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Aktuelle und zukünftige Motoren: Übersicht

Aktuelle und zukünftige Motoren: Übersicht
Die Ingenieure der Autohersteller arbeiten laufend an neuen Innovationen. AUTO BILD zeigt die interessantesten Entwicklungen. VW 1,5 TGI evo EA211; Leistung: 130 PS; Markteinführung: 2019. VW überarbeitet den 2018 eingeführten 1.5 TSI ACT und macht aus ihm einen 1.5 TGI evo. Er soll im Golf verbaut 130 PS leisten und mit lediglich 3,5 kg/100 km Erdgas (CNG) auskommen. Besonders effizient sei der Motor durch das Miller-Brennverfahren, das bei Volkswagen in bestimmten Motoren schon seit 2016 angewendet wird. Hierbei ...
Bild: Volkswagen AG
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... wird das Einlassventil im Zylinder früher geschlossen als bei anderen Brennverfahren. Der Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) gleicht die fehlende Gemischmenge aus. Dabei muss durch die geringere Öffnungszeit des Ventils der Druck im Zylinder schneller aufgebaut werden. Hier hilft der Turbolader mit VTG und die verstellbare Einlassnockenwelle. Das Miller-Verfahren lässt auch ein höheres Verdichtungsverhältnis zu. Im neuen TGI ist es auf 12,5:1 hochgesetzt worden.
Bild: Volkswagen AG
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VW 2.0 TDI evo EA288; Leistung: 136 bis 204 PS; Markteinführung: 2019. Der neue Selbstzünder soll der erste VW-Diesel-Hybrid werden. Möglich macht dies ein Riemenstartergenerator. Im Diesel kommt kein 48-Volt-System zum Einsatz, hier reicht das herkömmliche 12-Volt-Bordnetz aus, das um eine Lithium-Ionen Batterie ergänzt wird, die sich unter anderem durch Rekuperation beim Bremsen speist. Ausgeliefert wird der Zweiliterdiesel in zwei Leistungsklassen. In der unteren Klasse reicht die Leistung des Aggregats von 136 bis 163 PS, die zweite Leistungsklasse geht sogar bis 204 PS.
Bild: Volkswagen AG
Spannende Motoren
Audi SQ7 4.0 TDI; Leistung: 435 PS; Markteinführung: 2016. Der Vierliter-TDI im SQ7 wird über drei Wege aufgeladen. Zwei konventionelle Turbolader komprimieren die Ansaugluft. Bevor die beiden aber effizient arbeiten, lädt ein ...
Bild: Werk
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... elektrischer Kompressor den V8 auf. Dadurch wird das Turboloch überbrückt. Betrieben wird der Elektro-Verdichter über ein 48-Volt-Teilbordnetz, das sich über einen MOSFET-Generator speist. Zudem verfügt das zweite Bordnetz über eine Lithium-Ionen-Batterie mit 470 Wh.
Bild: Werk
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Renault/Nissan/Mercedes-Vierzylinder; Leistung: 117 PS bis 162 PS; Marktstart: 2017. Renault verkündet, dass innerhalb der Zusammenarbeit mit Nissan und Mercedes ein neuer, aufgeladener Vierzylinder-Direkteinspritzer mit 1,3 Liter Hubraum entstanden ist. Dabei spielt Nissans Know-how aus der Sportwagenentwicklung eine entscheidende Rolle. Das neue Aggregat erhält dieselbe Laufbuchsenbeschichtung wie der Nissan GT-R. Die Japaner verzichten auf feste Stahl-Laufbuchsen und sprühen dagegen flüssigen Stahl an die Zylinderwände.
Bild: Renault
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Dadurch soll vor allem der Reibwiderstand zwischen Kolbenringen und Laufbuchsen verringert werden. Weiterer Vorteil: Die Beschichtung ist deutlich dünner, was einen besseren Abtransport von Wärme gewährleisten soll. Davon profitiert jetzt auch Renaults Motor. Die Leistungsbandbreite erstreckt sich von 117 bis 162 PS. Der Motor ist Grundlage für die Motorisierungen TCe 115, TCe 140 und TCe 160. Das Aggregat ist schon ab jetzt bei den Modellen "Scénic" und "Grand Scénic" bestellbar.
