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100.000 Kilometer im Kia Rio

Kia Rio
Seitdem Kia 2011 den Rio vorgestellt hat, sieht man die Marke mit anderen Augen und pilgert auf Messen sogar zum Kia-Stand. Doch wie zuverlässig ist der Kia Rio im Alltag? Hier kommen die wichtigsten Ergebnisse aus dem Dauertest.
Bild: Uli Sonntag
Kia Rio
Mit nur 109 PS stellte sich der Koreaner der härtesten Prüfung des Autolebens: dem AUTO BILD-Dauertest über 100.000 Kilometer. Für 15.350 Euro ...
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
... ein sympathischer Kleinwagen, wie Nachrichten-Mitarbeiter Benny Gehrs gleich zu Beginn notierte. "Sehr solides Auto, mit übersichtlichen Bedienelementen und viel Platz." Mit seinen 4,05 Metern ist der Koreaner länger ...
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
... und vor allem im Fond geräumiger als die Konkurrenz. Zum Raumgewinn kam die wohltuend mätzchenfreie Gestaltung des Innenraums. Die klaren Instrumente gefallen ebenso, ...
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
... wie die drei großen Drehregler fürs Klima. Und das Handy findet ein verrutschfestes Ablagefach.
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
Die Sitzpolster sind für Langstrecken zu straff, manche Figuren fanden keine passende Einstellung. Die Lehnenverstellung leierte mit der Zeit aus.
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
Der vielseitige Kofferraumboden, der in vielen Positionen arretiert, erntete hingegen viel Lob. "Dafür verdient Kia einen Sonderpreis", findet Fotoredakteurin Sandra Heisch.
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
Beim Blick über die rechte Schulter verdüstert sich die Stimmung: Da macht sich die Dachsäule breit, und das Rückfenster schrumpft auf Schlitzgröße – irgendjemand rief sogar nach einer Rückfahrkamera. Doch die gibt's nur mit Navi für 990 Euro extra.
Bild: Sven Krieger
Kia Rio
Innerorts gefiel der Rio als leiser, laufruhiger Cityflitzer. Auch auf der Autobahn gefiel er anfangs, erst an Steigungen machte der 1,4-Liter schlapp und zeigte, dass dem Sauger doch der Drehmoment-Schmalz moderner Turbomotoren fehlt. Was tun? Drehen, ...
Bild: Christian Bittmann
Kia Rio
... drehen, immer fleißig drehen, allerdings dreht der Rio dann an der Verbrauchsuhr. Flottes Reisetempo verlangt bis zu zwölf Liter pro 100 Kilometer, da ist der 43-Liter-Tank schnell zu klein.
Bild: Katrin Bredemeier
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Kritik gab es auch an der grundsätzlichen Abstimmung: "Das Fahrwerk zu ruppig, die Schaltung teigig, die Lenkung gefühllos", kritisiert Kollege Berend Sanders, der recht enttäuscht bemerkt: "Unterm Strich ist er doch ein Koreaner wie viele andere zuvor."
Bild: Christian Bittmann
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Was störte noch? Die Tachonadel springt ab 160 km/h wie ein Kobold, die Drehzahl fällt beim Schalten vom vierten in den fünften Gang zu sehr ab, sodass man zwischen den Gängen hin und herzappelt.
Bild: Christian Bittmann
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Kam der Kia als glänzendes Vorbild ins Ziel? Nicht ganz. Gerade freute uns noch das Fahrlicht, das nach dem Abstellen automatisch ausgeht, da war's auf der Raststätte bei Kilometer 89.775 plötzlich zappenduster: beide Scheinwerfer ausgefallen.
Bild: Ronald Sassen
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Schon zuvor war mehrfach aufgefallen, dass der Motor im Stop-and-Stau nur ruckelig Gas annahm. An einem schlechten Tag hoppelte man durch die Tempo-30-Zone wie ein Fahranfänger.
Bild: Katrin Bredemeier
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Der nagende Zahn der Zeit machte sich zum Beispiel am klappernden Handschuhfachdeckel, einer zerschlissenen Fußmatte oder beim Kühlmittelaustritt am Kompressor bemerkbar. Der kleine Rostansatz am Auspuff bereitet noch keine Probleme – aber sicher später.
Bild: Werk
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Wie jeder Dauertest-Kandidat wurde auch der Rio am Ende komplett zerlegt und begutachtet. Dabei fiel unter anderem auf, ...
Bild: Uli Sonntag
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... dass das linke Haubenscharnier nie geschmiert wurde. Zum Schluss ging die Haube schon recht schwer auf.
Bild: Uli Sonntag
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Auch das Gleitmittel auf der Führungshülse des Ausrücklagers fehlt. Folge: erhöhte Pedalkraft beim Kuppeln.
Bild: Dekra
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Die Lackqualität ist okay. Nur auf der Innenseite der Heckklappe sieht der Anstrich unschön aus.
Bild: Dekra
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Kein gutes Zeichen: grüne Spuren von Kältemittel am Kompressor, doch Füllmenge und Leistung waren noch okay.
Bild: Dekra
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Gut konserviert: Beim Hohlraumschutz ist Kia auf dem Stand der Technik. Die angerostete Kastenmutter ist harmlos.
Bild: Dekra
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Fazit: Der Rio zeigt, wo Kia steht. Der gewohnt solide, zuverlässige Kleinwagen ist modern nach europäischem Geschmack gestaltet, ohne dass praktische Alltagsdinge verloren gehen. Jetzt müssen die Koreaner ...
Bild: Uli Sonntag
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... noch bei Antrieb und Fahrwerk zulegen, um ans Topniveau heranzukommen. Und im Detail könnte das Auto liebevoller und aufmerksamer montiert sein. Note 2-.
Bild: Christian Bittmann