Zur Homepage

14 versteckte Updates auf der IAA

Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Es sind die Neuheiten, die man nicht gleich sieht. Sie stehen nicht auf den hell erleuchteten Bühnen der IAA 2017 (14. bis 24. September), sind oftmals aber noch spannender als die Konzeptfahrzeuge. AUTO BILD hat genau hingeschaut und z.B. herausgefunden, dass Seat Anfang 2018 das Virtual Cockpit einführt.
Bild: Thomas Starck
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Zuerst bekommen Leon und Ateca optional das digitale Kombiinstrument. Mit einem eigenen Design setzt Seat bei der grafischen Darstellung auf Übersichtlichkeit. Seat Arona und Ibiza haben zum Sommer 2018 das digitale Cockpit im Konfigurator. Außerdem haben die Spanier als ...
Bild: Thomas Starck
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
... erster Automobilhersteller eine eigene App bei Apple CarPlay und Goolges Android Auto platziert. Bisher ging das nur in Spanien, jetzt soll die SeatDriveApp bei CarPlay und Ende 2017 bei Android Auto auch in Deutschland funktionieren. Gleichzeitig gibt es ein Update für die App, die dann neben einem virtuellen Fahrten- und Servicebuch auch einen Fahrtrainer mit ins Auto bringt und den Import von Navigationszielen bei Apple Karten und Google Maps via App erlaubt. 
Bild: Seat
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Neben Mercedes integriert Seat erstmals in Europa Amazon Alexa im Auto. Los geht's beim Ateca und Leon, später folgen Ibiza und Arona. Mit der Integration von Alexa bieten sich für Seat-Fahrer ganz neue Möglichkeiten im Rahmen der Konnektivität. Mit derzeit mehr als 150 Partnern verfügt Alexa über rund 20.000 Funktionen. Auch bei ...
Bild: Seat
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
... Mercedes lassen sich ab sofort bestimmte Funktionen im Auto mit dem Sprachdienst Amazon Alexa über Mercedes me steuern. Alexa kann dann zum Beispiel die Reichweite des Fahrzeugs abfragen oder Adressen ans Navi schicken. Zudem ...
Bild: Daimler AG
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
... bekommen C‑Klasse und GLC jetzt Office-Funktionen. Unter anderem lassen sich Ortsangaben von Kalendereinträgen ins Navi übernehmen.
Bild: Daimler AG
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Zusammen mit dem Unternehmen what3words könnte Mercedes das klassische Adresssystem revolutionieren. What3words hat die Welt in 57 Billionen Quadrate im Format drei mal drei Meter eingeteilt und jedem dieser Quadrate drei Wörter zugeteilt. Komplizierte Adressen und namenlose Gebiete erhalten dadurch simple Bezeichnungen, gebildet aus drei Wörtern wie z.B. "früchtetee.kurzfilm.vulkane" – eine Kombination, die man sich sicherlich leichter als GPS-Daten merken kann.
Bild: Daimler AG
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Einfach ist auch die Wiedergabe. So wird das Mercedes-Navi künftig auf die Drei-Worte-Befehle hören und zwar in mittlerweile 14 Sprachen, denn die stehen inzwischen zur Verfügung.
Bild: Thomas Starck
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Sprache ist auch bei Audi ein Thema. Zur IAA wurde verraten, dass der neue A8 den modernsten Sprachdienst an Bord haben soll – da hatte Mercedes zuletzt die Nase vorn. Ironischerweise steht hinter beiden der gleiche Zulieferer, Nuance, der auch noch bei Ford, BMW und GM die Finger im Spiel hat.
Bild: Jan Götze
Das sind die versteckten Updates auf der IAA
Mit der Nuance-Sprachsteuerung gelingt die Unterhaltung mit dem Audi A8 ähnlich gut wie mit Siri, Google oder Amazon Alexa. Endlich wird man verstanden. Strikte, akzentfreie Befehle sind passé. Ob "mir ist kalt", "mach wärmer" oder "24 Grad", der Audi A8 weiß, er muss die Heizung aufdrehen. Der Fahrer kann neben Fahrzeugfunktionen per Sprache alle vernetzten Dienste und Informationen aufrufen, darunter Wetterinformationen, Points of Interest, Adressen, Parkplätze und Tankstellen, sowie Kalender- und Notizfunktionen.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-c858b76579f66a38.jpg
Die Plattform ist auch mit dem Infotainment-System verbunden, was in Kombination mit einem Internetradio das Auto zum Wunschkonzert macht. Für das neue Verständnis im Fahrzeug sorgen viel Rechnerleistung und eine Cloudanbindung. Wer direkt bei Nuance auf dem IAA-Stand vorbeischaut, sieht dort bereits die nächsten Ausbaustufen der Sprachsteuerung. Dazu gehören unter anderem mehrere Mikros im Auto, die alle Mitfahrer zu Wort kommen lassen.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-1f4538215beae063.jpg
Außerdem nutzt der neue A8 weiterentwickelte Software und Services vom eingekauften Kartenanbieter Here. Die aktuellste Version des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB2+) von Audi macht die Darstellung auf der Navigationskarte noch realistischer. Zudem nutzt Here auch Informationen über Straßenzustände, um daraufhin zum Beispiel die Fahrwerkseinstellung anzupassen.