Bild: Renault
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Singer/Williams/Mezger 4.0 Boxer; Leistung: 500 PS; Markteinführung: 2017. Singer Vehicle Design macht gemeinsame Sache mit Williams und Hans Mezger. Das US-amerikanische Unternehmen bringt einen überholten Vierliter-Boxer-Motor mit 500 PS Damit hätte der überarbeitete Oldie die gleiche Leistung wie ein aktueller Porsche GT3 RS – nur luftgekühlt. Ausgangsbasis für den Kraft-Boxer ist ein 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer aus einem Porsche 911 (964) von 1990. Ursprünglich leistet er 250 PS.
Bild: Singer Vehicle Design/Williams
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Zu den umfangreichen Umbauten an dem ehrwürdigen Aggregat zählen: Zylinderköpfe mit vier Ventilen pro Zylinder, Titan-Pleuel, Aluminium-Drosselklappen, Ansaugstutzen aus Carbon, zwei Einspritzdüsen pro Zylinder, eine Stauluft-Ansaugung sowie eine maßangefertigte Airbox. Seinen Einsatz findet der Luftgekühlte in Singers neuestem Projekt: einem völlig umgebauten Porsche 911 (964). Das auf 75 Stück limitierte Modell wurde mit viel Carbon, Magnesium und Titan modifiziert. Den Anreiz für das Projekt gab ein Kundenwunsch.
Bild: Singer Vehicle Design/Williams
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Mercedes Reihensechszylinder M256; Leistung: 367 PS/435 PS; Markteinführung: 2017. Mercedes bekennt sich bei den Benzinern wieder zum Reihensechser. Als Mild-Hybrid und ohne Keilriemen, kommt die Dreiliter-Maschine anfangs in der S-Klasse zum Einsatz. Anbauteile wie Wasserpumpe oder Klimakompressor werden über ein 48-Volt-Netz versorgt.
Bild: Daimler AG
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Die neue, in Reihe angeordnete Motorengeneration verfolgt Ansätze, die es so bei Mercedes vorher noch nicht gab. Die Segel-Funktion ermöglicht es nun, den Motor während der Fahrt nicht nur vom Getriebe abzukoppeln, sondern ihn auch während der Fahrt abzuschalten. Seit 1997 verzichtete Mercedes bei Benzinern auf den Bau von Reihensechszylinder-Motoren. Stattdessen setzte das Unternehmen V6-Motoren ein.
Bild: Daimler AG
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VW Golf 1.5 TSI Evo Bluemotion; Leistung: 150 PS; Markteinführung: 2017. VW bringt dem Golf das "Segeln" mit abgeschaltetem Motor bei. Die Weiterentwicklung des 150 PS starken Benzinmotors 1.5 TSI Evo BlueMotion soll künftig imstande sein, sich bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h während der Fahrt abzuschalten, um das Auto emissionsfrei "segeln" zu lassen. Bislang wurde bei VW mit laufendem Motor gesegelt, das DSG-Getriebe koppelte lediglich den Motor vom Antriebsstrang ab.
Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
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Anders als beispielsweise Mercedes mit dem Integrierten Startgenerator (ISG), verzichtet Volkswagen bei seinem Mildhybridsystem auf den Einsatz einer 48-Volt-Spannungsversorgung. Stattdessen ergänzt eine kleine Lithium-Ionen-Batterie das klassische Zwölf-Volt-Bordnetz. Zum erneuten Motorstart nach dem Segeltörn greift VW sowohl auf den Anlasser als auch auf die Kupplung des DSG-Getriebes zurück. Je nach Fahrsituation übernimmt einer der beiden das Anlassen – oder auch beide zusammen.
