Carlo Abarth war Tuning-Prophet und Erfinder der kleinen wildgewordenen Fiat-Typen. Mit dem Namen des gebürtigen Wieners ist eine Erfolgsstory ohne Beispiel verbunden. Von 1949 an machte er in seiner Wiener Werkstatt nicht nur Fiat heiß, auch Alfa Romeo – und sogar Ferrari.
Mit seinem kleinen, aber schlagkräftigen Rennstall fuhr der PS-Magier Hunderte von Siegen ein. Sein unvergessenes Markenzeichen: ein Skorpion im Hauswappen. Der neue Fiat 500 Abarth soll das berühmte Logo stolz am Bug tragen – für die Liebe auf den ersten Stich.
1957: Abarth war längst etabliert, als er den Fiat 500 (Foto, ein 1965er) von 16 auf 23 PS kitzelte.
1962: Der Fiat Abarth Bialbero 1000 (210 km/h Spitze) war eine 600er-Evolutionsstufe.
1969: Kleiner Dauerläufer: Der Autobianchi A 112 Abarth fand bis 1985 sportliche Käufer.
1970: Auf Basis des biederen Fiat 600 entstanden Kracher wie der Abarth 1000 mit 112 PS.
1972: Doch, das gab es wirklich: Als Fiat 124 Abarth Rallye wurde der Spider zum Racer.
1974: Es blieb bei nur sechs Prototypen des Fiat X1/9 Abarth mit Vierventil-Mittelmotor.
1976: Die Rallyeversion Fiat 131 Abarth fuhr Triumphe ein – und polierte das Markenimage.
1983: Bis zu 130 PS im Fiat Ritmo Abarth 130 TC – so wird ein Flop noch zum reizvollen Typen.
Anfang 2008 schickt sich der Grande Punto Abarth an, den Markt der kompakten Krawall-Brüder aufzumischen. Mit dem nochmals stärkeren "Super Sport" legt Fiat jetzt sogar nach. Bestückt mit einem 180 PS starken, turbobefeuerten 1,4-Liter-Aggregat ...
... soll der Neue für noch mehr Aufruhr in der GTI- und OPC-Szene sorgen. Den Zusatz "Super Sport" hat sich der kernige Italiener neben der 30-PS-Spritze vor allem durch seinen martialischen Auftritt redlich verdient.
Auch ohne den Zusatz geht es sportlich zur Sache: breitere Kotflügel, ein tiefergelegtes Fahrwerk und 17-Zoll-Räder sorgen ...
... beim Grande Punto Abarth für eine klare Distanzierung von der Brot-und-Butter-Serie.
Der Kompaktsportler wird von einem turbogeladenen 1,4-Liter-16V-Vierzylinder befeuert, der 150 PS an die Vorderachse schickt.
Neben der Straßenversion gibt es den heißen Skorpion auch in einer Rallye-Ausführung.
Die Kombination aus Allradantrieb und 270 PS ist der Garant für den einen oder anderen Sieg in der Super-2000-Gruppe.
Bereits 2006 gab es den ersten Titel: Der Italiener Giandomenico Basso wurde im Grande Punto Abarth Europameister.
Die allradgetriebene Rennversion wurde bislang nur 15 Mal gebaut ...
... und zumeist an private Rallye-Teams verkauft.
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