Bild: Audi
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-e22173204f33a585.jpg
Auch die neue myAudi App auf dem Smartphone nutzt die Navigationssoftware von Here und synchronisiert Navigationsziele und -favoriten über die Cloud mit dem Auto. Mit myAudi lassen sich aber auch Playlists von Spotify übertragen und andere Services integrieren. Wie bei VW steckt auch hier ein Benutzerkonto dahinter, über das künftig alle Audi-Besitzer mit einem Login ihre Daten transportieren können. Bei Porsche ...
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-e541f6afe653784c.jpg
... funktioniert das schon im neuen Cayenne. Als erstes Unternehmen des VW-Konzerns bringt Porsche die ID mit dem neuen Cayenne auf den Markt. Die ID ist ein Benutzerkonto, mit dem der Porsche kann, wovon die anderen im VW-Konzern vorerst nur theoretisch berichten.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-4c5aa0a17716f2da.jpg
Je nach abgespeichertem Nutzerprofil springen im Cayenne verschiede Einstellungen um. Wer es lieber warm mag, wird mit seiner Lieblingstemperatur in Empfang genommen. Technisch ist dazu mindestens das Porsche Communication Management der vierten Generation nötig (PCM4), das 2015 zur IAA eingeführt wurde. Doch mit der ID sollen nicht nur Einstellungen für ein Fahrzeug gespeichert werden.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-920667e67a5adb5b.jpg
Im nächsten Schritt lassen sich die Präferenzen mit der ID in andere Modelle der Marke Porsche übertragen. Perspektivisch – und da reden wir über die nächsten zwei bis drei Jahre – sollen alle VW-Marken die ID bekommen. Dann könnte beispielsweise ein Porsche-Fahrer im Urlaub einen Audi A4 anmieten, der viele kompatible Einstellungen von seinem Porsche Cayenne daheim übernimmt. Das würde natürlich auch Car-Sharing innerhalb des VW-Konzerns erleichtern.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-198a06cd9f63cf2c.jpg
Über das Benutzerkonto lassen sich auch Drittanbieter wie der Musikdienst Napster und der Smarthome-Hersteller Nest im System integrieren. Mit Nest kann man zum Beispiel schauen, ob der Rauchmelder in der Garage aktiviert wurde, oder sich das Kamerabild von der heimischen Überwachungskamera auf den Bildschirm im Cayenne holen. Die Kommunikation mit den Service-Anbietern erfolgt per fest verbauter eSIM-Karte.
Bild: Porsche AG
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-394e47f20b6100c2.jpg
Skoda räumt auf. Im App-Store ist Skoda mittlerweile mit mehreren Apps wie Skoda OneApp, mySkoda oder Skoda Connect vertreten. Bald sollen alle Anwendungen aber unter Skoda ID versammelt werden. Mit vier jährlichen Updates bekommen die Kunden mehr und mehr Zugriff auf ihr Fahrzeug.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-3a4fdfb6c6a23c64.jpg
2018 soll sich dann das Superb Facelift (Bild) über die App öffnen und schließen lassen. An weiteren Funktionen tüftelt das neue Mobilitäts-, Connectivity- und Innovationslabor namens DigiLab von Skoda, das wie ein IT-Start-up konzipiert ist.
Bild: Andrei Avarvarii
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-e015843ddad7e327.jpg
Die Mitarbeiter des DigiLabs orientieren sich besonders an den Bedürfnissen der Kunden und entwickeln dazu die passenden Updates. So sollen Skoda-Fahrer künftig über ihr Smartphone Infos bekommen, wann sie losfahren müssen, um ein vorher definiertes Ziel pünktlich zu erreichen. Dazu berechnet die App die Routen auf Basis aktueller Realtime-Traffic-Informationen. Später wird es auch bei Skoda Profile geben, die Fahrzeugeinstellungen speichern und übertragen.