Bild: Toni Bader
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Mercedes-Benz Alu-Reihensechser-Diesel OM 656; Leistung: über 313 PS; Markteinführung: 2017. Mit dem OM 656 ergänzen die Stuttgarter ihr Selbstzünder-Portfolio um einen neuen Reihensechszylinder. Mercedes setzt bei seinem neuen Diesel auf einen Materialmix. Das Kurbelgehäuse besteht komplett aus Aluminium, die darin laufenden Kolben sind aus Stahl gefertigt. Als einen der Vorteile beschreiben die Daimler-Ingenieure die bei Stahl geringer ausfallende Wärmeausdehnung während des Betriebs. Dadurch entsteht zwischen Kolben und Laufbuchsen mehr Spiel, was die Reibung um bis zu 50 Prozent reduzierten soll.
Bild: Daimler AG
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Weiteres Feature der neuen Kolben ist die Form der Verbrennungstaschen. Beim OM 656 haben sie eine Stufenform. Das soll sich laut Mercedes positiv auf den Verbrennungsverlauf und den Rußeintrag in das Motoröl auswirken. Die neue Motorgeneration soll die zukünftigen Emissionstest-Zyklen erfüllen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind alle Komponenten zur Abgasreinigung am Motor verbaut. Zusammen mit weiterentwickelten Katalysator-Beschichtungen entfällt laut Daimler das motorseitige Temperaturmanagement im Kaltstart-Betrieb.
Bild: Daimler AG
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Qoros Qamfree 3; 231 PS; Markteinführung: 2017. Kein Ärger mehr mit Zahnriemen und Steuerketten: 17 Jahre lang haben Christian von Koenigsegg und die Firma Freevalve an dem nockenwellenfreien Antrieb gearbeitet. Bei dem gemeinsam entwickelten Motor wird der klassische Nockenwellen-Ventiltrieb durch ein hydraulisch-pneumatisches System mit elektronischer Kontrolle ersetzt. Damit werden die Motoren kompakter, leistungsstärker – und viel effizienter.
Bild: Werk
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Der technische Ansatz ist bestechend: Das System verzichtet auf Nockenwelle, Zahnriemen und Drosselklappe – und es funktioniert perfekt mit einer herkömmlichen Saugrohr-Einspritzung. Die Qamfree-Motoren laufen wegen der geringeren Zahl an beweglichen Teilen noch geschmeidiger als die normalen Motoren – und sie zeichnen sich durch ein charakteristisches, schlürfendes Ansauggeräusch aus.
Bild: Werk
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Infiniti VC-Turbo; Leistung: 272 PS; Marktstart: 2018. Nissans Edelmarke Infiniti bringt mit dem VC-Turbo den ersten serienreifen Motor mit einer variablen Verdichtung auf den Markt. Das Aggregat ist ein zwei Liter großer Turbodirekteinspritzer mit vier Zylindern. Die Verdichtung innerhalb der Zylinder ist prinzipiell bei allen Motoren dafür verantwortlich, wie sparsam oder kraftvoll ein Motor arbeitet. Die Japaner setzen den verstellbaren Hub über einen Umlenkhebel um, ...
Bild: INFINITI
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... der von einem kleinen Stellmotor betätigt wird. Dieser spricht auf den Gaspedal-Druck an und verstellt den Zylinderhub um bis zu sechs Milimeter. Das Ergebnis ist ein Verdichtungsverhältnis zwischen 8:1 und 14:1. Daraus resultiert ein Hubraum, der sich zwischen 1970 und 1997 Kubikzentimetern verändert. Zum Einsatz kommt der neue Motor als erstes im neuen QX50. Später ist eine Streuung auf andere Modelle denkbar.
Bild: INFINITI
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Mazda Skyactiv-X; Leistung: k.A.; Marktstart: 2019. Mazda kündigt für 2019 den ersten serienmäßigen Benzin-Motor mit "homogener Kompressionszündung" – oder kurz HCCI – an. Ähnlich wie bei einem Dieselmotor zündet das Benzin-Luft-Gemisch bei dieser Motoren-Art selbstständig. Mazdas Serien-Kompressionszünder (oder Selbstzünder) soll auf den Namen Skyactiv-X hören und einen Kompromiss zwischen fremdgezündeten Otto-Motoren und selbstzündenden Diesel-Aggregaten sein.
Bild: Mazda