabatt zum Beispiel auf das Kind oder den Enkel überträgt, kann diesen nicht mehr für sich selbst geltend machen. Die Rabattübertragung ist zudem nicht wieder rückgängig zu machen.

Was hinter der Zweitwagenregelung steckt

Die meisten Kfz-Versicherer gewähren beim Abschluss einer Zweitwagenversicherung auf ein und denselben Versicherungsnehmer eine Sondereinstufung bei den SF-Klassen. Die Höhe der Einstufung hängt vom Versicherer ab. Die Idee hinter der Zweitwagenregelung ist simpel: Normalerweise würde das Fahrzeug in die SF-Klasse 0 eingestuft, der Versicherungsnehmer müsste einen hohen Beitrag zahlen. Da viele Autofahrer mit ihrem Erstwagen schon über mehrere Jahre unfallfrei fahren, gewähren Versicherer für den zweiten Wagen einen günstigeren Schadenfreiheitsrabatt. Am häufigsten wird eine preiswertere Einstufung in die SF-Klasse ½ angeboten, einige Versicherer gehen noch weiter, stufen von Anfang an in die SF-Klassen 2 bis 3 ein. Je nachdem, ob sich der Erstwagen in einer noch höheren SF-Klasse befindet, bieten Gesellschaften eine noch höhere Sondereinstufung an.

Eine gesetzliche Regelung für die Sondereinstufung gibt es nicht. Viele Gesellschaften knüpfen die Zweitwagenversicherung an Bedingungen. Hier einige Beispiele:
• Die Zulassung des Zweitfahrzeuges muss in der Regel auf den gleichen Halter oder Ehepartner wie den Erstwagen erfolgen.
• Der Fahrzeugnutzer darf ein Mindestalter nicht unterschreiten (z.B. 25 Jahre).
• Die SF-Klasse des Erstfahrzeuges muss besser als SF 2 sein.
• Das Erstfahrzeug muss bei derselben Gesellschaft versichert sein.
• Es müssen weitere Verträge beim selben Versicherer bestehen.
• Die Kilometerleistung pro Jahr ist eingeschränkt.

Diese Punkte sind von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich – und teilweise verhandelbar. Wie viel ein Autofahrer bei der Zweitwagenversicherung sparen kann, hängt von den Konditionen ab, die die Versicherungsgesellschaft ihrem Kunden einräumt. In den meisten Fällen zahlt es sich für den Kunden aus, eine Kfz-Versicherung nach der Zweitwagenregelung abzuschließen. Einige Gesellschaften bieten auch an, den Zweitwagen zu denselben Konditionen wie den Erstwagen zu versichern.

Der Schadenfreiheitsrabatt steigt auch bei der Zweitwagenversicherung mit der Zeit an. Wird mit dem Zweitwagen ein Unfall verursacht, bleibt die Versicherung des Erstwagens davon unberührt. "Jeder Vertrag wird für sich betrachtet", erläutert Andreas Kroll von der Generali.

Eine günstige Zweitwagenversicherung finden

Es gibt Versicherer, die in der verbesserten Zweitwagenregelung noch günstigere SF-Klassen anbieten. Die Huk-Coburg zum Beispiel; sie stuft den Zweitwagen in SF 4 ein, wenn ein Erstvertrag für ein Auto existiert, der in der Kfz-Haftpflicht mindestens die SF-Klasse 4 hat. Und der Zweitwagen muss auf den Halter des Erstwagens zugelassen werden oder dessen Lebenspartner/Ehefrau; darüber hinaus müssen die Fahrer älter als 23 Jahre sein. Die DEVK bietet ähnliche Konditionen an. Bei den Vergleichsportalen wie check24, Verivox oder Huk 24 sind einige dieser Spezialangebote zu finden. Richtige Angaben sind wichtig. Wird zum Beispiel nach der Schadenfreiheitsklasse gefragt, muss die SF-Klasse des Zweitwagens genannt werden. War der Zweitwagen noch nicht angemeldet, muss die Klasse 0 angegeben werden. Welchen Schadenfreiheitsrabatt die Versicherungen anbieten, zeigt sich im Ergebnis.

Angela Petig gibt bei Vergleichsportalen zu bedenken: "Häufig sieht man nach der Auswertung nur den Betrag und freut sich, weil man glaubt, eine günstige Versicherung gefunden zu haben. Autofahrer sollten sich aber auch die Leistungen genau ansehen und vergleichen."

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