Echte Straßen-Kunst im Vergleich: Alfa Brera und Mazda RX-8 könnten in jedem Design-Museum stehen. Doch die Blech-Beauties überzeugen nicht nur optisch, denn ...
... unter der ansehnlichen Hülle stecken durchaus vorzeigbare innere Werte.
Ein Thema, zwei Interpretationen: Bullig der Alfa, ...
... elegant der Mazda. Beide sind absolute Coupé-Leckerbissen, aber nur einer kann den Vergleich gewinnen. In diesem Fall ist es ...
... der Mazda RX-8. Ausschlaggebend für den Sieg sind sein günstiger Basispreis, das gute Raumkonzept und die umfassenden Garantieleistungen.
Ein Wankel heizt dem RX-8 ein: Aus zwei Brennräumen von jeweils 654 cm³ holt die Maschine 192 PS und 220 Nm Drehmoment. Ärgerlicher als der etwas schwache Durchzug ...
... ist die umständliche Kontrolle des Ölstandes – und die ist beim Mazda häufig nötig.
Der vordere Gurt ist an der hinteren Tür angeschlagen. Durch den gegenläufig öffnenden Einstieg ...
... braucht der RX-8 keine B-Säule und gewährt den Zugang zum Innenraum wie durch ein edles Portal.
Schöne Schaltzentrale mit großem Navi-Monitor. Der elektronische Pfadfinder kostet allerdings 2300 Euro Aufpreis.
Im Cockpit dominiert der zentrale, große Drehzahlmesser. Der digitale Tacho kommt ohne Zeiger aus.
Wiedererkennungswert: Die Form des Rotors der Wankel-Maschine wiederholt sich im Schaltknüppel.
Praktisch: Im großen Kardantunnel ist Platz für Kleinkram, allerdings begrenzt er die Zahl der Sitzplätze auf vier.
Die zweite Sitzreihe läßt sich bequem entern, aber bedingt durch das nicht gerade üppige Platzangebot, die massiven Vordersitze und ...
... die kleinen – ausstellbaren – hinteren Scheiben provoziert der Fond fast Platzangst.
Hinter dem knackigen Heck des RX-8 geht es für einen Sportler ganz ...
... ordentlich zu: 290 Liter passen in Gepäckabteil des Japaners.
Auch wenn es dem Wankel ein wenig an Drehmoment fehlt, beschleunigt er die 1350 Kilogramm Fahrzeuggewicht ganz ordentlich. In 7,4 Sekunden ist der RX-8 aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... erreicht 223 km/h Spitze. In der Basisversion kostet der Mazda 26.900 Euro, der Testwagen steht mit 28.100 Euro in der Preisliste – inklusive Klima, sechs Airbags und 18-Zoll-Rädern.
Die betörende Form kann über seine Schwächen nicht hinwegtäuschen, so bleibt dem Alfa Brera nur der zweite Platz in diesem Vergleich. Er ist eher GT als Sportler – und teuer. Außerdem ...
... sind die Garantieleistungen etwas dünn. Für die Nachteile entschädigt aber der ...
... tolle Motor: 2,2 Liter Hubraum, 16 Ventile, 185 PS und 230 Nm Drehmoment. So rassig kann ein einfacher Vierzylinder aussehen – und er klingt auch noch gut.
Nichts für Großgewachsene: Die Sitze sind zwar gut, aber große Fahrer stoßen fast ans Dach. Die zweite Reihe ist eher als Erweiterung des Kofferraums denn als Passagierabteil zu verstehen.
Attraktiver Arbeitsplatz: Im Alfa-Cockpit gibt es viel echtes Aluminium und ...
... Uhren mit hängenden Zeigern sowie ...
... drei Zusatzinstrumente in der Mittelkonsole. Ein Navigationssystem kostet 2200 Euro extra, die Bedienung der Klimaanlage liegt zu tief.
Modetrend, aber irgendwie nicht überzeugend: Der Schlüssel muß stecken, dann ...
... genügt ein Druck auf den Startknopf um den Motor zum Leben zu erwecken. Da wirkt das klassische Zündschloß durchdachter.
Präzisionsinstrument: Die Sechsgangschaltung rastet exakt.
Das große Glasdach bietet schöne Aussichten, kostet im Paket 1600 Euro.
Üppig: In der normalen Sitzkonfiguration schluckt das Gepäckabteil 300 Liter. Mit umgeklappter Rücksitzbank läßt es sich auf 610 Liter vergrößern.
Bei der Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 verliert der Brera mit 8,8 Sekunden gegen den RX-8. Dafür ist er beim Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h in 12,7 Sekunden um satte 3,1 Sekunden schneller als der Japaner.
Mit 1605 Kilogramm schleppt der Brera ordentlich Gewicht mit sich rum. Wenn er einmal in Bewegung ist, sind 222 km/h Spitze drin.
Stolzer Wert: Der Grundpreis des Alfa Brera 2.2 JTS 16V liegt bei 32.200 Euro. In der Ausstattung Sky View mit Panorama-Glasdach und 17-Zoll-Alus kostet der Italiener 33.800 Euro.
Beim Genfer Auto Salon 2006 verliert der Brera sein Dach und wird damit zur Neuauflage des Alfa Spider.
Aus vier Endrohren ertönt wahlweise die Symphonie von starkem Vierzylinder oder noch stärkerem V6. Beide Motoren kommen auch in der geschlossenen Variante zum Einsatz.
Cabrio-Technik: Das elektrische Stoffverdeck verschwindet unter einem Deckel, die Bügel sind fest verschraubt. Ab Mai 2006 geht der offene Italiener an den Start.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.