Zwölf Bordwerkzeuge im Vergleich

Zwölf Bordwerkzeuge im Vergleich Zwölf Bordwerkzeuge im Vergleich

Zwölf Bordwerkzeuge im Vergleich

— 19.02.2002

Alles Panne, oder was?

Radschlüssel und Wagenheber sind Standards - aber bei vielen Herstellern so billig geraten, dass ein simpler Radwechsel zum Drama wird.

Hilfe durch Kompressor und Tire-Fit

Computer navigieren uns im Auto durch die Welt, Leder veredelt den Fahrgastraum, und Motoren verbrennen immer sauberer. Schöne neue Autowelt. Nur in den Tiefen des Kofferraums, beim Bordwerkzeug, herrscht meist noch automobile Steinzeit. Das gilt über alle Klassen und Marken hinweg: Wer glaubt, mit dem teuren Gefährt auch gutes Werkzeug zu bekommen, der irrt gewaltig. Prominentes Beispiel von unserem Testwagenparkplatz: Der Opel Omega ist bis auf Radschlüssel plus Wagenheber nackt. Der neue Mini Cooper hat zwar auch nicht viel Rüstzeug dabei, doch Kompressor und Tire-Fit wirken geradezu revolutionär und aufwendig.

Ansonsten lösen die Werkzeugsätze bei vielen Modellen eher Nostalgie aus. So führt der neue Mondeo praktisch die gleiche Ausstattung mit, die schon im seeligen Escort helfen sollte. Nicht besser der Bestseller von VW: Der Wagenheber aus dem Jubiläums-Golf "25 Jahre GTI" erinnert an den Golf 1, der die Generation Golf schon vor mehr als zwei Jahrzehnten begleitete. Kleiner Lichtblick aus Stuttgart: In der Mercedes C-Klasse liegt ein umfangreicheres Bord-Set bereit. In allen anderen Fällen hilft nur der Gang in den Zubehörhandel. Radkreuze und Schraubendreher sind eine schöne Sache. Zeitgemäßer sind Tire-Fit und Kompressor. Im günstigsten Fall tut es auch eine Dose Reifenpilot (für 20 Mark), mit deren Hilfe einem der Radwechsel nach der statistisch seltenen Reifenpanne bis zur Werkstatt erspart bleibt.

Ob gutes oder schlechtes Werkzeug, bei Pannen sollte man bei schlechter Sicht eine Warnweste tragen. Sie ist Privatleuten nicht vorgeschrieben, bringt aber mehr Sicherheit. Auch ein paar Arbeitshandschuhe können nützen. Manchmal ist das mitgelieferte Bordwerkzeug nämlich so scharfkantig geraten, dass sonst vor dem Pannendienst erst mal ein Sanitäter gerufen werden muss.

Noch ein paar Zubehör-Tipps

Natürlich wird man wegen des Bordwerkzeugs kein Auto kaufen oder ablehnen. Aber vielleicht gibt der Händler nach dem Fall des Rabattgesetzes gutes Werkzeug als Zugabe? Sonst muss selber eingekauft werden. Um Platz und Gewicht zu sparen, wird besonders Reifenspray oder Tire-Fit immer beliebter. denn ein zehn Jahre altes Notrad ist auch nicht unbedingt eine gute Notlösung. Aber Achtung: Kommt ein Spray ins Rad, darf höchstens mit 80 km/h weitergefahren werden. Überflüssig zu erwähnen, dass der Reifen schnellstens getauscht werden sollte, oder?

Auch der Original-Radschlüssel der Hersteller ist nicht ein Freund für alle Fälle. Meistens ist der Hebel viel zu kurz, festgezogene Schrauben und Muttern lassen sich nur mit viel Kraft lösen - für zarte Gemüter meist unlösbar. Ein Radkreuz ist da schon besser im Einsatz, auch ein Schlüssel mit ausziehbarem Hebel erleichtert die Schraubarbeit.

Ein größerer Schraubendreher hilft im Alltag und beim Lösen von Plastikkappen oder Zierdeckeln. wer dann noch in ein Paar Handschuhe investiert, kommt nach der Pannen nicht mit schwarzen Händen ins Büro.

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