Bild: Christoph Boerries
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-21d01bfc52406fb7.jpg
Bei BMW gibt es mit Connected+ eine engere Vernetzung zwischen Fahrer/Smartphone und Auto. BMW Connected+ ist keine Zukunftsmusik. Jeder Besitzer eines BMW 5er (G30) mit aktivierten Remote-Services kann bereits darauf zugreifen. Andere Modelle folgen jetzt.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-92f4a94f1edba717.jpg
Connected+ verknüpft mehrere sogenannte Touchpoints, also Endgeräte, aber auch Dienste wie Microsoft Office. So liest Connected+ den eigenen Kalender aus und plant die Routen schon bevor der Fahrer ins Auto steigt.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-f2dc4f17ead3aef9.jpg
Die App erinnert bei starkem Verkehr an rechtzeitigen Aufbruch, navigiert per Smartphone oder Apple Watch zum Auto und setzt die Zielführung dann automatisch im Fahrzeug fort. Das klappt dank der hauseigenen "Open Mobility Cloud", die im Übrigen auch Einstellungen und Vorlieben über mehrere BMW hinweg synchronisieren kann.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-5c817b0e7b2bdf33.jpg
Die nötige App dafür gibt es bislang nur für iOS-Smartphones, das Android-Update reicht BMW nach. Brandneu auf der IAA ist ein spezieller Dienst für Elektroautofahrer, und angesichts des überarbeiteten i3 und dem nahenden i5 ist das auch nötig: Jetzt gibt es rund um die ConnectedDrive-Dienste auch den "Digital Charging Service".
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-8efe7c5a70f22d9e.jpg
Er sucht nach möglichst umweltfreundlichen und günstigen Ladezeiten und lädt das Auto dann auf, wenn es aus Umwelt- und Kostensicht Sinn macht. Über die ConnectedDrive-Dienste stellt das System dabei sicher, dass das Auto immer zum Zeitpunkt des Aufbruchs vollgeladen ist.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-5b67907cade04e64.jpg
Gute Nachricht für Mini-Kunden! Mini stand bei der Connectivity bisher im Schatten von BMW, doch das soll sich nun ändern. Demnächst sollen auch Besitzer eines Mini ihr iPhone via CarPlay ins Auto bringen können. Android-Nutzer können auf die Integration diverser Apps via Mini Connected hoffen.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-bf9db51f994ff305.jpg
Bosch denkt an Besitzer älterer Autos: Die "Bosch Driving App" kommt zum Jahresende zunächst in den Google Play Store und 2018 dann in Apples App Store.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-7e9068ce6b9d8de4.jpg
Der Clou: Statt Musik-, Telefon-, Navi- oder Chat-Apps händisch zu bedienen, setzt Bosch rein auf eine Sprachsteuerung, die sich per Wischgeste aktivieren lässt. Bei geöffneter App versenden App-Nutzer Nachrichten per WhatsApp, geben Naviziele ein und steuern zumindest rudimentär die Lieblings-Musik-App, etwa Spotify.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-94b630868c5df9b0.jpg
Noch ist die App ein Prototyp, doch sie wird schon bald gratis erscheinen. Die Navi-Software wird dann downloadbar sein, sodass Nutzer kein Datenvolumen verschwenden müssen. Ein Highlight-Feature, das Bosch noch nachliefern möchte: die Anzeige von freien Parkplätzen am Straßenrand. Das wäre dann mal ein echtes Oberklasse-Feature!
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-350398e5027fe520.jpg
Genau wie ein Adapter, der schon bald die Kunden erreichen soll. Wer zwar eine MirrorLink-Schnittstelle für sein Navi in seinem Gebrauchten hat, aber bislang nicht wirklich wusste, wie er sein iPhone einbinden soll, wird sich freuen: Der Adapter gaukelt dem MirrorLink-Anschluss vor, er sei ein Android-Handy.
Bild: Thomas Starck
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/14-versteckte-Updates-auf-der-IAA-893x596-a1d1a17b85ec8ce1.jpg
In Wahrheit kommuniziert er per WLAN mit dem iPhone oder dem Android-Handy und zeigt Daten der kompatiblen MySpin-App von Bosch an – so die Theorie. Einen Autohersteller interessiere das System bereits und er wird es seinen Kunden über das Zubehör bald anbieten. Wer das ist, verrät Bosch bislang nicht.
Bild: Bosch
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-ed205dcf27ac191a.jpg
Opel hält sich daran. Was es vor dem Wechsel zum französischen Autokonzern PSA gab, wird es auch weiterhin geben. Das gilt auch für den Service-Dienst OnStar, mit dem Opel bereits 2015 einen Privatsekretär ins Auto brachte. Das Auto öffnen und schließen, das ging schon damals per App. Gesprochen wird nach wie vor mit Menschen und nicht mit einer Maschine.
Bild: Werk
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/9/9/7/7/2/7/Das-sind-die-versteckten-Updates-auf-der-IAA-1200x800-86efcb4471db303e.jpg
Ob es in Zukunft auch bei PSA-Modellen OnStar geben wird, ist unbekannt. Was Opel aber getreu dem Motto "Die Zukunft gehört allen" andeutet, ist die Übernahme von ACC, der Adaptiven Cruise Control, aus dem Grandland X und dem neuen Insignia für andere Segmente. Damit steigt die Hoffnung, dass automatisiertes Fahren auch bei günstigeren Modellen in der Optionsliste auftaucht.
Bild: Thomas Starck